Werkslogistik, Bild: Amova

Beispielfoto einer realisierten Werkslogistik für Aluminiumcoils. Bild: Amova

| von Redaktion ke NEXT

Ningbo Powerway Group ist einer der bedeutendsten Produzenten von Stäben, Drähten und Bändern aus Nichteisenlegierungen im chinesischen Wirtschaftsraum. Die Endprodukte finden ihren Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungen der Elektro- und Elektronikindustrie. Der Auftrag ist die Fortsetzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die vor rund fünf Jahren mit der Lieferung einer Verpackungsanlage für Coilringe begann.

Um den Materiallfluss im Werk effizient zu gestalten, hat die Amova das gesamte Logistikkonzept entworfen. In der Umsetzung verknüpft Amova die Bereiche vom Rohmateriallager bis zum Versandlager, einschließlich der übergeordneten Materialsteuerung und -verfolgung. Vom Rohmateriallager werden die mit unterschiedlichen Kupferlegierungen manuell gefüllten Behälter über schienengebundene Fahrzeuge in den Schmelzbereich gebracht und in Stapeln zwischengelagert, anschließend übernimmt ein Automatikkran den Transport zum Schmelzofen und die automatische Leerung.

Hinter der Schmelz- und Fräsanlage werden die produzierten Bänder im Flachlager zwischengelagert, das von einem automatischen Brückenkran bedient wird. Frei navigierende Fahrzeuge transportieren sie anschließend zu und zwischen den nachfolgenden Prozessen wie Walzen, Glühen, Reinigen, Schneiden und Spalten, und zuletzt in ein Pufferlager, von dem aus sie dann verpackt werden. Die verpackten Fertigmaterialien werden in einem automatischen Hochregallager bis zur Versandbereitstellung zwischengelagert.

Amova liefert für diese gesamte Werkslogistik zwei Transportwagen, die jeweils drei Behälter gleichzeitig eigenständig aufnehmen bzw. abgeben und dieses Set von drei Behältern vom Befüllbereich des Vormaterials in den Bereitstellungbereich der Schmelzöfen transportieren. Weiterhin gehört zum Lieferumfang eine Flotte von sechs frei navigierenden Fahrzeugen für den Coil- und Schrottbehältertransport, zwei weitere Pufferlager mit Automatikkranen, eine Beschickungsanlage für den Aufbau der Coilstapel für die Glühe, sowie das automatische Hochregallager, das je nach Belegung bis zu 2.064 Paletten aufnehmen kann, einschließlich der Verwaltungssoftware für die unterschiedlichen Lager mit integrierter Materialflusssteuerung.

Die Automatisierung auf Level-1- und Level-2-Ebene ist ebenfalls Auftragsbestandteil der Amova. Das WMS (Warehouse Management System) ist als redundantes Serversystem mit Virtualisierung aufgebaut. Bis zur Inbetriebnahme des MES (Manufacturing Execution System) dienen die Eingabe-Terminals dem Informationsaustausch zu den verschiedenen Prozess- und Schneidlinien sowie weiteren wichtigen Positionen (z. B. die Lager- und Pufferplätze sowie das Vehicle Management System der frei navigierenden Fahrzeuge. Neben der Erfassung von Prozess- und Materialdaten dient das WMS der Materialverfolgung sowie der Analyse der Anlagenleistung, z. B. als Grundlage für die unabhängige Berechnung der Gesamtanlageneffektivität (GAE). Weiterhin sorgen kundenspezifische und animierte Grafiken für eine benutzerfreundliche Handhabung, selbstverständlich auch auf mobilen Endgeräten.

Nachdem die automatischen Lager- und Transporteinrichtungen von Amova seit über 30 Jahren vor allem in chinesischen Aluminium-walzwerken erfolgreich im Einsatz sind, ist Amova in China nun auch der Einstieg in die Intralogistik der Kupferherstellung- und -weiterverarbeitung gelungen. Es konnten in der Vergangenheit ebenso verschiedene Anlagenaufträge für das Verpacken von Kupfermaterialien in China akquiriert werden.

Amova in Netphen, vormals auch bekannt als SMS Logistiksysteme oder Siemag Transplan, ist spezialisiert auf die Planung und Durchführung von Logistikkonzepten und Lieferant von schlüsselfertigen Intralogistikprojekten weltweit. Amovas Expertise umfasst die Kernthemen automatisches Transportieren, intelligentes Lagern und kundenspezifisches Verpacken. Mehr als 60 Jahre Erfahrung machen Amova zu einem attraktiven Partner nicht nur für die Stahl- und NE-Metallindustrie; das Unternehmen hat dieses Know-how auch erfolgreich auf Anwendungen im Air-Cargo-Handling und in der Hafenlogistik übertragen.

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