Der Sondermaschinenbauer Ads-tec stellte bis vor kurzem automatisierte Zuführ- und Handhabungssysteme her, die Werkzeuge, Werkstücke oder Rohstoffe taktzeitoptimiert zwischen definierten Prozessschritten sicher positionieren und kontrollieren. „Hohe Anforderungen waren an ein Beladesystem gestellt, das Nockenwellen stapelt und über ein Greifsystem einer Schleifmaschine zuführt“, erklärt Kundenberater Kontner. Ziel war es, mit dem Drehmomentsystem sowohl die Führungsaufgabe der Greifereinheit als auch die Schwenkbewegung der beiden Greifermimiken sowie das Öffnen und Schließen der jeweiligen Greiferzange zu bewerkstelligen. Die Lösung sah dafür den Einsatz zweier Längsführungen vor. „Wir lieferten gezogene Wellen mit einer Länge von vier Metern. Diese durften dabei eine nur geringe Verdrehabweichung aufweisen“, erläutert Kontner. Um eine sehr kurze Taktzeit zu realisieren, muss der Schlitten, der auf den Wellen verfährt, kompakt und gewichtsoptimiert gebaut sein.
In die Maschinen sind zwei Wellen mit je einer Drehmomentkugelbuchse eingebaut. Diese sind so leistungsgerecht ausgelegt und hochwertig gefertigt, dass montagefertige Standard-Elemente zum Einsatz kommen. Weil mit dieser Lösung keine Antriebe auf dem Schlitten mitfahren, sind sehr wenige Kabel erforderlich, sie ist leichter und somit schneller. Kommen die Werkstücke über ein Band, einen Hubtaktförderer oder eine Stapelzelle zu dem Beladesystem, werden sie ausgerichtet und anschließend auf ihre Kontur geprüft. Dafür muss die Aufnahme gedreht werden. „Unsere rotationssymmetrischen Maschinenelemente eignen sich besonders gut für diese Aufgabe“, sagt Kontner. Denn mit dieser Eigenschaft – und weil sie freitragend sind, also keine Unterkonstruktion erfordern – erreichen sie Drehungen um jeden beliebigen Winkel.