Die große Unbekannte beim Betrieb von Motoren sind für den Umrichter die Motordaten. Ausreichend sind für einen sicheren Betrieb, neben der Eingabe des Motortyps, die Typenschilddaten. Sie geben nicht nur Auskunft über die zur Frequenz gehörige Drehzahl, sie geben auch Grenzen vor, die der Betreiber beachten muss. So dient beispielsweise der Strom nicht nur zur Bestimmung des Drehmoments. Der Umrichter muss ihn auch begrenzen, um eine Überlastung des Motors zu vermeiden.

PM-Motoren
PM-Motoren erreichen heute Wirkungsgradklassen von IE3 und IE4. Verglichen mit Asynchronmotoren ähnlicher Wirkungsgrade können sie kompakter ausfallen.

Typenschilddaten für Drehstromasynchronmotoren sind vielen Anwendern geläufig und stellen keine Herausforderung bei der Programmierung dar. Schwieriger ist da schon die Handhabung von Typenschilddaten für PM-Motoren. Zum einen sind die Daten und deren Zweck beim Nutzer oft nicht bekannt, zum anderen geben Motorhersteller die Daten teilweise unterschiedlich an.

Für eine wirklich optimale Steuerung des Motors ist die Eingabe der Typenschilddaten in diesem Fall nicht ausreichend. Denn jeder Hersteller benutzt unterschiedliches Material, seine Mo­toren unterliegen Fertigungstoleranzen, erfordern unterschiedliche Magnetisierung und selbst bestimmte Motordaten werden von Herstellern unterschiedlich interpretiert. Dazu kommt noch die Auslegung der Motoren auf unterschiedliche Arbeitspunkte. All dies beeinflusst die sogenannten erweiterten Motordaten, die sich wiederum auf die Qualität der Motorsteuerung auswirken, haben die Punkte doch Einfluss auf die Strom- beziehungsweise Spannungswerte, die der Motor für einen optimalen Betrieb braucht.

Für einen unabhängigen Hersteller von Antriebstechnik heißt das in der Praxis, dass er in seinen Geräten genau diese Varianzen ausgleichen beziehungsweise eliminieren muss. Das zeigt das Beispiel Danfoss. Dieser Hersteller setzt auf die Automatische Motor-Anpassung (AMA). Dabei misst der Frequenzumrichter im Stillstand den angeschlossenen Motor aus. Das bereits seit Jahren verfügbare Messverfahren für Drehstromasynchronmotoren wurde jetzt um Strategien für PM- und Synchronreluktanzmotoren erweitert. Das Verfahren misst jeden Motor nach Eingabe einiger grundlegender Typenschilddaten innerhalb von drei Sekunden aus.