Wasserbasierte Schmierstoffe haben einige ganz entscheidende Vorteile, wie zum Beispiel sehr gute Leitfähigkeit, sie sind nicht toxisch und nicht brennbar. Es sind aber physikalische und biologischen Grenzen vorhanden. Durch den Einsatz spezieller Additive können aber die wasserspezifischen Nachteile abgemindert oder gar eliminiert werden. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, in Freiburg untersucht einen Schmierstoff, der aus 99 Prozent Wasser und einem Prozent ionischer Flüssigkeit besteht. In Modellversuchen wurden das Reibungs- und Verschleißverhalten getestet. Hierbei zeigte sich, dass die Schmierflüssigkeit im Verschleißverhalten dem klassischen Schmieröl ebenbürtig ist. Zur Eliminierung der bei Wasser vorhandenen Korrosionsproblematik wurde bei den Versuchen eine Aluminium- oder Kupfer-Unterlage als galvanischer Puffer eingesetzt. Die ionischen Flüssigkeitsmoleküle werden so auf der Oberfläche absorbiert und bilden einen Schutzfilm.

Grafik dreifache Lebensdauer,  Bild: Carl Bechem GmbH
Die Anwendung der innovativen Mikrokapseltechnologie ermöglicht eine bis zu dreifache Lebensdauer des neuen Gleitlacks im Vergleich zu konventionellen Gleitlacken. Bild: Carl Bechem GmbH

Der Münchner Schmierstoffspezialist Klüber Lubrication München hat Schmierstoffe mit der Hydro-Lubrication-Technologie im Programm.  Das sind Schmierstoffe, die aus einer Kombination von Wasser und synthetischem Grundöl bestehen. Die wesentlichen Vorteile der neuen Klüber-Produktreihe sind ein optimiertes Reibungsverhalten sowie die hervorragende Kühlfähigkeit des Wassers, die zur Temperaturabsenkung in Getrieben und Wälzlagern beiträgt. Ein Produkt der innovativen Hydro Lubricant-Reihe ist der Hochleistungs-Getriebeschmierstoff Klübersustain GW 0-460 für Industriegetriebe. Mögliche Einsatzgebiete sind schnelllaufende Stirn-, Kegel- und Planetengetriebe oder Wälzlager. Die Hydro Lubricants sind ein Beispiel dafür, dass sich hohe Schmierstoffleistung und Nachhaltigkeit nicht wiedersprechen.

Die Schwachstellen von Wasser eliminieren

In der Praxis wird den wasserbasierten Schmierstoffen eine gewisse Skepsis entgegengebracht, das hat auch Klüber festgestellt. Verständlich, da viele Anwender die physikalischen und biologischen Grenzen von Wasser als gravierenden Nachteile ansehen. Durch eine moderne Additivtechnologie werden aber die Schwachstellen eliminiert, sodass auch mit Wasser Hochleistungsschmierstoffe hergestellt werden können. aru

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