Wer es noch komfortabler will, der greift mit externen Geräten auf die Umrichter zu. Dazu ist vorne eine einfach zugängliche USB-Schnittstelle verfügbar. Hier kann entweder ein PC, über ein entsprechendes Adapterkabel aber auch ein Smartphone oder Tablet angeschlossen werden. Auf diesem Wege kann der Umrichter auch ohne eigene Spannungsversorgung parametriert werden – vorteilhaft, wenn ein Systemintegrator den GA700 schon fertig eingerichtet versenden will. Die Software DriveWizard bietet neben dem Parameter-Management auch noch ein Oszilloskop und einen Trend Recorder.

Noch flexibler wird es, wenn das optional erhältliche Bluetooth-Keypad geordert wird. Die Verbindung zum Umrichter ist dann auch drahtlos möglich. Sowohl über Funk als auch über USB kommt die – zunächst nur für Android verfügbare – kostenfreie App ins Spiel. Neben Zugriff auf die Parametersätze des GA700 wird vor allem die Zugänglichkeit zu Handbüchern einfacher. Jeder GA700 hat vorne einen QR-Code. Wird er über die App gescannt, sieht der Benutzer, um welches Gerät es sich handelt und hat über das Web Zugang zu den aktuellen Handbüchern. Auch die Bedienung wird erleichtert: Wenn ein Benutzer nicht sicher ist, wozu ein gewisser Parameter dient, kann er aus dem Parameter-Editor auf den Wert tippen und bekommt die passende Stelle des Handbuchs angezeigt. Das Gleiche gilt bei unbekannten Fehlermeldungen: „In der App heißt es Finger auf den Fehler, Hilfe anzeigen, dann erfahren Sie, was der Fehler ist. Die App gibt sogar Tipps, wie man diesen Fehler beheben kann“, freut sich Schreiter. Was in Zeiten von Idustrie 4.0 nicht fehlen darf, ist ein passender Cloud-Service. Auch den bietet Yaskawa kostenfrei an. Über firmeneigene Server kann man seine Geräte registrieren und mittels App oder PC-Software Parameter-Backups hoch- und runterladen. Hier werden bei Bedarf auch die Daten von PCs und Mobile Devices synchronisiert.

Nebenjob Kleinsteuerung

Bedienfeld
Das Bedienfeld hat eine vereinfachte Oberfläche. Über ein optional verfügbares Bluetooth-Keypad kann der Umrichter per Smartphone-App parametriert werden. Bild: Yaskawa

Das ist nützlich, denn der Umrichter hat einiges Potenzial: Drei vorhandene Optionssteckplätze können variabel mit IO- und Feldbuskarten bestückt werden, die alle gängigen Protokolle bis in Ethernet-Regionen abdecken. Bis zu fünf Umrichter können über eine Feldbuskarte angesprochen werden. Die Karte kommt in einen der Umrichter, die anderen vier werden per RS485-Schnittstelle verbunden. Das spart Kosten und Adressen im Busnetz. Wenn in den anderen Steckplätzen digitale oder analoge Ein- und Ausgänge platziert werden, können mit der internen Intelligenz der Geräte kleinere Applikationen direkt abgearbeitet werden.

Dazu dient die Software DriveWorksEZ. „Wenn Sie auf einem Umrichter 24 Digitalein- und -ausgänge haben, kommen Sie ganz schön weit, indem Sie sie über die interne Logik des Umrichters verknüpfen“, führt Carsten Schreiter aus. „Das kann manchmal eine kleinere PLC-Steuerung überflüssig machen.“ DriveWorks­EZ ist eine Art Programmiertool zur Blockprogrammierung. Über 400 Blöcke sind dort verfügbar. Logische Verknüpfungen, Zeitblöcke, Flip Flops, Mathematikblöcke oder Vergleicher lassen sich in einer grafischen Benutzeroberfläche so arrangieren, dass zusätzliche Funktionalitäten erschaffen werden, falls die umfangreichen Serienfunktionen nicht ausreichen. Beispiele wären die Unwuchterkennung für Waschmaschinen oder die Steuerung einer Wasserskianlage, die auf diese Weise ohne externe Steuerung realisiert werden konnten.

GA700-Reihe von Yaskawa
Die GA700-Reihe beginnt mit 400 Watt und geht zunächst bis 300 Kilowatt. Später soll der Leistungsbereich bis 630 Kilowatt ausgebaut werden.

Sollte das nicht reichen, können die Spezialisten von Yaskawa für die Geräte auch Spezialsoftware entwickeln. In Eschborn gibt es ein Team von Programmierern, die in der Lage sind, den Code kundenspezifisch anzupassen. Wenn es bis tief in den Kern gehen soll, werden sogar die Entwickler in Japan mit einbezogen. „Das ist meist gar nicht nötig. 90 Prozent erledigen wir hier in Eschborn mit unserem Entwicklerteam. Dadurch sind wir schnell, etwas, was jetzt auch nicht bei jedem Wettbewerber möglich ist“, so Schreiter.

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