Walkthrough durch die 3D-Druck-Ausstellung im Siemens-Werk in Erlangen im Rahmen der Koop-PK. Quelle: ke NEXT

HP und Siemens haben den Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft angekündigt. Ziel ist es, Kunden bei der Transformation ihres Geschäfts mit industrieller additiver Fertigung (Additive Manufacturing/AM) zu unterstützen. Siemens, Innovationsführer in der Automatisierung und Digitalisierung, und HP, führender Anbieter im industriellen 3D-Druck, erweitern damit ihr Angebot rund um die additive Fertigung und integrieren neue Systeme und Softwareinnovationen.

Dazu gehören Product Lifecycle Management (PLM), Fabrikoptimierung für AM, industrieller 3D-Druck und Datenmanagement sowie die Produktion und die Leistungsanalytik. Die Integration der neuen Jet Fusion 5200 3D-Drucklösung von HP in die Digital-Enterprise-Lösungen von Siemens ermöglicht es, 3D-Druckteile schneller, kostengünstiger, nachhaltiger und in höheren Stückzahlen als zuvor auf den Markt zu bringen. Der Ausbau der Kooperation wurde anlässlich der Erweiterung des Siemens Additive Manufacturing Experience Center (AMEC) in Erlangen um ein neues Polymer Competency Center bekannt gegeben, bei der HP zudem erstmals den neuen leistungsfähigen HP Jet Fusion 5200 3D-Drucker für den industriellen Einsatz vorstellt.

Siemens HP 3D-Druck. Bild: Siemens
Auf dem Bild (von rechts): Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Digital Industries, und Christoph Schell, President of 3D Printing and Digital Manufacturing und Mitglied des Executive Leadership Teams bei HP Inc. Bild: Siemens

Hardware, Software und Datenintelligenz

Die erweiterte Additive-Manufacturing-Lösung von Siemens und HP integriert Hardware, Software, Datenintelligenz und Services, um den gesamten Fertigungsprozesses effizenter zu gestalten – von Design und Simulation über Produktionsplanung, Ausführung, Qualität und Kontrolle. Diese integrierte, geschlossene Umgebung wird von führenden Unternehmen der Branche unterstützt und optimiert jede Phase des Entwurfs und des 3D-Drucks in der Serienproduktion von Bauteilen – mit größerem Maßstab, höherer Qualität und weniger Ausschuss. „Als Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen ist es unser Ziel, mit starken Partnern zusammenzuarbeiten, die über die notwendige Material- und Fertigungskompetenz verfügen, und sie bei der Herstellung von 3D-Drucksystemen zu unterstützen“, erklärt Klaus Helmrich.

Das neue Siemens Polymer Competency Center

Die Lösung kombiniert die 3D-Druck- und 3D-Datenplattform von HP – einschließlich des neuen HP Jet Fusion 5200-Systems – mit der Digital Industries Software von Siemens, darunter Siemens NX CAD/CAE, NX AM für das HP Multi Jet Fusion Softwaremodul mit einer direkten Druckerschnittstelle (verfügbar im Laufe des Jahres; Zertifizierungsprozess für die HP JetFusion 5200-Serie läuft) sowie Teamcenter für PLM, Tecnomatix Plant Simulation, Simatic IT für die Fertigungsausführung und MindSphere für Performance Analytics und Industrial IoT. HP und Siemens werden auch künftig ihre Entwicklungsplanung  abstimmen, um sicherzustellen, dass Kunden von den Innovationen der digitalen Fertigung profitieren.

„HP und Siemens arbeiten seit 2016 an einer gemeinsamen Vision. Heute hat die integrierte Ende-zu-Ende-Lösung dank der Fortschritte in HP’s 3D-Drucksystemen und den AM-Angeboten von Siemens ein Effizienzniveau erreicht, das es Branchen
ermöglicht, hochwertige 3D-Teile in Massenstückzahlen zu drucken“, so Christoph Schell von HP weiter.

Das neue Siemens Polymer Competency Center ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit beider Unternehmen. Gemeinsam mit Automobil- und Industriekunden wollen Siemens und HP einzigartige Produktdesigns entwickeln und 3D-Druckteile schneller auf den Markt bringen. Darüber hinaus richten beide Partner digitale Fabrikumgebungen ein, die das Potenzial der additiven Fertigung voll ausschöpfen.

 

Siemens HP 3D-Druck. Bild: ke NEXT
So filigran ist 3D-Druck! Bild: ke NEXT