Textil-Waschmaschine mit Antriebstechnik von Lenze,
Die Compactflow lässt sich auf engem Raum einbauen. (Bild: Lenze SE)

Während bei großen Anlagen mit kontinuierlich durchlaufenden Stoffen der Trend zu einem immer schneller und breiter gehe, so Geschäftsführer Constantin Menzel, habe das Unternehmen mit der Compactflow eine Maschine entwickelt, die in der Lage sei, auch Kleinmetragen wie 500 bis 1000 Meter lange Stücke wirtschaftlich zu waschen. Die unterschiedlichen Produktionschargen unterscheiden sich nicht nur von ihrer Vorbehandlung, Farbgebung oder wie sie bedruckt sind. Maßgeblich für ein gleichermaßen warenschonendes wie effektives Waschergebnis ist auch die Art des Materials selbst. Gewebte Ware weist ganz andere Materialeigenschaften auf als gewirkte Ware – hier geht es um die Entscheidung, wie hoch die Zugkräfte sein dürfen, die in der Waschanlage auf die Ware wirken.

Betttuchstoffe für gewebte Waren und elastische Sportbekleidung für gewirkte Materialien mit hohem Elastananteil brauchen zum Beispiele unterschiedliche Waschverfahren. Die exakte Spannungsregelung zählt neben dem eigentlichen Waschprozess zur Kerntechnologie innerhalb der Anlage.

Lassen sich die Zugkräfte von Webwaren – zum Beispiel einem zu bedruckenden Betttuch – vergleichsweise einfach festlegen und mit den bekannten Regelverfahren dauerhaft halten, sieht dies bei elastischen Artikeln ganz anders aus. „In der Vergangenheit hatten wir es deshalb auch mit zwei ganz unterschiedlichen Maschinen zu tun, weil Webwaren einfach zu handhaben sind und elastische Stoffe dafür umso komplizierter“, bringt es Constantin Menzel auf den Punkt.

Die Maschinenbauer aus Bielefeld haben es mit der neuen Maschine erstmals geschafft, auch diese zugempfindlichen Stoffe in einem kontinuierlichen, also durchlaufenden Waschprozess zu reinigen. Gefragt sind dabei minimale Zugmomente, um die Ware in ihrer Elastizität nicht zu überdehnen. Deshalb muss die Antriebs- und Steuerungstechnik auch fein justiert sein. „Wir gehen runter bis auf Zugkräfte von zehn Newton pro Meter Warenbreite. Das ist quasi nichts“, verdeutlicht Wolfgang Fechner. Die Alternative sind diskontinuierliche Lösungen, die aber mehr Energie, Wasser, Zeit und Chemikalien benötigen.

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