Die gigantischen Luftkissenfahrzeuge von Griffon Hoverwork verfügen über je zwei Propeller und

Die gigantischen Luftkissenfahrzeuge von Griffon Hoverwork verfügen über je zwei Propeller und Turbinen, die von Zahnriemen des Typs Synchrochain Carbon von ContiTech angetrieben werden. Foto: Griffon Hoverwork

Mit 5502 und 4956 Millimetern handelt es sich bei den Zahnriemen um die längsten Polyurethan-Riemen in unendlicher Ausführung, die je gefertigt wurden. Sie treiben die Propeller und Turbinen der gigantischen Luftkissenboote an, die in der Fährverbindung zwischen Portsmouth (England) und der Isle of Wight zum Einsatz kommen. Die Riemen werden in Zusammenarbeit von ContiTech und Griffon Hoverwork am ContiTech-Standort Dannenberg hergestellt.

Die zwei neuen Luftkissenfahrzeuge, die sich derzeit im Bau befinden, verfügen über je zwei Propeller und Turbinen, die im Zusammenspiel für die Fortbewegung der Luftkissenfahrzeuge sorgen. Angetrieben werden die Propeller und Turbinen mittels Zahnriemen. „Aufgrund der hohen Kräfte, die beim Antrieb der Luftkissenfahrzeuge übertragen werden, eignet sich der Synchrochain Carbon ideal für diese Anwendung“, erklärt Barrie Oldham, Industrial Sales Director ContiTech UK. In den Fahrzeugen arbeiten je zwei Motoren mit 793 kW (1.079 PS). Diese Leistung wird auch benötigt: Die Luftkissenfahrzeuge nehmen in etwa die Fläche eines Tennisplatzes ein und befördern bis zu 88 Personen.

Griffon Hoverwork stattet die Antriebe seiner Luftkissenfahrzeuge bereits seit einiger Zeit mit Zahnriemen aus. Die Zusammenarbeit mit ContiTech, der Einsatz des Synchrochain Carbon sowie Zahnriemen in unendlicher Ausführung, die die Fünf-Meter-Marke überschreiten, sind indes neu. „ContiTech ist der einzige Hersteller, der Zahnriemen in den erforderlichen Längen realisieren kann“, sagt Oldham.

Der Synchrochain Carbon ist sehr verschleiß- und abriebfest und überträgt hohe Leistungen äußerst zuverlässig. Damit ist er die ideale Lösung für die Luftkissenfahrzeuge von Griffon Hoverwork. Herzstück des Riemens ist der Carbonzugstrang, der sich bei gleicher Belastung noch weniger dehnt als ein Zugstrang aus Aramid. Hinzu kommt die hohe Steifigkeit des Cordes, wodurch Vorspannungsverluste minimiert und die Effizienz des Antriebs weiter gesteigert wird. Der Riemen ist somit nahezu wartungsfrei – das hilft, Kosten im Bereich der Wartung, der Instandhaltung und der Wiederbeschaffung zu minimieren.

Die zwei neuen Luftkissenfahrzeuge von Griffon Hoverwork werden die südenglische Stadt Portsmouth und die Isle of Wight verbinden und im Laufe des Jahres 2016 in Betrieb gehen. Schon jetzt wird die Fährverbindung durch zwei Hovercrafts von Griffon Hoverwork realisiert. kk