Weltleitmesse SMM Maritimer 3D-Druck - Bild: Messe Hamburg

Die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft deckt die komplette Wertschöpfungskette der maritimen Wirtschaft ab, bringt internationale Entscheider und Experten zusammen und ist die Plattform für Innovationen der Branche. In diesem Jahr findet erstmals eine Sonderschau zum Thema 3D-Druck statt. Projektpartner ist das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN). Bild: Messe Hamburg

Ob Propeller, Bauteile oder gleich ein ganzes Schiff: Es gibt kaum etwas, das künftig nicht mit 3D-Druck erzeugt werden kann. Noch steht das Verfahren am Anfang seiner Möglichkeiten, doch Experten sind sich sicher: Diese Technologie wird die globalen Warenströme verändern, der Schifffahrt aber auch ganz neue Möglichkeiten eröffnen – etwa dann, wenn es um die Ersatzteilversorgung überall auf der Welt just in time geht. So rechnet das amerikanische Marktforschungsunternehmen International Data Corporation mit einem jährlichen Umsatzwachstum in der 3D-Druck-Branche von 15 %.

Einmal mehr ist die maritime Weltleitmesse ‚Shipbuilding, Machinery & Marine Technology – SMM’ (4. bis 7. September 2018 auf der Hamburger Messe) die Plattform, auf der spannende Innovationen vorgestellt und zukunftsträchtige Technologien praktisch erlebbar werden. Folgerichtig findet in diesem Jahr erstmals eine Sonderschau zum Thema 3D-Druck statt. Projektpartner ist das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN).

Live-Demonstration auf dem Messegelände

Auf der ‚Maritime 3D Printing Show Area@SMM’ präsentieren sich in der Halle B6 Aussteller zum Thema 3D-Druck. Mit dabei sind Rolf Lenk, Gefertec, MMG, Treo, SLM und das Maritime Cluster Norddeutschland. Besucher können dort mit Fachleuten diskutieren – und die additiven Produktionsverfahren mit unterschiedlichen Materialien live bewundern. „Die Bauteile werden beim 3D-Druck additiv – also schichtweise – aufgebaut“, sagt Professor Claus Emmelmann, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT. Das sieht nicht nur spektakulär aus, „es erlaubt auch Konstruktionen mit einer beliebigen, bisher noch nicht vorstellbaren Komplexität“ (Emmelmann). Gewichtsreduktionen von bis zu 80 % sind demnach möglich. Im starken Wettbewerb stehende Unternehmen können Bau- und Materialkosten einsparen und die Bauzeit von Komponenten drastisch verkürzen. tbö