Textil-Waschanlage für kleine Stoffmengen Bild: Lenze SE
Die ausgerüstete Anlage ist darauf ausgerichtet, kleine Stoffmengen effizient zu waschen. Bild: Lenze SE

Den Erfolg des Projekts sieht Constantin Menzel auch in der engen Zusammenarbeit mit Lenze begründet. Beide Unternehmen arbeiten schon seit Jahrzehnten eng zusammen, auch was das Engineering beinhaltet. Auch bei der Compactflow hat der Anbieter für Motion Centric Automation intensiv beratend mitgearbeitet. „Bisher hat es keiner hinbekommen, zum Beispiel sogenannte Gummibandware (elastische Miederwaren mit hohem Elastananteil) zum Laufen zu bringen. Wir haben die entscheidenden Zusammenhänge erkannt und diese gemeinsam mit Lenze in eine Automatisierung gebracht. Mehr wird nicht verraten“, sagt der Geschäftsführer.

Technisch realisiert ist das Ganze mit Servoreglern aus der Reihe i700 und dem Controller 3200 C als kompaktem Zentrum der Automation. Um eine hohe Achssynchronität der insgesamt zehn Antriebe zu gewährleisten, nutzt Lenze die Performance des Echtzeit-Ethernet-Busses Ethercat. Für die Software verwendete das Projektteam vor allem bei den Standardfunktionen fertig programmierte Module aus der Application Toolbox Fast. Typische Aufgaben sind hier Tänzerlageregelung, Kraftmessung, Wickeln und Gleichlauf. Die Maschinenbauer von Menzel rechnen fest damit, dass bei Standardanwendungen der Trend noch mehr dahin gehen wird, vorbereitete Softwaremodule einzusetzen. Hinter der Toolbox stecken prinzipiell einfach einsetzbare Software-Module, die Standardfunktionen so weit wie möglich abdecken.

Diese standardisierten und wiederverwendbaren Softwaremodule sollen Programmierern mehr Luft für die Entwicklung und den Test besonderer Maschinenfunktionen verschaffen. Die Technologiemodule nutzen die gleichen standardisierten Schnittstellen, können beliebig kombiniert und mit eigenen, selbst erstellten Komponenten ergänzt werden.
Zum Serienumfang der Automatisierung bei dem Maschinenbauer zählt die Fernwartung, da die Anlagen überwiegend im Ausland eingesetzt werden. Weil die Antriebs- und Automatisierungstechnik aus einem Guss ist und mit einem durchgängigen Bussystem arbeitet, hat der Service die Möglichkeit, die komplette Anlage bis hinunter zur Aktorik zu überwachen und zu optimieren. Fernwartung und Online-Monitoring gehören für das Unternehmen zum täglichen Geschäft – vor allem während einer Inbetriebnahme. „Wir können nicht wochenlang vor Ort sein“, unterstreicht Constantin Menzel. Optimierungen laufen deshalb über die Fernwartung und darum ist an dieser Stelle die Durchgängigkeit der Daten so wichtig. „Das Problem ist eher die Kommunikation mit dem Gerät beim Kunden, weil die Qualität der nationalen Netze sehr unterschiedlich ist“, berichtet Wolfgang Fechner aus seiner Erfahrung.

In dem gemeinsamen Engineering-Projekt erarbeitete das Unternehmen eine Motion-Control-Lösung, in der auch Stoffe in einem durchlaufenden Prozess gewaschen werden, deren elastische Eigenschaften dies bis dato nicht zuließen. Die Durchgängigkeit der Motion Centric Automation von Lenze ermöglicht, die Anlagen internationaler Kunden per Fernwartung zu optimieren, um die Produktivität im laufenden Betrieb zu steigern. do

Constantin Menzel (l.) und Wolfgang Fechner von Menzel, Bild: Lenze SE
Constantin Menzel (l.) und Wolfgang Fechner freuen sich darüber, dass das Unternehmen es geschafft hat, auch elastische Stoffe in einem durchlaufenden Prozess waschen zu können. Bild: Lenze SE

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