Keine Show-Effekte, sondern die pure Praxis stehen auch bei der diesjährigen Motek im Vordergrund.

Keine Show-Effekte, sondern die pure Praxis stehen auch bei der diesjährigen Motek im Vordergrund. Die Besucher erwartet jedenfalls eine spannende Mischung aus Produkten und Programm.

Keine Show-Effekte, sondern die pure Praxis stehen auch bei der diesjährigen Motek im Vordergrund. Die Besucher erwartet jedenfalls eine spannende Mischung aus Produkten und Programm.

Preisfrage: Was folgt einem heißen Sommer? Ein heißer Herbst – und der findet dieses Jahr in Stuttgart statt. Damit dürfte auch klar sein, wohin es die Branche vom 7. bis zum 10. Oktober wieder verschlägt: aufs Messegelände zur 32. Motek. Der Veranstalter P.E. Schall rechnet wieder mit über 1000 Ausstellern aus 20 Ländern, wobei sich diese zu etwa 900 auf die Motek und zu etwa 100 auf die Bondexpo, die internationale Fachmesse für Klebtechnologien, verteilen.

Das Wichtigste in Kürze

Themenparks, Fachvorträge, Sonderschau und Stellenangebote

  • Öffnungszeiten: Die Motek hat vom 7. bis zum 10. Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Themenparks: In diesem Jahr wartet die Motek mit zwei Themenparks auf. Im Themenpark Mechatronik des Netzwerks Mechatronik BW, Halle 9, Stand 9425, zeigen 41 qualifizierte Aussteller auf 430 Quadratmetern praktische Anschauungsbeispiele und Innovationen rund um die Mechatronik. Interessierte finden weitere Infos unter www.mechatronik-ev.de. Im Themenpark Bildung und Forschung, Halle 9, Stand 9525, präsentieren die Hochschule Esslingen, Standort Göppingen, wie auch die Hochschule Reutlingen, Fakultät Technik sowie das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) und deren weitere Bildungs- und Forschungseinrichtungen neuartige Verfahren. Auch „Jugend forscht“ ist vertreten.
  • Technologiepark: Dieses Jahr wird es den Technologiepark Microsys geben. Er soll die Fachbesucher und so manchen Aussteller auf einem Informationslevel halten, der das Zusammenwachsen der Disziplinen Produktion, Montage, Fügen und Verbinden sowie Handhaben von miniaturisierten Bauteilen und Baugruppen zum Inhalt hat.
  • Fachvorträge: Die Messe bietet wieder ein rundes Programm an Fachvorträgen, die um 10 Uhr starten und bis kurz vor Messeschluss gehen. Der Montag beginnt beispielsweise mit dem Vortrag „Intelligente Laser für die Positionierung und 3D-Bilderfassung“. Unter www.motek-messe.de finden Interessierte einen virtuellen Messeplaner und das gesamte Forum-Programm zum Downloaden.
  • Sonderschau: Im Foyer der Halle 1 gibt es den Innovations and Intelligence Park (ehemals Arena of Innovation). Kreative Teams aus Ingenieuren, Fachleuten aus der Industrie, Studenten, Fachkundigen im Ruhestand und kompetenten Freizeittüftlern entwickeln Lösungsansätze vor Ort zu marktfähigen Ergebnissen.
  • Ausstellerliste 2013: Unter www.motek-messe.de können sich Besucher vorab die für sie interessanten Aussteller herausfiltern.
  • Stellenangebote der Aussteller: Schon mal Schnuppern wo man später vielleicht landet – wer sich beruflich verändern möchte, findet unter www.motek-messe.de eine Reihe von Stellenangeboten, angefangen vom Automatisierungs-Software-Techniker, über den Entwicklungsingenieur Antriebstechnik bis zum Vertriebsmitarbeiter Innendienst. Die auf der Messe befindlichen Ansprechpartner des Unternehmens stehen auch gleich dabei.
  • Anreise: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, findet auf den Seiten des Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbunds www.vvs.de einen automatischen Verbindungsplaner. Das Messegelände lässt sich per S3 Richtung Flughafen/Messe und S2 Richtung Filderstadt in einer knappen halben Stunde erreichen. aru

Klar ist, dass sich die Interessenlage der Anwender von teil- bis vollautomatisierten Produktions-, Montage-, Prüftechnik-, Verpackungs- und Intralogistik-Systemen durch die Sachzwänge der globalisierten Produktion verändert hat. Im Fokus stehen effiziente Handhabungs-, Robotik-, Zuführtechnik- und Materialfluss-Lösungen aller Größenordnungen, die sich an so gut wie jede Funktionsprozesseinheit adaptieren lassen. Doch während die einen, wie beispielsweise Vorrichtungs- und Sondermaschinenbauer, Komponenten, Antriebstechnik und Baugruppen suchen, tendieren andere, wie beispielsweise Anlagenbauer und Roboter-Systemintegratoren, zur Beschaffung von Baugruppen und Teilsystemen. Darüber hinaus setzen viele Anwender auf kompatible Subsysteme und weitergehend auf schlüsselfertige Komplettlösungen und konzentrieren sich selbst auf ihre Kernkompetenzen. Übrigens: Es haben sich auch etliche Montageanlagenbauer und Roboter-Systemintegratoren angemeldet, um ihre Kompetenz dem Fachpublikum vorstellen zu können. Damit schließt sich der Kreis an Automatisierungslösungen weiter. Zumal die Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen mehr denn je verwischen und sich das Thema Automation durch Industrial Handling, Robotik, Materialfluss und integrierter Prüftechnik wie ein roter Faden durch alle produzierenden Unternehmen und deren Zulieferer zieht.

Rundum-Programm für jeden Geschmack

Aber auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: Wer Kreativität unter Hochdruck beobachten möchte, der sollte den Innovations and Intelligence Park (ehemals Arena of Innovation) besuchen. Hier entwickeln Teams aus Ingenieuren, Fachleuten aus der Industrie, Studenten, Fachkundigen im Ruhestand und kompetenten Freizeittüftlern neue Lösungsansätze vor Ort zu marktfähigen Ergebnissen. Ansonsten gibt es dieses Jahr zwei Themenparks und einen Technologiepark. Im Themenpark Mechatronik zeigen 41 qualifizierte Aussteller auf 430 Quadratmetern praktische Anschauungsbeispiele und Innovationen rund um die Mechatronik. Im Themenpark Bildung und Forschung präsentieren die Hochschulen Esslingen und Reutlingen sowie das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) neuartige Verfahren. Spannend präsentiert sich auch das Fachvortragsprogramm, für das man etwas Extra-Zeit einplanen sollte, beispielsweise am Messe-Mittwoch für den Vortrag „Elektrozylinder mit Kugelgewindetrieb als Alternative zu hydraulischen Antrieben“, den von 12 bis 12.40 Uhr Frank Durban von Parker Hannifin hält. Gleich im Anschluss geht es um „Kostensenkung im Maschinenbau – von der objektiven Produktauswahl bis zum Retrofit“. Hierzu referiert Volkswirt Werner Böhringer von Mattke. Apropos Kosten: Auf diese kommen die Messe-Besucher ziemlich sicher.

Autor: Angela Unger, Redaktion

Wohin nach der Messe

Bars, Biergarten oder Besenwirtschaft

  • Wer nach Messeschluss gerne noch in Stuttgart etwas unternehmen möchte, findet auf www.afterwork-stuttgart.de eine interessante Zusammenstellung mit Tipps, unter anderem zu Gastronomie, Übernachtung, Shopping, Wellness. Praktisch für Fußfaule: Neben den Öffnungszeiten ist auch die Entfernung von der Messe mit angegeben.
  • Für alle, die lieber eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen möchten: Es gibt auch einen Afterwork-Info-Schalter auf dem Messegelände. Er befindet sich im Besucherrundgang vor Halle 1+2 und hat während der Messe von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Tipp aus der Redaktion: Besuch einer Besenwirtschaft. Obwohl man den Schwaben ja gerne einen besonders ausgeprägten Ordnungssinn nachsagt, handelt es sich bei einer Besenwirtschaft nicht um einen Haushaltwarenladen, sondern um einen saisonal geöffneten Gastbetrieb von Winzern und Weinbauern. Hier kann man Weine verkosten und bekommt bodenständige Mahlzeiten aus der Region serviert. Wer exklusiven Wein und hausgemachte Maultaschen probieren möchte, ist in der „Besenwirtschaft Gohl – Bei d´r Elsbeth“,  Epplestr. 54 in Stuttgart-Degerloch, richtig. Sie lässt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln per U 5 , U 6 oder U 8 (Haltestelle Degerloch) erreichen.