Anlauf Robotergreifer, Bild: Stratasys

Stratasys bietet Materialien für die additive Fertigung an, die den europäischen ESD-Normen entsprechen und einen zuverlässigen und reproduzierbaren 3D Druck ermöglichen – angewandt für beispielsweise Gehäuse von Robotergreifern. Bild: Stratasys

| von Nach Unterlagen von Siemens Digital Industries

Der Hersteller Stratasys bietet Materialien für die additive Fertigung an, die unter anderem den europäischen ESD-Normen entsprechen und einen zuverlässigen und reproduzierbaren 3D-Druck ermöglichen. Für eine Elektronikproduktion sind die ableitbaren Eigenschaften des Materials unerlässlich. Der 3D-Drucker Fortus 450mc und das Material ABS-ESD7 von Stratasys bieten eine Kombination, um diese Anforderungen zu erfüllen. Auch bei Siemens.

Innovative Automatisierungslösungen

Systeme, Bild: Stratasys
Das MF-K nutzt die Systeme von Stratasys für den Druck von Montagevorrichtungen, produktabhängigen Trays und Robotergreifern. Bild: Stratasys

Das sogenannte Manufacturing Karlsruhe (MF-K) ist ein Fertigungsstsandort der Siemens-Division Digital Industries. Hier gelten zum Schutz der Bauteile gegen elektrostatische Entladung strenge Vorschriften für alle eingesetzten Komponenten, um eine hohe Produktqualität gewährleisten zu können. Weiterhin sollen Innovation und Flexibilität im Werk gefördert werden. Deshalb hat das Innovationslabor des MF-K in die additiven Fertigungstechnologien von Stratasys investiert. Mithilfe einer Fortus-450mc-Anlage und dem Material ABS-ESD7 werden innovative Automatisierungslösungen entwickelt, die den europäischen ESD-Normen vollständig entsprechen. Das MF-K hat damit eine Möglichkeit additiv gefertigte Komponenten schnell herzustellen und somit flexibler und wertschöpfender zu werden. Es können Funktionen realisiert werden, die mit konventionellen Fertigungsmethoden nicht möglich wären.

Innovationslabor für Disruptives

Im Oktober 2018 wurde dort das Innovationslabor gegründet. Die Aufgabe des Innovationslabors ist die Erprobung und Entwicklung von Lösungen mittels disruptiver Technologien, um einerseits Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen, aber auch, die Mitarbeiter in ihrer Arbeit zu unterstützen. Das Tagesgeschäft des MF-K ist gekennzeichnet durch eine hohe Produktvarianz und kleine Stückzahlen. Um die Kostenposition einer Massenproduktion zu erreichen ist es notwendig diese Komplexität des Produktionssystems zu reduzieren. Dies erfolgt durch die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Prozesse sowie eine höhere Flexibilität der Produktionsabläufe, die Reduzierung von Durchlaufzeiten und beispielsweise die kostengünstige und schnelle Realisierung innovativer Automatisierungslösungen. Im Hinblick auf diese Ziele werden im Innovationslabor des MF-K Stratasys FDM- und PolyJet-3D-Drucksysteme eingesetzt.

Sensible Elektronik schützen

Innovationslabor, Bild: Stratasys
Das Innovationslabor erprobt und entwickelt Lösungen mittels disruptiver Technologien, um einerseits Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen, aber auch, um die Mitarbeiter in ihrer Arbeit zu unterstützen. Bild: Stratasys

Als Elektronikwerk arbeitet das MF-K tagtäglich mit elektrostatisch empfindlichen Bauteilen, welche durch elektrostatische Entladungen in ihrer Funktion beeinträchtigt oder gar zerstört werden könnten. Daher ist eine Einhaltung der ESD-Normen unerlässlich. „Stratasys bietet Materialien für die additive Fertigung an, die unter anderem den europäischen ESD-Normen entsprechen und einen zuverlässigen und reproduzierbaren 3D Druck ermöglichen. Die Fortus 450mc und das Material ABS-ESD7 bieten dabei eine ideale Kombination, um unsere Anforderungen optimal zu erfüllen,“ erklärt Benjamin Heller, Projektleiter Disruptive Technologien, Siemens Digital Industries.

„Die Fortus 450mc und das Material ABS-ESD7 bieten eine ideale Kombination, um unsere Anforderungen zu erfüllen.“

Benjamin Heller, Projektleiter Disruptive Technologien, Siemens Digital Industries

Die Fortus 450mc ist bekannt für die Herstellung von langlebigen und formstabilen additiv gefertigten Komponenten aus leistungsstarken Thermoplasten, die sich ideal für den Einsatz in einem Produktionsumfeld eignen. Diese Komponenten für Automatisierungslösungen werden im Innovationslabor entwickelt und erprobt. Das MF-K nutzt die Systeme von Stratasys für den Druck von Montagevorrichtungen, produktabhängigen Trays und Robotergreifern. „Besonders bei Robotergreifern hat die additive Fertigung Vorteile gegenüber konventionellen Methoden. Die Greifer können kompakt designed und Funktionen wie beispielsweise komplexe Vakuumkanäle im Grundkörper eines Greifers realisiert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit flexible Strukturen zu drucken,“ sagt Heller. wk

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