Testaufbau
Testaufbau nach der Brandschutznorm EN 45545-2 an der TU Braunschweig: Die vier Pflitsch-Kabelverschraubungen halten über 30 Minuten und damit 50 Prozent länger stand, selbst bei direktem Beaufschlagen mit einem Flammenwerfer. Bild: Alstom

Ebenfalls aufwendig ist die Zulassung der Komponenten durch länderspezifische Zertifizierungen und die Realisierung von Produktvarianten. Wenn ein Feuer in einem Zug ausbricht, können auch Menschen zu Schaden kommen. Um hier mehr Sicherheit zu bieten, gilt seit 2013 die neue Brandschutznorm EN 45545 für „besseren Brandschutz in Schienenfahrzeugen“. Sie löste die innerhalb Europas geltenden nationalen Normen wie die NF F 16-101 und -102, die BS 6853 und DIN 5510-2 ab. Für die Zughersteller bedeutet das: Sie müssen durch unbrennbare, feuerhemmende und selbstverlöschende Materialien sicherstellen, dass sich Feuer und Rauch über gewisse Zeiträume nicht ausbreiten können. Bricht etwa im Fahrgastraum ein Feuer aus, muss der Lokführer ausreichend Zeit haben, um den brennenden Zug aus dem Tunnel herauszufahren. Die aktuelle EU-Norm gibt hier 15 Minuten vor, in denen Kabeldurchführungen Feuer und Rauch standhalten müssen. Pflitsch war der erste Hersteller, der diese hohen Anforderungen erfüllte und seine Kabelverschraubungen Uni-Dicht und blueglobe nach EN 45545-2 und EN 45545-3 zertifizieren ließ.

In Tests bei den Bahnherstellern wurde die Einbausituation an der Wand zwischen Fahrgastraum und Führerstand simuliert. Die dort montierten Pflitsch-Kabelverschraubungen wurden bei der Prüfung mit einem Flammenwerfer beaufschlagt – und hielten gut 30 Minuten stand. Das sind 50 Prozent mehr, als es die Norm vorschreibt und gibt den Bahnherstellern die nötige Sicherheit.

 

Technik im Detail

Als erster Hersteller hat Pflitsch seine Kabelverschraubungen Uni-Dicht und blueglobe – auch in der Mehrfachversion (r.) – erfolgreich nach der neuen Brandschutznorm EN 45545 zertifizieren lassen. Bild: Pflitsch/Lutz

Von eisig bis heiß

Pflitsch-Kabelverschraubungen mit hohen Schutzarten bis IP 68 bzw. IP 69K, erhöhter Zugentlastung, Vibrationssicherheit und Resistenz gegen gängige Umwelteinwirkungen überzeugen Bahnhersteller seit vielen Jahren. Nachdem bei einigen Wettbewerbsprodukten auf Dauer Undichtigkeiten auftraten, beziehungsweise bei hohen Vibrationen Kabelbrüche entstanden, vertrauen Zughersteller weltweit auf den Kabelverschraubungshersteller. Denn Kabelverschraubungen von Pflitsch dichten sicher und zuverlässig ab. Durch das Prinzip der weichen Quetschung werden die Kabel dauerhaft geschont. Der vollelastische Dichteinsatz „schmiegt“ sich beim Anziehen der Druckschraube gleichmäßig und großflächig an das durchgeführte Kabel. Dieses Dichtprinzip wirkt auch bei hohen Vibrationen – dank der großen Auflagefläche. Wegen der zulässigen Einsatztemperaturbereiche von -40 °C bis + 130 °C laufen die Züge bei niedrigen wie hohen Temperaturen zuverlässig, im kalten Russland mit Temperaturen von  -50 °C wie im warmen Mittelmeerraum und Wüstenregionen.

 

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