Schleifringläufermotor entwickelt für eine Kohlemühle.

Bereit für Ex-Zone 22: ein speziell für die staubige Umgebung einer Kohlemühle entwickelter Schleifringläufermotor aus dem Hause Menzel Elektromotoren. Foto: Menzel Elektromotoren

Der Motor versorgt das Werk mit fein gemahlenem Kohlestaub zur Deckung des Primärenergiebedarfs und ist in Ex-Zone 22 aufgestellt. Gemahlene Kohle verfügt zwar über bessere energetische Eigenschaften als Briketts, setzt sich als leitfähiger Staub aber auch auf den Schleifringen und Bürsten ab. Dadurch entstehen Funken und es kann zu einer Explosion kommen. Der Motor musste daher so konstruiert werden, dass in keinem Betriebszustand Staub eindringen kann.

Um diesen besonders hohen Anforderungen an die Robustheit des Motors zu begegnen, konstruierte der deutsche Spezialmotorenhersteller den Motor so, dass er Schutzart IP65 erreichte. Da ein Käfigläufermotor einen zu hohen Einschaltstrom benötigt und ein geringeres Anlaufmoment hat, wurde ein Schleifringläufermotor gewählt. Er wurde für die Anwendung speziell konstruiert: Zu den besonderen Ausführungen zählt der Anbau spezieller Klemmenkästen für Stator und Rotor, eine unmagnetische Kabeleinführungsplatte sowie für den Ex-Bereich geeignete Anschlussklemmen an den Hilfsklemmenkästen. Zudem wurde das Gehäuse etwas größer ausgelegt, um sicherzustellen, dass die Betriebstemperatur +125 °C nicht überschreitet.

Auch die Anzahl der Befestigungspunkte zwischen Kühler und Gehäuse wurde erhöht. Dies erleichtert das Anziehen der dazwischenliegenden Dichtung. Die üblicherweise von Menzel verwendeten Sichtfenster für den Schleifringraum verstärkten die Entwicklungsingenieure des Motorenherstellers mit verschraubten Deckeln mit Plexiglas, um die benötigte Dichtigkeit sicherzustellen. Dank dieser Maßnahmen erhielt der Austauschmotor nun die Explosionsschutz-Kennzeichnung Ex II 3D Ex tc IIIB T125°C Dc und gewährleistet auch in Zone 22 einen störungsfreien Betrieb bei voller Leistung.