• Halle 1, Stand 1675: Modulare Werkstückträger-Lösung von LK Mechanik aus Leichtmetall für die vierlagige Aufnahme kleiner und mittelgroßer Bauteile. Bild: LK Mechanik

    Halle 1, Stand 1675: Modulare Werkstückträger-Lösung von LK Mechanik aus Leichtmetall für die vierlagige Aufnahme kleiner und mittelgroßer Bauteile. Bild: LK Mechanik

  • Halle 1, Stand 1020: Die dritte Flächengreifer-Generation FMP/FXP von Schmalz setzt neue Maßstäbe in der automatisierten Vakuum-Handhabung. Bild: Schmalz

    Halle 1, Stand 1020: Die dritte Flächengreifer-Generation FMP/FXP von Schmalz setzt neue Maßstäbe in der automatisierten Vakuum-Handhabung. Bild: Schmalz

  • Halle 1, Stand 1042: Schwerlasthubdrehtisch von Expert-Tünkers. Neu in dieser Gewichtsklasse ist die Kombination einer Dreh- und Hubachse. Bild: Expert-Tünkers

    Halle 1, Stand 1042: Schwerlasthubdrehtisch von Expert-Tünkers. Neu in dieser Gewichtsklasse ist die Kombination einer Dreh- und Hubachse. Bild: Expert-Tünkers

  • Halle 3, Stand 3361: Mithilfe des 2D-Laserscanners R2000 von Pepperl+Fuchs lassen sich herausstehende Objekte dicht über der Oberfläche detektieren. Das Bild zeigt die 360-Grad-Rundum-Sicht des R2000. Bild: Pepperl+Fuchs

    Halle 3, Stand 3361: Mithilfe des 2D-Laserscanners R2000 von Pepperl+Fuchs lassen sich herausstehende Objekte dicht über der Oberfläche detektieren. Das Bild zeigt die 360-Grad-Rundum-Sicht des R2000. Bild: Pepperl+Fuchs

  • Halle 3, Stand 3318: Mit der neuen Generation von Magnet- und Hysteresescheibenkupplungen aus dem Gerwah-Programm bietet Ringfeder Power Transmission eine zuverlässige Lösung für die berührungslose Übertragung und Begrenzung von Drehmomenten. Bild: Ringfeder Power Transmission

    Halle 3, Stand 3318: Mit der neuen Generation von Magnet- und Hysteresescheibenkupplungen aus dem Gerwah-Programm bietet Ringfeder Power Transmission eine zuverlässige Lösung für die berührungslose Übertragung und Begrenzung von Drehmomenten. Bild: Ringfeder Power Transmission

  • Halle 3, Stand 3328: Die neue Signalleuchte IO-Link Smart Light von Balluff kann ohne aufwendige Konfiguration per Hardware an nahezu alle möglichen Erfordernisse flexibel angepasst werden. Bild: Balluff

    Halle 3, Stand 3328: Die neue Signalleuchte IO-Link Smart Light von Balluff kann ohne aufwendige Konfiguration per Hardware an nahezu alle möglichen Erfordernisse flexibel angepasst werden. Bild: Balluff

  • Halle 5, Stand 5538: Die Kugelumlaufführungen aus Aluminium von Dr. Tretter werden eingesetzt, wenn es dem Anwender auf Kosten- und Gewichtseinsparung ankommt. Bild: Dr. Tretter

    Halle 5, Stand 5538: Die Kugelumlaufführungen aus Aluminium von Dr. Tretter werden eingesetzt, wenn es dem Anwender auf Kosten- und Gewichtseinsparung ankommt. Bild: Dr. Tretter

  • Halle 5, Stand 5313: Franke zeigt auf der Motek das neue Drahtwälzlager LEG 8, das sich auf dem großen Markt der Dünnringlager als interessante Alternative etabliert hat. Bild: Franke

    Halle 5, Stand 5313: Franke zeigt auf der Motek das neue Drahtwälzlager LEG 8, das sich auf dem großen Markt der Dünnringlager als interessante Alternative etabliert hat. Bild: Franke

  • Halle 5, Stand 5321: Die Sicherheitskupplungen EAS-HSC von Mayr Antriebstechnik übertragen im Betrieb das Drehmoment spielfrei und sorgen bei Überlast für einen freien Auslauf der Antriebskomponenten. Bild: Mayr

    Halle 5, Stand 5321: Die Sicherheitskupplungen EAS-HSC von Mayr Antriebstechnik übertragen im Betrieb das Drehmoment spielfrei und sorgen bei Überlast für einen freien Auslauf der Antriebskomponenten. Bild: Mayr

  • Halle 5, Stand 5444: Die neue eSafe-Kupplungsserie von Cejn ist ein effizientes, ergonomisches und energiesparendes Produkt. Sie lässt sich mit einer Hand bedienen. Bild: Cejn

    Halle 5, Stand 5444: Die neue eSafe-Kupplungsserie von Cejn ist ein effizientes, ergonomisches und energiesparendes Produkt. Sie lässt sich mit einer Hand bedienen. Bild: Cejn

  • Halle 5, Stand 5505: Dank der Modularität der Serie MX2 kann dieser neue Proportionaldruckregler von Camozzi mit anderen
Komponenten der Baureihe MX2 kombiniert werden. Bild: Camozzi

    Halle 5, Stand 5505: Dank der Modularität der Serie MX2 kann dieser neue Proportionaldruckregler von Camozzi mit anderen Komponenten der Baureihe MX2 kombiniert werden. Bild: Camozzi

  • Halle 7, Stand 7219: Die Datalogic-Gruppe präsentiert mit dem innovativen Code-Lesegerät Matrix 300. Es wurde unter anderem für die Automation in klinischen Laboren entwickelt. Bild: Datalogic

    Halle 7, Stand 7219: Die Datalogic-Gruppe präsentiert mit dem innovativen Code-Lesegerät Matrix 300. Es wurde unter anderem für die Automation in klinischen Laboren entwickelt. Bild: Datalogic

  • Halle 7, Stand 7526: Leuze Electronic bringt drei neue Sensoren-Baureihen mit: die Baureihe 318B, Baureihe 28, Baureihe 5 (v. l. n. r.). Bild: Leuze electronic

    Halle 7, Stand 7526: Leuze Electronic bringt drei neue Sensoren-Baureihen mit: die Baureihe 318B, Baureihe 28, Baureihe 5 (v. l. n. r.). Bild: Leuze electronic

  • Halle 7, Stand 7305: Icotek das KEL System zum neuen KEL-ER Kabeleinführungssystem weiterentwickelt. Bild: icotek

    Halle 7, Stand 7305: Icotek das KEL System zum neuen KEL-ER Kabeleinführungssystem weiterentwickelt. Bild: icotek

  • Halle 9, Stand 9112: Mit Emparro präsentiert Murrelektronik auf der SPS ein neuartiges Schaltnetzteil mit maximalem Wirkungsgrad und minimaler Verlustleistung. Bild: Murrelektronik

    Halle 9, Stand 9112: Mit Emparro präsentiert Murrelektronik auf der SPS ein neuartiges Schaltnetzteil mit maximalem Wirkungsgrad und minimaler Verlustleistung. Bild: Murrelektronik

  • Halle 9, Stand 9310: Zwei neue CPUs werden das erfolgreiche SLIO-System des fränkischen Automatisierungsanbieters Vipa  ab dem nächsten Jahr erweitern. Bild: Vipa

    Halle 9, Stand 9310: Zwei neue CPUs werden das erfolgreiche SLIO-System des fränkischen Automatisierungsanbieters Vipa ab dem nächsten Jahr erweitern. Bild: Vipa

  • Halle 9, Stand 9138: Mechanisch schaltende Sicherheitskupplungen von R+W schützen Anlagen und Maschinen zuverlässig im Falle einer Kollision oder Fehlbedienung. Sie trennen die An- und Abtriebsseite im Millisekundenbereich. Bild: R+W

    Halle 9, Stand 9138: Mechanisch schaltende Sicherheitskupplungen von R+W schützen Anlagen und Maschinen zuverlässig im Falle einer Kollision oder Fehlbedienung. Sie trennen die An- und Abtriebsseite im Millisekundenbereich. Bild: R+W

  • Halle 9, Stand 9331: KBK Antriebstechnik bringt ihre Miniaturmetallbalgkupplungen der Serien KB1, KB2 und KB3 mit zur Motek. Bild: KBK

    Halle 9, Stand 9331: KBK Antriebstechnik bringt ihre Miniaturmetallbalgkupplungen der Serien KB1, KB2 und KB3 mit zur Motek. Bild: KBK

Kompakt, energieeffizient und bedienerfreundlich – das sind drei Wünsche auf einmal. Diese Kombination gibt es nicht? Doch, es gibt sie! ke NEXT hat sich auf die Suche gemacht und die interessantesten Produkte, die Besucher auf der diesjährigen Motek bestaunen können, aus der Menge gefischt. Eines ist gewiss: Die Messe hat auch in diesem Herbst wieder viel zu bieten.

Quod erat demonstrandum – was zu beweisen war, würde ein Lateinlehrer angesichts des bunten Straußes an Produkten, die dieses Jahr der Motek wieder einen exklusiven Glanz verleihen, ausrufen. Bewiesen ist also, dass Weihnachten mit seinen schönen Überraschungen für Konstrukteure und Ingenieure auch schon im Oktober liegen kann. Und weil Messebesuche ein bisschen wie Weihnachtsfeiertage sind – man isst so viele Plätzchen, pardon: schaut sich so viele Neuheiten an bis man nicht mehr kann, präsentiert ke NEXT dieses Jahr die Produkte anhand eines gut verdaubaren virtuellen Messespaziergangs von Halle zu Halle:

Wir starten in Halle 1 am Stand 1020 von Schmalz: Hier gibt es das neue Flächengreifsystem FMP/FXP, das nach Angaben des Herstellers über 86 Prozent mehr Haltekraft als der Wettbewerb verfügt. Das neue Flächengreifsystem FMP/FXP ermöglicht die problemlose Handhabung von Werkstücken aus verschiedenen Materialien wie Holz, Blech, Glas, Karton oder Kunststoff, mit verschiedenartigen Geometrien, Oberflächen, und Abmessungen. Es sorgt für eine prozesssichere Handhabung, sowohl von porösen Werkstücken als auch mit Aussparungen. Zur Strömungsoptimierung hat Schmalz das Greifsystem mit einem speziellen Einschubelement und leckagefreien Strömungsventilen ausgestattet. Ein Vergleich mit den besten Wettbewerbsprodukten verdeutlicht den Effekt: Der FMP erzeugt durchschnittlich 86 Prozent mehr Saugkraft auf sägerauen Werkstücken und 87 Prozent mehr Saugkraft auf Werkstücken mit glatter Oberfläche. Der Flächengreifer FMP, mit Anschluss für externe Vakuumerzeugung, ist wahlweise mit einer Saugfläche aus Einsteck-Balgsaugern oder hochflexiblem Dichtschaum erhältlich. Neu ist die optimierte Klebefolie, mit der der Dichtschaum auf dem Ventil-Baustein fixiert wird. Im Verschleißfall lässt sich der Dichtschaum rückstandsfrei abziehen. Da eine aufwändige Blechreinigung künftig entfällt, lässt sich der Aufwand für den Schaumwechsel um 90 Prozent reduzieren.

Aber nun geht es erstmal weiter zu Expert-Tünkers, Halle 1, Stand 1042: Drehtische in Schwerlastausführung für bewegte Massen von weit über 10 Tonnen sind als gängiger Standard in der Rohbauautomation bekannt. Neu in dieser Gewichtsklasse ist jedoch die Kombination einer Dreh- und Hubachse. Mit dem Schwerlasthubdrehtisch von Expert-Tünkers können so radial angeordnete Vorrichtungen, in diesem Fall mit einer 90-Grad-Bewegung, positioniert werden und davon taktunabhängig mit einer Hubachse um 150 mm geliftet werden. Das Besondere hierbei ist, dass die Hubfunktion über im Inneren des Hubturms angebrachte Kurvensegmente ausgeführt wird, die gemäß der gefrästen Kontur ein sanftes Beschleunigen und definiertes Verriegeln in den Endlagen sicherstellt. Ein Speicher für vier verschiedene Werkzeuge á 2,5 Tonnen erschließt besondere Dimensionen und schafft Flexibilität für den Kunden. Die Kombination aus drehen, absenken und heben ermöglicht einen vielseitigen Einsatz. So können zum Beispiel Schweißwerkzeuge für Seitenteile von Fahrzeugen gepuffert und im wilden Mix in die Ausschleusposition gefahren werden, wobei die Teile auf einen Verfahrwagen abgesenkt und dann nach Bedarf in die Anlage eingeschleust werden.

Weiter geht es zu Weiss, Halle 1, 1155: Der Pionier für Direktantriebe in der Automationsbranche nutzt sein über Jahre gewonnenes Know-how von Zwei- und Mehrachsmodulen und entwickelt neue geschlossene Linearachsen auf Aluprofilbasis. Sie machen den Einsatz dort möglich, wo bisher Zahnriemen- und Spindelachsen dominieren. Die neuen Linearachsen HG sind robust, langlebig und dank Direktantrieb sehr dynamisch, genau und kompakt. Weiss bietet sie in der Ausführung HG25 mit 180N und als HG12 mit 110N Spitzenkraft. Die maximale Beschleunigung beider Varianten liegt bei 40m/s2. Bei vielen Anwendungen stehen jedoch nicht die Robustheit oder Genauigkeit im Fokus, sondern schlicht die Kosten. Daher sind Spindel- und Zahnriemenantriebe noch immer beliebt. Durch intensive Entwicklungsarbeit und eine deutliche Reduzierung der Produktionskosten ist es Weiss gelungen, den Linearantrieb auf das Preisniveau von Spindel- und Zahnriemenantrieb zu drücken. Dafür erhält der Kunde eine wesentlich genauere Achse – bei den HG-Achsen rangiert die Genauigkeit im µm-Bereich. Da können weder Zahnriemen mit einer Genauigkeit von circa 0,1 Millimeter noch Spindelantrieb von etwa 0,02 bis 0,05 Millimeter mithalten. Auch in puncto Kompaktheit hat die HG-Achse die Nase vorn. Denn gerade bei kurzen Hüben ist häufig wenig Platz in der Anlage und der seitlich angeflanschte Motor für Spindel- oder Zahnriemenantrieb steht immer im Weg. Der Linearmotor bei den HG-Achsen befindet sich in der Achse selbst und nutzt den vorhandenen Raum voll aus.

 

Machen wir uns nun zu den letzten beiden Ständen in Halle 1 auf: Mit einer automatisierten Füll- und Prüfstation sorgt Norelem, Halle 1, Stand 1440, dafür, dass Gasdruckfedern exakt auf den jeweiligen Lastfall abgestimmt sind. Dort werden die kompakten hydropneumatischen Verstellelemente auf Kundenwunsch mit dem entsprechenden Gasdruck befüllt und geprüft bevor sie das Werk verlassen. Die einbaufertigen hydropneumatischen Verstellelemente sind in sich geschlossen, wartungsfrei und beanspruchen wenig Platz. Im Gegensatz zu konventionellen Schraubenfedern haben Gasdruckfedern den Vorteil, dass ihre Kraft unabhängig vom Federweg nahezu gleichmäßig zur Verfügung steht und ihr Dämpfungsmechanismus vielseitig nutzbar ist. Sie sind standardmäßig mit einem Kolbenstangendurchmesser von 4 mm bis 14 mm und mit Hüben von 20 bis 400 Millimeter erhältlich und beidseitig mit einem Anschlussgewinde zur Aufnahme verschiedenster Anschlussteile ausgestattet. Eine große Zahl ebenfalls bei Norelem erhältlicher Anschluss- und Beschlagteile erleichtern die Montage und machen die Gasdruckfeder universell einsetzbar.

Und last but not least: LK Mechanik zeigt in Halle 1, Stand 1675, eine neue, modulare Werkstückträger-Lösung aus Leichtmetall (195 x 195 Millimeter) für die vierlagige Aufnahme kleiner und mittelgroßer Bauteile, die mit nur noch 0,7 Kilogramm Eigengewicht fast 60 Prozent weniger wiegt als die vergleichbare Edelstahl-Variante. Hält man sich vor Augen, dass mitunter Hunderte dieser Trägersysteme die Montage- und Förderlinien des Kunden über mehrere Prozessstufen von der Bestückung über die Montage bis zur Teilereinigung durchlaufen, wird deutlich, welchen Stellenwert der Einsatz der Leichtmetallträger hinsichtlich der Energieeinsparung hat: Die gesamte Antriebstechnik der Montageanlage kann dank der neuen Werkzeugträger schlanker ausgelegt werden, und die thermische Reinigung der Werkstücke in den leichten Aluminium-Rahmen erfordert einen wesentlich geringeren Energieeinsatz.

Wir betreten nun Halle 3: Bereits zum vierten Mal in Folge präsentiert sich Soma aus Schalksmühle in Halle 3, Stand 3126, mit dem Geschäftsbereich Dosiertechnik auf der Motek. Neben den bewährten Produkten wird das Unternehmen in diesem Jahr insbesondere das neue Rotationsdosiersystem RDS vorstellen, das für die parametrierbare Befettung rotationssymmetrischer Produkte entwickelt worden ist. Basierend auf dem Einsatz des bewährten Soma Impulsdosierventils IDV, ermöglicht das RDS in Verbindung mit einer mittels Hohlwellenschrittmotor angetriebenen Dosierdüse die winkelgenaue, berührungslose Dosierung einstellbarer, konstanter Schmierstoffvolumina. Mit Hilfe einer speziell auf die Anforderungen an ein Rotationsdosiersystem entwickelten Parametriersoftware, RDS-Control, lassen sich die Dosierabläufe im Handumdrehen erstellen und in die Dosiersteuerung laden.

Danach gehen wir zu Ringfeder Power Transmission, Halle 3, Stand 3318: Das Unternehmen erweitert sein Angebot an Magnetkupplungen um vier Modelle für den Einsatz in kritischen und schwer zugänglichen Bereichen. Bei den Modellen GWM 5202.3 und GWM 5204.3 handelt es sich um permanentmagnetische Synchronkupplungen mit zwei gegenüberliegenden Scheiben, die mit starken Magneten versehen sind. Das Drehmoment wird dabei über einen Luftspalt hinweg berührungslos durch das Magnetfeld übertragen, wodurch der Betrieb durch Gehäusewände problemlos möglich ist. Die Anbindung an die Welle erfolgt entweder mittels Bohrung und Klemmschrauben (GWM 5202.3) oder per Klemmnabe (GWM 5204.3). Bei Überlast werden die magnetischen Feldkräfte überschritten. Die Kupplung schlupft durch und schützt die Anwendung vor Beschädigungen. Dabei arbeitet die Kupplung im Gegensatz zu den mechanischen Modellen verschleißfrei, auch im Falle hoher Drehzahlen und langer Schlupfdauer. Komplettiert wird das neue Programm durch die Hysteresescheibenkupplungen GWM 5202.4 und GWM 5204.4. Mit den beiden Modellen gibt der Hersteller den Anwendern eine ausgereifte Lösung an die Hand, um über große Drehzahlbereiche ein konstantes Drehmoment zu übertragen. Anstelle von Permanentmagneten kommt dabei hochwertiges Hysteresematerial zum Einsatz, welches sich mit geringem Energieaufwand umpolen lässt. Das System besteht aus einer Synchronscheibenkupplungshälfte und einer Hysteresescheibenkupplungshälfte. Das Besondere daran: Im Falle einer Überlast schlupft die Kupplung durch und überträgt dann weiterhin das Nennmoment. Die Kupplung arbeitet jetzt als Bremse; entstehende Bremsenergie wird als Verlustwärme an die Umgebung abgegeben.

Einige Stände weiter präsentiert Balluff, Halle 3, Stand 3328, zahlreiche Highlights aus seinem Sensorik-Programm. Der Sensorikspezialist und Connectivity-Anbieter stellt beispielsweise seinen neuen Vision-Sensor BVS-E Universal vor. Das Einsatzspektrum des Multitalents reicht von der Zusammenbau- und Anwesenheitskontrolle über das extrem schnelle Lesen und Verifizieren von Codes bis hin zu anspruchsvollen Anwendungen wie der Teilepositionierung. Sehenswert ist auch die Laserlichtschranke BOS QO8M. Dieser Winzling findet nicht nur in allerkleinsten Einbauräumen seinen Platz, sondern erfasst auch kleinste Teile von bis zu 0,3 mm absolut zuverlässig. Die neue IO-Link Smart Light von Balluff ist die erste Signalleuchte, die sich ohne aufwendige Konfiguration per Hardware an nahezu alle möglichen Erfordernisse flexibel anpassen lässt. Das sonst übliche Kombinieren verschiedenfarbiger Module zu einer Leuchte entfällt, denn sie kann ad hoc über die Steuerung im Fluge an ihre neue Aufgabe angepasst werden. Völlig neue Möglichkeiten erschließen sich dem IO-Link Anwender mit der neuen bidirektionalen Generation der induktiven Koppler, die Balluff auf der Motek vorstellt. Es handelt sich um das erste System weltweit mit der vollen IO-Link-Funktionalität ohne jegliche Einschränkungen. Der bidirektionale Induktivkoppler im robusten 40×40 Gehäuse ist überall dort ideal eingesetzt, wo eine feste Verdrahtung von Sensoren und Aktoren stört oder durch Ermüdung einem verfrühten Verschleiß unterliegt, etwa an Rundtischen und Wechselwerkzeugen.

Halbzeit in Halle 3

Mit zeitgemäßen Verbindungslösungen für Rohre und Profile rückt Rose+Krieger, Halle 3, Stand 3330/3330-1, in Stuttgart an. Mit im Gepäck: Light-, Solid- und Robust Clamps Rohrverbindungselemente für nahezu jeden Einsatzbereich. Die „Light Clamps“, variable und preiswerte Klemmverbinder aus Kunststoff, eignen sich für alle Bereiche mit geringen mechanischen Belastungen. Da sie korrosionsbeständig und resistent gegen aggressive Stoffe sind, empfehlen sie sich unter anderem für die Lebensmittelindustrie oder Laboratorien. Für den mittleren bis schweren Lastbereich führen die Mindener Rohrverbinder aus Aluminiumguss bzw. stranggepresstem Aluminium im Programm. Diese „Solid Clamps“ überzeugen durch gute mechanische Eigenschaften, eine große Variantenvielfalt und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind in unterschiedlichen Bauformen und mit mehr als 170 Grundtypen in über 400 verschiedenen Variationen lieferbar. Für schwere Lasten und den stoßfesten Bereich entwickelte RK Rose+Krieger die „Robust Clamps“ aus Edelstahl. Die hochfesten Verbindungselemente sind hoch temperatur- und korrosionsbeständig. Sie verfügen über große Klemmkräfte und bleiben auch bei dynamischen Belastungen hochfest. Damit eignen sie sich insbesondere für den Einsatz in Vorrichtungen bzw. Anlagen mit hohen dynamischen Lastwechseln. Da RK Rose+Krieger bei der Konstruktion darauf achtete, dass die Edelstahlelemente leicht zu reinigen sind, empfehlen sie sich auch für lebensmittelnahe Anwendungen. Das optimierte Wandstärkenverhältnis sorgt für ein minimales Stückgewicht.

Aber erst mal weiter zu Pepperl+Fuchs, Halle 3, 3361: Der Hersteller bringt nach Stuttgart den nach eigenen Angaben weltweit einzigartigen Scanner zur Erkennung kleiner Objekte dicht über der Oberfläche mit. Er hängt kopfüber, Millimeter über dem Boden und trotzdem erkennt er problemlos kleinste Abweichungen. Mit seinem 360-Grad-Rundum-Blick entgeht dem R2000 nichts. Damit eignet er sich für Anwendungen, bei denen der Bauraum stark eingeschränkt, aber die Messaufgabe anspruchsvoll ist. Das Messmodul des R2000 ist nicht stationär angeordnet, sondern rotiert um die eigene Achse. Der sich drehende Messekopf sorgt neben einer lückenlosen Rundumsicht von 360° auch für eine kompakte Bauform des gesamten Scanners. Als Messverfahren wird die Puls Ranging Technology (PRT) verwendet. Eine echte Pulslaufzeitmessung, die für geringe Reaktionszeit und hohe Fremdlichtunempfindlichkeit steht. Die hohe Scanrate von 3000 Umdrehungen pro Minute sowie die 250.000 Einzelmessungen pro Sekunde ermöglichen Messungen mit hoher Präzision. Die Messoptik des R2000 basiert im Gegensatz zu vielen anderen Scannern nicht auf einer Linsen-, sondern auf einer Spiegeloptik. Die sonst zur Strahlumlenkung übliche Spiegelmechanik wird folglich nicht benötigt und die daraus möglicherweise resultierenden Ungenauigkeiten komplett vermieden. Das Ergebnis ist eine über den gesamten Messwinkel identische Lichtfleckabbildung.

Nach Halle 3 kommt Halle 5: Franke zeigt in Halle 5, Stand 5313, zwei Neuprodukte der Öffentlichkeit. Zum einen das neue Drahtwälzlager LEG 8, das sich auf dem großen Markt der Dünnringlager als interessante Alternative etabliert hat. Beim LEG 8 werden jeweils zwei Laufdrähte zu einem einzigen zusammengefasst. Statt vier Laufringen wie beim herkömmlichen Drahtwälzlager kommt das LEG 8 mit zweien aus. Durch das besondere Profil der Laufbahnen bleibt das Vierpunktprinzip erhalten. Das Lager soll in Verpackungsmaschinen, Wickelmaschinen der Textilindustrie, beim Roboter-Handling und in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Im Bereich der Linearsysteme wird das Linearmotormodul FTH Drive zu sehen sein. Dieses erreicht eine Verfahrgeschwindigkeit von maximal 6 m/s und beschleunigt mit bis zu 100 m/s². Durch ihre kompakte und integrative Bauform sind Franke Linearsysteme prädestiniert für einen Einsatz in hygienisch sensiblen Bereichen – etwa in der Lebensmitteltechnik oder im Reinraum.

Ein paar Stände weiter in Halle 5, genauer gesagt am Stand 5321, stellt Mayr Antriebstechnik aus: Der Hersteller hat mit der EAS-HSC (High-Speed-Compact) eine neue Sicherheitskupplung für Drehzahlen von 6000 bis 12.000 min-1 entwickelt. Bei der Entwicklung hat das Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der Massenunwucht gelegt. Neben der kompakten Konstruktion reduziert eine hohe Leistungsdichte die rotierenden Massen. Das wirkt sich positiv auf Laufruhe und Maschinendynamik aus. Überschreitet das Drehmoment im Antriebsstrang den an der EAS-HSC eingestellten Grenzwert, rastet die Sicherheitskupplung über einen Freischaltmechanismus aus, der sie sicher in ausgerasteter Position hält. Das Drehmoment fällt sofort ab, ein eingebauter Endschalter nimmt die Ausrastbewegung auf und schaltet den Antrieb ab. Die Kupplung trennt An- und Abtrieb vollständig und bleibt in diesem Zustand, bis sie von Hand oder über Vorrichtungen wieder eingerastet wird.

Weitere Infos + vor Ort

Online-Spezial zur Motek
Unter www.konstruktion.de/stichwort/motek-2013/ finden Interessierte in diesem Jahr ein großes Motek-Online-Spezial von ke NEXT, das mit vielen Beiträgen, die laufend ergänzt werden, rund um die Motek aufwartet.

Auch dieses Jahr wird das Team von ke NEXT wieder vor Ort auf der Motek unterwegs sein, um die interessantesten Neuheiten in Augenschein zu nehmen. Wenn auch Sie etwas Außergewöhnliches zu berichten haben oder Kritik und Anregungen loswerden möchten: Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns auf Sie und die Messe.

Unser virtueller Spaziergang führt uns nun zu Cejn, Halle 5, Stand 5444: Der Hersteller präsentiert seine Kupplungsserie „eSafe“, die mit der Auszeichnung „Innovation pro Energiewende“ des Deutschen CleanTech Instituts versehen wurde. Sie verfügt laut Hersteller über die folgenden fünf Vorteile: höchster Durchfluss auf dem Markt, kompakte Konstruktion, extreme Haltbarkeit, Sicherheit durch Druckentlastung und einfache Handhabung. Dank des hohen Durchfluss benötigt die energiesparende und effiziente Kupplung weniger Eingangsdruck bei gleichem Ausgangsdruck. Hieraus ergeben sich eine höhere Effizienz und kürzere Produktionszeiten. Durch hohe Standzeiten in Verbindung mit dem hohen Durchfluss sowie dem geringen Druckabfall ergibt sich eine maximale Betriebsproduktivität und ein über viele Jahre hinweg zuverlässiges Produkt. Die Kupplung kann mit einer Hand bedient werden und ist eine kompakte Kupplung mit hohem Durchfluss, die vor der Abtrennung vom Druck befreit wird. So wird die Gefahr eines Schlauchrückschlags verbunden mit einer Verletzung des Bedieners ausgeschlossen. Die eSafe entspricht dem internationalen Standard ISO 4414 und dem europäischen Standard EN 983. Zudem entsprechen diese Kupplungen dem OSHA 1910.95 Standard. Durch das Entkuppeln in zwei Stufen wird der Geräuschpegel erheblich gesenkt. Somit sollte die Funktion der Schnellverschlusskupplungen sicher und vom Bediener vorhersehbar sein.

Danach gehen wir zu Hiwin, Halle 5, Stand 5501: Mit der neuen Serie CRB stellt Hiwin Kreuzrollenlager vor, die als Maschinenelemente in Robotern, Rundtischen, Werkzeugmaschinen und weiteren Automationssystemen eingesetzt werden können. Die im April 2013 mit dem Taiwan Excellence Gold Award des Taiwan External Trade Development Council (TAITRA) ausgezeichneten Kreuzrollenlager werden bereits erfolgreich in Hiwin-Rundtischen verwendet. Ihr Aufbau gewährleistet höchste Belastbarkeit und einen ruhigen Lauf: Die Rollen sind kreuzweise in einem Winkel von 90 Grad in den geschliffenen Kugellaufbahnen angeordnet, sodass die Lager Belastungen in axialer und radialer Richtung sowie Momentenbelastungen aufnehmen können. Die Vorteile von Kreuzrollenlagern im Vergleich zu Schrägkugellagern sind ihre kompakte, platzsparende Bauweise und ihre hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit. Das besondere Know-how der Hiwin-Kreuzrollenlager steckt in den Distanzstücken, die sich zwischen den Rollen befinden: Diese sind dünner als bei anderen marktüblichen Modellen. Hierdurch können mehr Rollen im Lager untergebracht werden, was die Tagfähigkeit deutlich erhöht. Die spezielle Form der Distanzstücke sorgt dafür, dass nur minimale Berührungspunkte mit den Rollen entstehen – so werden Reibungsverluste minimiert.

Noch zwei Neuheiten in Halle 5

Camozzi, Halle 5, Stand 5505, präsentiert unter anderem Proportionaldruckregler der Serie „MX2-…-RCE“. Sie verfügen über hohe Durchflusswerte, eine robuste Bauweise und sind kompakt und hochdynamisch. Dank der Modularität der Serie MX2 kann dieser neue Proportionaldruckregler mit anderenKomponenten der Baureihe MX2 kombiniert werden. Es wird möglich sein, in einer Batterieversion eine ganze Gruppe von Proportionaldruckreglern mit einem gleichen Eingangsdruck zu versorgen und die unterschiedlichsten Ausgangsdrücke zu realisieren. Dank der integrierten Technologie des K8P-Ventils kann der Druck des MX2-Reglers eingestellt werden, in Funktion des geforderten Verbrauchs konstant gehalten sowie sehr schnell in Funktion des Eingangssignals von 0 bis 10 V oder 4 bis 20 mA variiert werden. Auch mit dabei: Positionierzylinder der Serie 6PF. Die Zylinder der Serie 6PF entsprechen der ISO 15552 und können mit allen Anbauteilen dieser Norm verwendet werden. Diese Serie ist von 50 bis 125 Millimetern und Hüben von 50 bis 500 Millimetern im 50 Millimeter-Raster verfügbar. Der Kolben dieser Serie ist mit Dichtungen für reibungsarmen Lauf ausgestattet. Zusätzlich zu der kontinuierlichen Positionsabfrage können Zylinderschalter in den dafür vorgesehenen Nuten eingesetzt werden. Der elektrische Anschluss wird durch einen Stecker M12 gewährleistet. Dieser befindet sich auf dem Zylinderdeckel und verfügt über Schutzart IP67.

Weiter geht’s zum letzten Stand in Halle 5: Dr. Tretter zeigt in Halle 5, Stand 5538, sein umfassendes Produktspektrum an Maschinenelementen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die montagefertigen Profilschienenführungen aus Aluminium. Die einst als e-Line bekannten Schienenführungen von BoschRexroth stellt das schweizer Unternehmen Alulineartechnik in Lizenz her, die Alleinvertretung in Deutschland hat Dr. Tretter übernommen. Eingesetzt werden sie, wenn es dem Anwender auf Kosten- und Gewichtseinsparung ankommt – beispielsweise im Leichtmaschinenbau oder bei einfachen Handhabungs- und Positionsbewegungen. Diese Aluminiumführungen sind durch ihre Stahleinlagen hoch belastbar und zugleich rund 60 Prozent leichter als entsprechende Ausführungen aus Stahl. Auf dem Messestand werden weiterhin die stabilen NSK-Schienenführungen zu sehen sein. Dazu gehört zum Beispiel die Ausführung Translide. Dank ihrer Bauweise lassen sich Parallelitäts- und Höhenabweichungen der Montageflächen kompensieren.

Wir gehen nun in die vorletzte Halle: Die Datalogic-Gruppe präsentiert in Halle 7, Stand 7219, mit dem neuartigen Code-Lesegerät Matrix 300 ihr Messe-Highlight. Die Produktneuheit aus der Matrix-Markenfamilie wurde für den Einsatz in Produktion, Elektronik- und Automobilindustrie, Lebensmittelindustrie und Pharmaindustrie sowie für die Automation in klinischen Laboren entwickelt. Neben der Kombination eines hochauflösenden Bildsensors mit schneller Bildaufnahme und Bildverarbeitung in einem Geräte (1,3 Megapixel, 60 Bilder pro Sekunde), bietet das Produkt durch die elektronische Fokuskontrolle beste Lesequalität für unterschiedliche Distanzen und ermöglicht eine Work-in-Progress-Traceability. Dabei sorgt die integrierte großflächige Beleuchtung für eine sichere Identifikation selbst von schlecht lesbaren Codes. Einen zusätzlichen Mehrwert bietet das Gehäuse in der Industrieausführung IP 67, durch welches sich Matrix 300 besonders für den Einsatz im rauen industriellen Umfeld eignet.

Nach d kommt i: Icotek, Halle 7, Stand 7305, bietet seit Jahren die bewährten Kabeleinführungssysteme der Serie KEL an, die Anforderungen bis IP 54 problemlos erfüllen und in den unterschiedlichsten Branchen erfolgreich eingesetzt werden. Um den höheren Anforderungen gerecht zu werden hat Icotek das KEL-System zum neuen KEL-ER Kabeleinführungssystem weiterentwickelt. Das teilbare Kabeleinführungssystem zum Einführen konfektionierter Leitungen erfüllt die Schutzart IP 65, bietet eine Vielfalt an Baugrößen und überzeugt durch seine Montage- und Wartungsfreundlichkeit. KEL-ER besteht aus einem Rahmen, Tüllen und einer Verschlussleiste. Es ist laut Hersteller das einzige System mit IP 65 auf dem Markt, bei dem zwei Kabeltüllen unmittelbar übereinander montiert und durch die Selbsthaltefunktion unverlierbar im Rahmen gehalten werden, gleichzeitig wird das System sicher mit einer Verschlussleiste verschraubt. Durch das Anschrauben der Verschlussleiste wird der benötigte Anpressdruck für die Schutzart IP 65 erzeugt. Die Kabeleinführungsleiste ist rundum mit einer eingespritzten Dichtlippe versehen. Mit der KEL-ER können alle Arten von Kabel, Schläuche, Pneumatik- und Hydraulikleitungen oder auch Glasfaserleitungen von 3 bis 14 Millimeter Durchmesser eingeführt, abgedichtet und zugleich nach DIN EN 50262 zugentlastet werden. Dies geschieht ohne weitere Hilfsmittel wie beispielsweise Kabelbinder. Durch die konsequente Teilbarkeit des Systems können vorkonfektionierte Leitungen eingeführt werden, ohne dass Stecker ab- und wieder angelötet werden müssen. Hierdurch bleibt die Herstellergarantie auf die vorkonfektionierten Leitungen erhalten.

Auf i folgt l wie Leuze

Durch zunehmenden Preisdruck suchen Anwender verstärkt nach Sensoren, die für einfachere Erkennungsaufgaben optimiert wurden, aber auch in anspruchsvolleren Anwendungsgebieten zuverlässig arbeiten. Zugleich müssen die Hersteller international verschiedene Anforderungen in Bezug auf die technischen Daten und die Anschluss- und Montagemöglichkeiten berücksichtigen. Unter diesen Prämissen bringt Leuze Electronic, Halle 7, Stand 7526, mit gleich drei neue Standard-Baureihen auf den Markt, jeweils bestehend aus Einweg- und Reflexions-Lichtschranken sowie Lichttastern: Die Baureihe 5 in kubischer Bauform, die Baureihe 318B in zylindrischer Bauform und die Baureihe 28, bei der sich die kubische Bauform mit zylindrischen Befestigungsmöglichkeiten optimal kombiniert. Die Sensoren in Schutzart IP 67 haben verwindungssteife Kunststoffgehäuse, die selbst bei hohen Anzugsmomenten funktionsstabil bleiben. Jede Variante ist mit M8-, M12-Steckverbinder oder mit Anschlussleitung verfügbar und auch dank des großen Betriebstemperaturbereichs von -40 °C bis +60 °C universell einsetzbar. Besonders clever wurde die Anpassung der Erfassungsreichweite der Lichttaster per Teachknopf gelöst: Je nach Anwendung können zwei Entfernungslevel entweder auf das Objekt oder den Hintergrund eingelernt werden.

Und weiter geht es in die letzte Halle 9: Erste Station ist der Stand 9112 von Murrelektronik. Mit Emparro präsentiert der Hersteller ein hochinnovatives Schaltnetzteil mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Vergleicht man dies mit herkömmlichen Schaltnetzteilen mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent und einer damit verbundenen Verlustleistung von 10 Prozent, dann wird deutlich: Mit Emparro lässt sich die Verlustleistung um 50 Prozent reduzieren. Die geringe Verlustleistung sorgt auch dafür, dass sich das Schaltnetzteil deutlich weniger erwärmt. Die einzelnen Bauteile werden somit um einiges geringer thermisch beansprucht. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer. Das gleiche gilt auch für die Komponenten, die sich im näheren Umfeld von Emparro befinden. Emparro ist das Starthilfe-Gerät: Für einen Zeitraum von bis zu vier Sekunden liefert es bis zu 150 Prozent Leistung. Mit dieser Power-Boost-Funktion können größere Lasten und Kapazitäten gestartet werden ohne dass dafür ein zweites Gerät benötigt wird. Der Neuling optimiert das Überlastverhalten: Treten Kurzschlüsse oder Überbelastungen auf, wird die Ausgangsspannung von Emparro über einen konstanten Strom geregelt. Er wird auf 100 Prozent des Nennstroms (oder im Power-Boost-Modus auf 150 Prozent) begrenzt.

Wohin nach der Messe

Bars, Biergarten oder Besenwirtschaft

  • Wer nach Messeschluss gerne noch in Stuttgart etwas unternehmen möchte, findet auf www.afterwork-stuttgart.de eine interessante Zusammenstellung mit Tipps, unter anderem zu Gastronomie, Übernachtung, Shopping, Wellness. Praktisch für Fußfaule: Neben den Öffnungszeiten ist auch die Entfernung von der Messe mit angegeben.
  • Für alle, die lieber eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen möchten: Es gibt auch einen Afterwork-Info-Schalter auf dem Messegelände. Er befindet sich im Besucherrundgang vor Halle 1+2 und hat während der Messe von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Tipp aus der Redaktion: Besuch einer Besenwirtschaft. Obwohl man den Schwaben ja gerne einen besonders ausgeprägten Ordnungssinn nachsagt, handelt es sich bei einer Besenwirtschaft nicht um einen Haushaltwarenladen, sondern um einen saisonal geöffneten Gastbetrieb von Winzern und Weinbauern. Hier kann man Weine verkosten und bekommt bodenständige Mahlzeiten aus der Region serviert. Wer exklusiven Wein und hausgemachte Maultaschen probieren möchte, ist in der „Besenwirtschaft Gohl – Bei d´r Elsbeth“, Epplestr. 54 in Stuttgart-Degerloch, richtig. Sie lässt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln per U 5 , U 6 oder U 8 (Haltestelle Degerloch) erreichen.

Im Anschluss geht es zu Ganter, Halle 9, Stand 9122: Das Unternehmen hat seine Angebotsvielfalt mit den Steckbolzen GN 214.2 und GN 214.3 nochmals erweitert. Statt des Griffknopfes für das Handling verfügen sie über einen Zugring – diese Auslegung ist immer dann vorteilhaft, wenn die Platzverhältnisse knapp sind, denn der Ring lässt sich seitlich wegklappen. Der Zugring ermöglicht zudem die einfache Fixierung des Halteseils GN 111.2, das den Bolzen vor Verlust schützt. Der neue Steckbolzen ist sowohl in der Stahl-Ausführung (GN 214.2) zu haben wie auch in Edelstahl (GN 214.3), wenn dies spezielle Anwendungen in korrosiven Umgebungen oder Bereichen mit erhöhten Hygiene-Anforderungen erfordern.

Die Tour geht dann zu R+W Antriebselemente, Halle 9, Stand 9138: Ganter bringt nach Stuttgart mechanisch schaltende Sicherheitskupplungen mit, die Anlagen und Maschinen zuverlässig im Falle einer Kollision oder Fehlbedienung schützen. Sie trennen die An- und Abtriebsseite im Millisekundenbereich. Die kompakten Überlastkupplungen arbeiten nach einem Prinzip, welches die absolute Spielfreiheit gewährleistet. Dank der extrem niedrigen Massenträgheitsmomente der R+W Sicherheitskupplungen kann das Leistungspotential der Antriebe höher ausgeschöpft werden. Die federvorgespannten, Formschlußkupplungen von R + W werden für direkte Antriebe (mit Balg- oder Elastomeranbau), und für indirekte Zahnriemen- und Kettenradantriebe angeboten. Sie stehen für Nenndrehmomente von 0,1 bis 2.800 Nm zur Verfügung.

Auch bei Faulhaber, Halle 9, Stand 9210, gibt es interessante Neuheiten: Mit der neuen Schnittstelle CANopen macht der Hersteller eine komplette Motion Control Produktpalette nun auch für den in der Automatisierungstechnik bevorzugten Feldbus für Mehrachsanwendungen kompatibel. Neben den externen Controllern der Serien MC 3002, 3003 und 3006 stehen auch die integrierten Versionen „22 … BX4 CxD“, „32xx … BX4 Cx“ und „3564 … B Cx“ mit der neuen Schnittstelle zur Verfügung. Mit nur 22 mm Durchmesser präsentiert der Hersteller hierbei ein Komplettsystem aus bürstenlosem DC-Servomotor und dem weltweit kleinsten integrierten CANopen Motion Controller. In Ergänzung zu den bisherigen Schnittstellen RS232 und CAN Faulhaber, die vornehmlich für Einachsanwendungen sowie separat operierende kleine Netzwerke ausgelegt sind, bieten die neuen Motion Controller Versionen nun auch volle CANopen-Funktionalität gemäß CiA 402. Der Betrieb an übergeordneten Steuerungen wie SPS und die einfache Vernetzung durch dynamisches PDO Mapping wird insbesondere für vernetzte Anwendungen in der Fabrikautomation und dem Industriemaschinenbau bevorzugt. Das standardisierte Protokoll mit entsprechenden Geräteprofilen ermöglicht hier auf komfortable und bewährte Weise die synchrone Ansteuerung mehrerer Achsen. Die Konfiguration der Antriebe auf Feldbusebene, sprich der Motion Controller und der daran angeschlossenen Motoren, kann dabei wie bisher einfach und bequem über die Software Motion Manager 5 erfolgen.

Das Herzogenauracher Unternehmen Vipa, Halle 9, Stand 9310, bringt die beiden neuen CPUs für das das I/O-System SLIO mit, das damit zu einem vollwertigen Steuerungssystem wird. Die CPUs werden das System des Automatisierungsanbieters ab dem nächsten Jahr erweitern. Die speicherprogrammierbaren Steuerungen basieren auf der neuesten Speed7-Technologie der Tochterfirma profichip. Dieser noch performantere Chip erhöht damit die schon schnellen Zugriffszeiten des Vorgängers, nochmal um ein Beträchtliches. Natürlich sind auch die neuen SLIO CPUs über den Step7 Code programmierbar. Die einfache und komfortable Konfiguration der CPUs kann über das neue Vipa Speed7 Studio erfolgen.

Auf geht’s zum letzten Stand unseres Spaziergangs: Hochwertige inkrementale oder absolute Drehgeber benötigen ebenso hochklassige Kupplungen, um Winkeländerungen bei Achsen und Wellen präzise erfassen zu können. KBK Antriebstechnik, zeigt deshalb in Halle 9, Stand 9331, als ideale Verbindungen zwischen Drehgeber und Welle seine Miniaturmetallbalgkupplungen der Serien KB1, KB2 und KB3. Mit ihrem zweilagigen, dünnwandigen Edelstahlbalg eignen sich Metallbalgkupplungen besonders gut für den Einsatz als Drehgeberkupplungen. Sie verfügen konstruktionsbedingt über eine sehr hohe Torsionssteifigkeit und arbeiten daher extrem präzise. Dank des sehr geringen Masseträgheitsmoments sichern Balgkupplungen eine absolut fehlerfreie Drehmomentübertragung zwischen Drehgeber und Welle und garantieren eine hohe Positionier- und Rundlaufgenauigkeit. Darüber hinaus gleichen sie Wellenversätze mit niedrigen Rückstellkräften besonders sanft aus.

So, geschafft! Wem jetzt die Füße virtuell qualmen, der darf sich aus o. s. Kasten auf („Bars, Biergarten, Besenwirtschaft“) gerne ein kleines Erholungsprogramm für den wirklichen Messebesuch zusammenstellen. Und sich vor allem auf die Motek freuen.

Autor: Angela Unger, Redaktion