Der APAS Inspector von Bosch zeigt wie lernende Bildverarbeitung funktioniert, Bild: Bosch

Der APAS Inspector von Bosch zeigt wie lernende Bildverarbeitung funktioniert. Bild: Bosch

Wenn Horst Heinol-Heikkinen von der Entwicklung der Bildverarbeitung spricht, erkennt man den Enthusiasmus an dem Thema sofort. Der Geschäftsführer von Asentics zeigt sich begeistert von der Ingenieurskunst und der Innovationskraft, die deutsche Unternehmen hier in den letzten Jahrzehnten beweisen. Und die Zahlen, die der VDMA für die industrielle Bildverarbeitung vorlegt, sprechen ganz für eine weiterhin positive Entwicklung. 2015 war ein Rekordjahr für die Branche, mit 2,1 Milliarden Euro wurde der Umsatz in den letzten zehn Jahren, trotz Wirtschaftskrise, verdoppelt.

Gerade mit Blick auf die zunehmende Automatisierung der Industrie wird der Bildverarbeitung eine zentrale Rolle zukommen. Denn in einem Internet der Dinge müssen Komponenten, wie ganze Maschinen mit ihrer Umgebung kommunizieren. Dafür braucht es hochentwickelte Technik und Schnittstellen, so wie Standards auf der Anwendungsebene. Beim VDMA sieht man dabei gerade auch die zunehmende Bedeutung nicht-industrieller Branchen. Nichts desto trotz bleibe die Automotive-Sparte, im Rahmen der globalen Modernisierung und dem Aufbau von neuen Produktionsstätten, der stärkste Wachstumtreiber.

Wie wichtig internationale Partner und der Export ist, zeigt die Lage auf dem Weltmarkt und die internationalen Geschäfte. Denn die Automatisierung schreitet weltweit voran. Längst werden auch in Asien, allen voran in China, mit Hilfe der Bildverarbeitung die Produktionsstätten modernisiert. So wurden die Exporte dorthin im Jahr 2015 um 18,7 Prozent gesteigert. Ein weiterer wichtiger Absatzmarkt bleiben die nordamerikanischen Staaten, allen voran die USA mit einer Steigerungsrate von 8,4 Prozent. Horst Heinol-Heikkinen: "Diese Entwicklung schlägt sich für die deutsche Bildverarbeitungsindustrie in hervorragenden Umsatz- und Wachstumszahlen nieder — die Zukunftsaussichten sind exzellent."