Matthias Fischer, Team Leader Product Manager & FAE bei TDK-Lambda, Bild: TDK-Lambda

Matthias Fischer, Team Leader Product Manager & FAE bei TDK-Lambda, Bild: TDK-Lambda

ke NEXT wollte mehr über die neue Geräteserie wissen und hat darüber mit Matthias Fischer, Team Leader Product Manager & FAE bei TDK-Lambda, gesprochen.

Herr Fischer, diesen November kommt Ihr neues Labornetzgerät Genesys+ auf den Markt. Könnten Sie bitte kurz die wichtigsten Highlights erläutern?

TDK-Lambda hat in den letzten 15 Jahren mit der bewährten Genesys Geräte-Familie viele Erfahrungen in vielfältigen Projekten und deren spezifischen Anforderungen gesammelt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse in einem schnell veränderten Markt motivierte unsere Entwickler nun, eine neue Geräte-Generation zu entwickeln. Die erste neue Geräte-Linie bietet eine Abgabeleistung von 5 kW an. Die neuen Herausforderungen waren eine noch nicht da gewesene Packungsdichte von 1HE bei 5kW, eine Reduzierung des Gewichtes um 50 Prozent, eine extrem höhere Funktionalität, deutlich mehr Schnittstellen zur Anbindung an die kundenseitige Controller-Einheit zu ermöglichen.

Das neue Gerät verfügt über ein komplett neues Display-Design, welches eine sehr gute Ablesbarkeit aus allen Blickwinkeln und auch über den ganzen Temperaturbereich ermöglicht. Eine intuitive vereinfachte Menüführung lässt den Bediener die vielfältigen Aufgaben durchführen. Trotz dieser enormen Leistungsdichte fanden die Entwickler noch genügend Raum für clevere Detaillösungen und eine umfangreiche Ausstattung mit Arbiträrgenerator und einer Fülle an Interfaces zur Programmierung. Die Palette der Ausgangsspannungen erstreckt sich von 0-10VDC bis 0-600VDC.

Die Geräte können neben den klassischen Betriebsarten als Spannungsregler beziehungweise als Stromregler jetzt zusätzlich auch als leistungsgeregelte Quelle eingesetzt werden. Weiter ist eine Programmierung des Innenwiderstandes zur Batteriesimulation integriert.

Und weiter …?

Für den Kunden stehen nun deutlich mehr standardmäßige Schnittstellen zur Verfügung wie USB, RS232/485, LAN und eine isolierte analoge Schnittstelle. Weitere sind optional natürlich erhältlich. Für die Computer-Schnittstellen haben wir auf einer CD-ROM alle notwendigen Treiber bereitgestellt, damit die Software-Entwickler von Labview-Tools sehr schnell Ihre Oberflächen aufbauen können. Ebenso bekommt der Kunde verschiedene Standard GUI’s zur direkten Ansteuerung des Laborgerätes dazu, mit denen er auch ohne großen Programmieraufwand bereits komplexere Programmierverläufe erstellen kann.

Möchte der Kunde die Geräte leistungsmäßig kaskadieren, haben wir einen neuartigen Parallel-Bus entwickelt, der die Geräte durch einfache Datenverbindung in eine selbstständige Master-Slave Kombination konfiguriert. Eine mühselige Voreinstellung der Einzelkomponenten ist damit überflüssig. Mit dem neuen Design können Leistungspakete von bis zu 20kW in 4 HE bereitgestellt werden.

Welche Anwendungen fokussieren Sie mit Ihrer Neuentwicklung?

Das Genesys+ kann sowohl in normaler Laborumgebung, sowie in industrieller Umgebung ein- gesetzt werden. Dort führt diese viele Test-und Mess-Anforderungen durch, wie z. B. in der Bauteile bzw. Baugruppen-Fertigung und im Burn-IN. Weitere Gebiete sind die Automation, ATE, Automotive, Aerospace, Satelitten-Test, Solar und Batterie-Simulation um hier nur einige Fachgebiete zu nennen.