Auch Pfannenberg hat bei seinen Neuentwicklungen das Einsparpotenzial im Bereich der Klimatisierung zum Thema gemacht. Seit 2011 entwickelt das Unternehmen seine eCool-Serie. Bereits 2013 wurde die Serie weiterentwickelt und verfügt seither über ein noch höheres Einsparpotenzial, das mit dem folgenden Zahlenbeispiel verdeutlicht werden kann: Allein durch die 2013 verkauften Geräte der neueren 6000er-Serie wurden mehr als 730 Tonnen CO2 weniger an die Atmosphäre abgegeben. Umgerechnet auf den Spritverbrauch eines aktuellen Golf TDI (110 PS) entspricht diese Einsparung des Klimagases einer Fahrtstrecke von 177 mal rund um die Welt.

Die Serie bietet drei verschiedene Kühltechnologien: Luft-/Luft-Wärmetauscher sind preiswert und eignen sich vor allem für staubige und feuchte Umgebungen, da sie externe und interne Luftkreisläufe voneinander trennen und damit das Innere des Schaltschrankes hermetisch abgeschlossen ist. Sie eignen sich vor allem bei höheren Umgebungstemperaturen. Speziell entwickelte Komponenten sorgen für energieeffiziente Klimatisierung. Verflüssiger mit großem Lamellenabstand verhindern das Ansetzen von Staub und Schmutz, sorgen also für einen wartungsarmen, zuverlässigen Betrieb.

Kühlung durch Hybridverfahren

Blue e+ Kühler

Bild: Rittal

Blue e+ Kühler von Rittal

Die Geräte decken einen Leistungsbereich von bis zu 6000 Watt ab (vorher: maximal 4000 Watt) und sind bei Temperaturen von minus 30 bis plus 60 Grad Celsius einsetzbar. Die Kühlgeräte verfügen über ein neues grafisches Touchdisplay, das alle relevanten Informationen auf einen Blick liefert. Systemmeldungen werden als Klartext und mehrsprachig angezeigt. Standardisierte Kommunikationsschnittstellen sorgen für einfachste Einbindung in die Leitsysteme der Produktionsanlagen.

Darüber hinaus erlauben verschiedene Protokolle wie zum Beispiel CAN Bus oder Modbus TCP einen Datentransfer in Echtzeit über die CAN- beziehungsweise Ethernet-Schnittstelle. Die Near-Field-Communication-Schnittstelle (NFC) ermöglicht eine einfache Parametrierung mehrerer Kühlgeräte über ein NFC-fähiges mobiles Endgerät.

Ein Höchstmaß an Sicherheit bieten Pfannenbergs Luft-/Wasser-Wärmetauscher, die bei Umgebungstemperaturen von über 55 Grad Celsius oder in besonders öliger oder aggressiver Umgebung zum Einsatz kommen. Alle Geräte sind wartungsfrei beziehungsweise wartungsarm und überzeugen durch eine besonders geringe Geräuschemissionen.
Neben der hohen Energieeffizienz bieten die Geräte noch viele andere Vorteile wie etwa eine schnelle und einfache Montage, Servicefreundlichkeit und Ausschnittkompatibilität für Variabilität und Kostenersparnis.

Durch die einfache, werkzeuglose Montage können die Geräte von einer Person in weniger als drei Minuten angebracht werden. Zudem sind die drei Kühltechnologien – Luft-/Luft-Wärmetauscher, aktive Kühlgeräte und Luft-/Wasser-Wärmetauscher – einfach austauschbar: Durch ihren standardisierten Gehäuseausschnitt sind alle Geräte untereinander ausschnittkompatibel und passen zudem in die Gehäuse aller Schaltschrank-Hersteller.

Dem Energiefresser an den Kragen

Schneider Electric setzt bei der CO2-Einsparung in seinen Aqua-flair Chillern auf das Prinzip der freien Kühlung. Ihr Funktionsprinzip: Bei einer Temperatur von über 15 Grad Celsius verhält sich der Freikühl-Kaltwassersatz der Geräte wie ein herkömmlicher Kaltwassersatz, indem die Wärmelast am Verdampfer mit den Verdichtern beziehungsweise Tandem-Kompressoren abgebaut wird.

Blue e+

Rittal setzt zur Erhöhung der Energieeffizienz bei seiner neuen Kühlgeräte-Generation Blue e+ erstmals auf ein patentiertes Hybridverfahren. Bild: Rittal

Wenn die Außentemperatur zwischen fünf und 15 Grad Celsius liegt, wird über Freikühlung nur ein Teil der Wärmelast abgebaut, und die Verdichter beziehungsweise die Tandem-Kompressoren laufen im Teilbetrieb mit. Bei einer Temperatur von unter 15 Grad Celsius schaltet das Kontrollsystem die Freikühlpumpe frei, und das Wasser wird den am Verdampfer angeordneten Luft-Wasser-Wärmetauschern zugeführt. Bei ausreichend niedriger Außentemperatur bauen somit die Luft-Wasser-Wärmetauscher die Wärmelast ohne die Hilfe der Verdichter vollständig ab. Es wird dann lediglich der Ventilator und die Freikühlpumpe betrieben.

Moderne Steuerungssysteme überwachen bei den Aquaflair Chillern fortlaufend wichtige Messpunkte, um sicherzustellen, dass die Kälteaggregate stets innerhalb der vorgegebenen Spezifikationen funktionieren. Fehler werden gemeldet, bevor es zu Ausfällen kommt. Alle Aquaflair Kälteaggregate von Schneider Electric laufen sehr leise, da sie vergrößerte seitliche Luft-Wärmetauscher nutzen, die Lüftergeschwindigkeit regeln sowie über geräuschisolierte Kompressoren und Gehäuse verfügen.

Auch Schneider Electric sieht den hohen Energieverbrauch von Klimatisierungslösungen als wichtigen Ansatzpunkt für Einsparmöglichkeiten. „Wer langfristig Kosten einsparen möchte, ist gut beraten bei der Kühltechnologie anzusetzen, denn die Kühlung ist einer der Energiefresser schlechthin“, so Norbert Keil, Energy Mangement Consultant bei Schneider Electric ITB. „Etwa die Hälfte der erforderlichen Energie eines Datacenters wird für die Kühlung verwendet.

Flexibel konfigurierbare und zudem effiziente Systeme sind daher die beste Investition für die Zukunft.“
Steuerungssysteme überwachen bei den Aquaflair Chillern fortlaufend wichtige Messpunkte, um sicherzustellen, dass die Kälteaggregate stets innerhalb der vorgegebenen Spezifikationen funktionieren. Fehler werden gemeldet, bevor es zu Ausfällen kommt. Die Kälteaggregate laufen sehr leise, da sie vergrößerte seitliche Luft-Wärmetauscher nutzen, die Lüftergeschwindigkeit regeln sowie über geräuschisolierte Kompressoren und Gehäuse verfügen.

Die passende Software

Die passende Software

Bild: Pfannenberg

PSS und eCool Plant von Pfannenberg

Ein weiteres Plus des Klimakonzeptes sind die Software-Systeme Pfannenberg Sizing Software (PSS) und eCool-Plant. Als kostenfreies und einfach zu bedienendes Werkzeug hilft die PSS bereits in der Planungsphase die geeignete Kühltechnologie zu ermitteln, um Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden. Außerdem erleichtert sie mit einer offenen Bibliothek die Suche nach spezifischen Bauteilen.

Die Kontrollsoftware eCool-Plant ist ein wichtiges Werkzeug für alle Servicetechniker, um aktuelle Statusinformationen am Kühlgerät auszulesen und zu parametrieren. Maschinenhersteller können die Software in die Benutzeroberfläche ihrer Maschinensteuerung implementieren. Die Software ist mit allen Kühlgeräten der Serie kompatibel, die mit Multicontroller (MC) ausgestattet sind. Und liefert rund um die Uhr Informationen zu Temperaturverlauf und Laufzeit und gibt Hinweise zu notwendigen Anpassungen oder zu Wartungsintervallen der Komponenten.