vorkonfektionierte Kabel, Bild: Phoenix Contact

Kompaktes Design – auch vorkonfektionierte Kabel werden platzsparend in den Schaltschrank geführt. Bild: Phoenix Contact

Um Baugruppen und Anlagenteile schnell und sicher verbinden und auch schnell und einfach wieder trennen zu können, bieten Industriesteckverbinder zahlreiche Vorteile. So zählen Industriesteckverbinder, die langlebige, sichere und leicht lösbare elektrische Verbindungen herstellen, zu den wichtigsten Bauteilen im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Apparate- und Gerätebau. Auch bei der Energieverteilung und -erzeugung spielen sie eine wichtige Rolle. Industriesteckverbinder sind der klassische Anwendungsfall, wenn es darum geht, Energie-, Signal- oder Datenleitungen aus dem Schaltschrank oder aus dem Klemmenkasten herauszuführen.

Komplexe Anlagen flexibler installieren

Normschiene, Bild: Phoenix Contact
Sicherer Halt – zur Befestigung werden die Steckverbinder einfach auf die Normschiene aufgerastet. Bild: Phoenix Contact

Nun bestehen moderne Maschinen und Anlagen aus zahlreichen unterschiedlichen Funktionsbaugruppen, die häufig modular aufgebaut und teilweise dezentral angeordnet sind. Damit erhöht sich die Flexibilität für den Planer und Betreiber erheblich, denn ein gleichzeitiger oder paralleler Aufbau der Anlagenteile wird dadurch einfacher. Auch die Durchlaufzeiten der Maschine oder Anlage werden kürzer, weil die Elemente bei der Endmontage nur noch zusammengefügt werden müssen. Hier erfüllt der Steckverbinder zwei wichtige Funktionen: Das schnelle und sichere Verbinden sowie die Möglichkeit der elektrischen Prüfung direkt in der Anlage. Vorgeprüfte Einheiten können dann sofort in Betrieb genommen werden.

Bei all diesen Überlegungen ist es aber nicht unbedingt erforderlich, dass sich die Steckstelle der Verbindungsleitung an der Außenseite des Schaltschranks befindet. Zudem wird häufig nur einmal gesteckt - bei der Ankopplung des Anlagenelements. In diesen Fällen kann die Zuführung der Leitung auch durch die Schaltschrank-Bodenplatte oder mit Hilfe von Kabeleinführungssystemen erfolgen.

Die Elemente des CIF-Programms – CIF steht dabei für Connector Installation Frames – sind Bestandteile eines Installationskonzepts für geschlossene Schalträume und Schaltschränke. Die Vorteile, die eine Steckverbinder-Nutzung in derartigen geschlossenen Räumen bietet, sind alle in das Konzept eingeflossen. So bestehen die CIF-Komponenten aus Kunststoffelementen, die für die Aufnahme der Kontakteinsätze in den Baugrößen B6, B10, B16 und B24 konzipiert sind. Die Stecker-Montagerahmen passen zu den serienmäßigen Kontakteinsätzen der Steckverbinder-Baureihen D, DD B, BB, HS6, K und Modular. Einfache Adapter erlauben auch die Verwendung der Kontakteinsätze A10 und A16 sowie D15 und D25.

Trägerelement für die Normschiene

Freie Kabelführung, Bild: Phoenix Contact
Freie Kabelführung – bei der Montage vorkonfektionierter Steckverbinder kann das Kabel zu allen vier Seiten geführt werden. Bild: Phoenix Contact

Das Trägerelement des Montagerahmens besteht aus einem hochwertigen Kunststoff, es ist ausgelegt für alle vier Baugrößen des Industriesteckverbinder-Programms Heavycon. Zur Anpassung an die Baugröße wird der bewegliche Schieber in die entsprechende Position geschoben, wo er einrastet. Markierungen auf dem Gehäuseboden erleichtern die Einstellung auf die richtige Baugröße. Die Befestigung des Trägers auf Standard-Normschienen erfolgt dann durch einfaches Aufrasten – Werkzeug ist dabei nicht erforderlich. Der Rastschieber hält das Bauteil sicher auf der Schiene. Die Verbindung kann auch bequem wieder gelöst werden, dazu wird der orangefarbene Schieber mit einem Schraubendreher – 3,5 mal 0,5 – betätigt.

Das Trägerelement kann nicht nur quer zur Schiene aufgerastet werden, sondern – falls die Platzverhältnisse es erfordern – auch in Längsrichtung. Zudem kann das Trägerelement innen auf die Schaltschrank-Rückwand oder auf eine Befestigungsplatte aufgeschraubt werden. Dazu sind vier Bohrungen für M4-Schrauben vorgesehen. Der Kontakteinsatz wird mit seinen Befestigungsschrauben auf dem Träger befestigt. Eingepresste Gewindeeinsätze sorgen für ein geringes Drehmoment und einen sicheren Sitz. Sogar vorkonfektionierte Kontakteinsätze können problemlos montiert werden. Dazu werden die Leiter in alle vier Richtungen aus dem Trägerelement herausgeführt, was die Konfektion vereinfacht und die Montagezeit weiter reduziert.