Schulung im AHP Technikum, Bild: AHP Merkle

Bei der Schulung im AHP Technikum gibt es ein prall gefülltes Schulungsprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten. Der Beginn ist immer gleich: Der Tag startet mit grundlegenden Informationen. Dann folgt der wichtige Teil Schadensprävention. Bild: AHP Merkle

Eines war uns von Anfang an wichtig: Wir wollten auf gar keinen Fall so auftreten, als ob wir alles besser wissen. Dennoch war uns durch die vielen Kundengespräche und Schulungen klar, dass es Defizite gibt, die wir beheben könnten. Deshalb wollten wir in unserem Unternehmen eine Möglichkeit schaffen, um Schulungen anzubieten. Und zwar Schulungen, von denen die Teilnehmer für ihre tägliche Arbeit profitieren und Mehrwerte mit nach Hause nehmen können. Es ging uns von Anfang an nicht um Incentive, auch nicht darum, eine Möglichkeit zu schaffen, unsere Kunden zu einem Besuch bei uns mit leckerem Mittagessen in der hauseigenen, frisch kochenden Kantine anlocken zu können. Baulich waren wir wieder einmal am Erweitern, sodass wir auch noch einen Schulungsraum für bis zu 30 Personen eingerichtet haben. Uns war jedoch klar, dass wir mit einem Schulungsraum und einem warmen Essen allein heute niemand mehr hinter dem Ofen hervorlocken konnten. Es musste richtiges Schulungs- und Unterrichtsmaterial her! Aus diesem Grunde haben wir eine ganze Reihe von Themen mit unseren Ingenieuren und nach unseren Vorstellungen visualisieren lassen und parallel zur Bauzeit des Technikums die Zeit genutzt, diese vielen Animationen erstellen zu lassen.

Start der Erfolgsgeschichte

Gleichzeitig begannen wir, einen Mitarbeiterpool zu schulen und zu trainieren, der mit ansprechendem, leicht verständlichen Material auf Deutsch und Englisch schulen kann. Im Frühjahr 2015 konnten wir die ersten Schulungen anbieten. Und zwar ohne Berechnung an den Kunden, um unseren Servicegedanken hochzuhalten und zu zeigen, dass wir unseren Kunden wirklich helfen wollen. Damit haben wir eine kleine, aber sehr feine Erfolgsgeschichte gestartet. Einen Tag zu verwenden, um sich ausschließlich mit Hydraulikzylindern zu befassen – ist das notwendig? Wir sagen ganz klar Ja! Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Wir haben ein sehr umfangreiches Lieferprogramm, von dem der Kunde das gewünschte Produkt selbst auswählt und nach Katalog bestellt. Normalerweise ohne Rücksprache mit uns. Was dabei oft vergessen wird, ist, dass es eine ganze Reihe von Optionen gibt, die zu beachten sind. Auch ist die auf den ersten Blick einfache Auswahl, durch technische Hilfsmittel unterstützt, nicht immer die richtige. Oder besser gesagt: Es könnte eine alternative Lösung geben, die besser passt. Und genau da setzt der Schulungstag an: Neben einer ausführlichen Firmenpräsentation, meistens durch die Geschäftsleitung, gibt es ein prall gefülltes Schulungsprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten. Der Beginn ist immer gleich. Wir starten mit grundlegenden Informationen: Was ist ein Hydraulikzylinder (Differential, Gleichlauf, Plunger), Theorie der Kraftberechnung, Vorstellung diverser Berechnungs-Tools wie zum Beispiel Kraftberechnung, Kolbengeschwindigkeit und so weiter (ahp.calc), die verschiedenen Dichtsysteme, AHP-Qualitätsmerkmale wie gehärtete Kolbenstangen und warum wir alle Gehäuse rollieren. Das Ganze dann direkt gefolgt vom wichtigen Teil der Schadensprävention.

Hintergrundinfos

Das AHP-Technikum

  • Der in Gottenheim bei Freiburg ansässige Hydraulikzylinderspezialist AHP Merkle bietet in seinem AHP Technikum Schulungen an.

  • Auf dem Programm stehen sowohl ein Praxis-Tag vor Ort, der sich rund um Hydraulikzylinder dreht, als auch individuelle Schulungen bei Kunden.

  • Folgendes bietet der Praxis-Tag im AHP Technikum für alle, die Hydraulikzylinder planen, einsetzen, warten und damit arbeiten: einen Praxis-Tag mit Workshop an der Werkbank, Demonstrationen im Testlabor, Qualität, Know-how und Schadensprävention, Kundenservice und hilfreiche Tools und schließlich die Betriebsbesichtigung des Unternehmens.

  • Unter dem Titel AHP Exklusiv bietet der Hydraulikzylinderspezialist individuelle Schulungen bei Kunden an.

  • Weitere Infos finden Interessierte auf der Homepage:  www.ahp.de/technikum

Künftige Schäden vermeiden

Hier nehmen wir kein Blatt vor den Mund, zeigen Schadensbilder von Reklamationen, die bei uns im Laufe der Jahre aufgelaufen sind. Hier gibt es dann schon mal das eine oder andere Raunen im Raum, nicht zuletzt deshalb, weil man solche Fälle auch schon hatte. Und oft nicht wusste, warum das so aussah. Nun kann man es vielleicht zum ersten Mal erklären und verstehen. Wir machen das deshalb, weil wir solche Schadensbilder künftig beim Kunden vermeiden wollen. Themen im Kapitel Schadensprävention sind unter anderem: die Eulersche Knickung, der Gleichlauf – und die Schwierigkeiten damit–, die Kolbengeschwindigkeit, die lineare Dämpfung, die verschiedenen Hydraulikmedien, die Probleme durch seitliche Kräfte, warum und wie Dämpfung wirkt, Wirkung von Schmutz, Wirkung von Luft, Einsatztemperaturen und die Reihenschaltung von Sensoren. Dieser sehr anspruchsvolle und wichtige erste Schulungs-Block dauert 180 Minuten und liefert eine ganze Reihe von Themen, die oft das Tagesgeschäft eines Konstrukteurs oder Instandhalters nicht berühren. Und aber vielleicht genau deshalb Grund für Probleme oder Leckage sein könnten. Wenn alles stimmt, dann läuft der Hydraulikzylinder ohne Ende. Aber was heißt „alles“? Hier geht es unter anderem um sauberes Öl, um entlüftete, blasenfreie Ölströme und so weiter. Und das erarbeiten wir während der Schulung. Und genau das ist es, was unsere Schulungsteilnehmer als sehr informativ und durchweg sehr positiv bewerten.

Danach folgt ein Rundgang durch die Produktion und auch hier können viele der theoretisch bereits besprochenen Elemente gezeigt und live angefasst werden. Neben vielen technischen Details nehmen die Besucher auch die besondere DNA von AHP Merkle mit – ein tolles Betriebsklima, zufriedene und fachlich kompetente Mitarbeiter, die tagtäglich damit beschäftigt sind, technisch hochwertige und langlebige Produkte herzustellen. Am Mittag bieten wir eine Live-Vorführung in der Montage an: Wie wird ein Dichtungswechsel richtig durchgeführt? Was gibt es für Tricks und Kniffe? Und in unserem Testlabor darf unseren Entwicklungsingenieuren über die Schulter geschaut und gestaunt werden, wie unsere Produkte auf Herz und Nieren getestet werden, bevor sie erstmalig verkauft werden. In der abschließenden Fragerunde dürfen die letzten, noch offenen Fragen gestellt werden. Diese werden meistens direkt oder bei schwierigen Fällen auch erst im Nachgang von unserem Schulungsteam beantwortet. Das Ziel: zufriedene Kunden; keine offenen Fragen, sondern Lösungen.

Die vielen durchgeführten Schulungen, die wir seit 2018 auch außer Haus und nach Kundenwunsch auch Inhouse beim Kunden durchführen, geben uns recht: Die Idee, Know-How sichtbar zu machen, das vorhandene Wissen zu teilen, ist eine der besseren Ideen, die wir hatten: Wir haben engen Kundenkontakt und der Kunde lernt uns, unserem Unternehmen und den Produkten zu vertrauen. Unser Fazit: eine klare Win-Win-Situation! aru

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