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(Bild: Serge Nnivens @Fotolia.com)

Es gibt Hersteller, die machen alles kleiner. Entscheidend ist unserer Meinung nach für Industriekameras, dass sie bei späteren Aufgaben genauso ausschauen und sich genauso verhalten, wie bei der vorherigen“, hat uns Andreas Schaarschmidt, Geschäftsführer des bayerischen Kameraspezialisten SVS-Vistek, vor einem Jahr einmal verraten. Schaarschmidts Idee: Eine kontinuierliche Form soll die Integration, den Austausch und auch Anpassungen an individuelle Applikationsanforderungen erleichtern. „Man kann es durchaus mit der Autoindustrie vergleichen, in der mittlerweile die gleiche Plattform für unterschiedlichste Motoren und Ausführungen verwendet wird. Vom schnellen Coupé über den Fünftürer bis hin zum Van: Wenn das Grundkonzept stimmig ist, ist auch eine Cabriovariante leicht zu implementieren“, erklärt Thorsten Schmidt, Produkt- und Prozessmanager von SVS-Vistek heute – ein Prinzip, das auch die neue SVS-Vistek-Kameraserie Exo geprägt hat.

Prinzip Baukasten

Mit der SVCam Exo bietet SVS-Vistek eine neue, universelle Plattform, die nicht nur den Geldbeutel von Anwendern entlasten soll. Wo bei herkömmlichen Kamerasystemen Einarbeitungs- und Entwicklungszeiten, Ressourcen für eventuelle Erweiterungen und Schulungen für den Endkunden einen großen Anteil der Systemkosten ausmachen, greift bei der Exo die Skalierbarkeit.

Soll heißen: Wer vom Prototyping bis zur Integration des Zielsystems auf skalierbare Plattformen setzt, senkt die Kosten und sichert langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit. „Dieser modulare Baukastengedanke ist inzwischen aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Er macht es erst möglich, auf kürzer werdende Innovationszyklen schneller zu reagieren“, sagt Schmidt. „Die Austauschbarkeit von Komponenten – seien es Teile der Beleuchtung, Zuführungen oder Trigger – stellen unsere Kunden vor immer weiter anwachsende Herausforderungen. Auch steigende Anforderungen an die Kamera selbst – wie höhere Auflösungen oder Features, zum Beispiel die kamerainterne Steuerung des Lichts – erfordern eine Kamera, die nicht nur leicht integrier-, sondern auch austauschbar ist. Mit der Exo-Serie geben wir unseren Kunden alle Möglichkeiten, eine Kamera in ihre Applikation zu integrieren, die auch mit verändertem Frameset wieder nahtlos in das bestehende System einzufügen ist“, führt Andreas Schaarschmidt fort.

Crowd Detection
Crowd Detection: Überwachung mit höchster Präzision und Geschwindigkeit. Durch die schnelle und einfache Verkabelung bietet SVS-Vistek alle Möglichkeiten, die Kameras der Exo-Serie in unterschiedlichste Applikationen zu integrieren.

Dass bei der SV Cam Exo alles mit den Anforderungen hochspezialisierter Integratoren begonnen hat, erzählt uns Schmidt: „Die Intelligenz der Algorithmen, die für die Bildverarbeitung entwickelt werden, macht heute den größten Teil des Kapitals eines IBV-Integrators aus. Made in Germany ist viel Kopfarbeit. Die Algorithmen lassen sich auf unterschiedliche Anforderungen skalieren.

Frühzeitig gegensteuern

Industrielle Bildverarbeitung lohnt sich
Das Stichwort der vielseitigen Kameraserie Exo des bayerischen Kameraspezialisten SVS-Vistek lautet Modularität. ke NEXT hat sich die Serie näher angesehen.
Mit Bildverarbeitungssystemen lassen sich Fehler nicht nur erkennen, sondern auch vermeiden. Ständig überwachen die elektronischen Augen komplexe Prozesse an allen kritischen Stellen, erkennen sich verändernde Werte und geben frühzeitig das Signal zur Gegensteuerung. Die Kontrolle über komplexe Produktionsprozesse steigt, und die Gefahr von teuren Stillstandszeiten sinkt. Steigerung des Durchsatzes, Erhöhung der Genauigkeit – das sind folglich die beiden Kernthemen der Industriellen Bildverarbeitung in nahezu allen Branchen. Unter der Produktserie SVCam entwickelt und baut SVS-Vistek ausschließlich digitale Kameras – GigE Vision, Camera Link, CoaXpress und USB3 stehen dabei im Mittelpunkt. Erst jedoch die Kontinuität in allen Kameraeigenschaften ermöglicht es dem System-Integrator, flexibel auf wechselnde Bedingungen und Anforderungen zu reagieren. Mit der SVCam-Exo bietet SVS-Vistek eine Basis, die diesem Anspruch Rechnung tragen soll. Up- und Down-Grades von Sensoren, Feature-Sets und Schnittstellen fügen sich nahtlos in bestehende Systeme ein. Ein weiterer zentraler Punkt der Bildverarbeitung ist die Software zur Gewinnung der gewünschten Information aus dem Bild. Hier ist die Spanne extrem groß. Sie reicht von einfachen, mit Werten zu parametrisierenden Visionsensoren bis zu äußerst komplexen Programmen.

Der Software ist es in den meisten Fällen gleich, ob sich die Pixel, an denen sie eine Kante detektieren soll, im Millimeter oder Mikrometer-Bereich befinden. Mit steigender Rechenleistung können Systeme an steigende Anforderungen in Auflösung und Durchsatz angepasst werden. Diesen Prozessen ist auch die Kamera unterworfen. Der Integrator wird in Zukunft noch viel mehr darauf achten, nicht zu viel Ressourcen in das Design-In einer Kamera zu stecken und gleichzeitig vom Hersteller jedes Moduls verlangen, dass es sich seinem Lastenheft anpasst.“

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