Hans Wiedemann, Bild: Sensor-Technik Wiedemann

Hans Wiedemann, Head of Marketing bei Sensor-Technik Wiedemann Bild: Sensor-Technik Wiedemann

Herr Wiedemann, wo wird Ihrer Meinung nach die Branche in puncto Digitalisierung in fünf Jahren stehen?

Wir sehen heute, dass sich viele Firmen in der Findungsphase befinden. Diese sind zwar oft noch technisch getrieben, dienen aber oft auch der internen Vermarktung und der Evaluierung der IT-Landschaft. Parallel steigt die Anfrage nach Workshops, in denen Geschäftsmodelle entwickelt werden sollen. In fünf Jahren werden wir also eine hohe Abdeckung der Vernetzung sehn. Die Maschinen werden vorbereitet sein, die Hersteller nutzen die Daten zu technischen Zwecken und die Besitzer bieten Dienste an.

Was sind Ihre drei wichtigsten Produkte oder Lösungen zur Digitalisierung?

Das einzelne, wichtige Produkt gibt es eigentlich nicht. Es ist immer das Zusammenspiel aus On-board-Modul mit der entsprechenden Leistung und den Kommunikationsmöglichkeiten, aus der Software, die darauf zur Konfiguration, zum Datensammeln, zur Vorverarbeitung, zur Datenpräsentation läuft und aus entsprechenden Cloud-Lösungen. Von zunehmender Bedeutung ist die Offenheit, da geschlossene Lösungen Weiterentwicklungen und Anpassungen an neue Marktanforderung bremsen und meist mit hohen Kosten verbunden sind.

Bitte erläutern Sie, warum diese drei Produkte oder Lösungen die Digitalisierung voranbringen werden!

Offenheit ist ein Aspekt, da jeder Hersteller vor der Herausforderung steht, neue Technologien (autonomes Fahren und Arbeiten, Elektrifizierung) in seiner Maschine voranzubringen und auf die unterschiedlichen IT-Landschaften seiner Kunden reagieren muss. Leichte Integration ins Gesamtsystem mithilfe unseres Entwicklungs- und Lifecyclemanagement-Tools OpenSyde gehört dazu. Und nicht zuletzt ist die freie Skalierbarkeit ein wichtiger Faktor, denn es werden mehr Algorithmen in immer kürzerer Zeit immer mehr Daten sowohl auf der Maschine, als auch in der Cloud verarbeiten.