Messprojektor, Bild: Keyence

Das Qualitätsmanagement bei Loga wurde aufgerüstet. Bild: Keyence

Drehteile müssen mit Qualität überzeugen. Schließlich stellen die Kunden hohe Anforderungen an die Bauteile und prüfen das Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb dürfen nur hochwertige Produkte das Werk verlassen. Das ist eine Herausforderung für die Arbeit der Qualitätssicherung. Sie muss die Einhaltung der Toleranzen garantieren und sich gleichzeitig nahtlos in die Prozessschritte einfügen, um einen reibungslosen Materialfluss zu ermöglichen. Der digitale Messprojektor von Keyence hilft dem Unternehmen Loga Präzisionsteile, die Qualität der Drehteile schneller zu erkennen.

Bedienung Messprojektor, Keyence
Bedienung eines Messprojektors. Bild: Keyence

Als vor vier Jahren ein weiterer Großauftrag anstand, war beim Unternehmen Loga Präzisionsteile schnell klar, dass die Technik des Qualitätsmanagements aufgerüstet werden muss. Die beiden Geschäftsführer Michael und Peter Loga suchten ein Gerät, das ihren Anforderungen exakt entspricht und gleichzeitig eine deutliche Verbesserung der bestehenden Qualitätsprüfung ermöglicht. Mit dem digitalen Messprojektor IM-6225 von Keyence liegen die Ergebnisse schneller vor und bieten dem Werker eine höhere Sicherheit. Aufgrund der hohen Zufriedenheit wurde jetzt in einen weiteren Keyence-Messprojektor investiert.

Die Drehteile, die aus der Loga-Produktion in Denkingen kommen, sind bereits von hoher Güte. Eine kontinuierliche Prüfung überwacht nicht nur die Fertigung, sondern garantiert auch einen lückenlosen Qualitätsnachweis. Rund zehn Millionen Drehteile, zum Beispiel für Kraftstoffleitungen, hydraulische Anwendungen oder Hülsen für die Dieseleinspritztechnik verlassen jährlich das schwäbische Werk. Die bisherige Messtechnik war zum Engpass geworden und behinderte die Weiterentwicklung des Unternehmens. So bestand Handlungsbedarf, um eine höhere Wertschöpfung zu erreichen und gleichzeitig den Ausstoß zu erhöhen.

Messung schnell und effizient

Zeit ist nicht nur Geld, sondern heute Garant einer stabilen Kundenbeziehung. Je schneller gute Qualität geliefert wird, desto beständiger ist diese Beziehung. Deshalb ist die Gestaltung der Prüfprozesse für eine zukunftsfähige Produktion von großer Bedeutung. Um bei einer hohen Kapazitätsauslastung den Auftrag zügig auszuführen und die Produktion nicht ins Stocken zu bringen, müssen die Messprozesse schnell und effizient sein. Die Fertigungszeit bei Loga Präzisionsteile beträgt durchschnittlich 60 Sekunden, bei komplexeren Drehteilen maximal fünf Minuten. Der Mitarbeiter kontrolliert die produzierten Teile stichprobenartig mittels statistischer Prozesslenkung (SPC) und anhand eines praxiserprobten Zeitplans. Bei einem Schlauchnippel, der ein Dauerläufer der Firma Loga ist, sind es beispielsweise 55 Maße, die exakt stimmen müssen. Um diese Merkmale zu kontrollieren, benötigte der Mitarbeiter früher mehr als 15 Minuten, also wesentlich länger als zur Produktion. Diese Zeit kann jetzt anderweitig produktiv genutzt werden. Mit dem „Keyence“, wie der digitale Messprojektor unter den Mitarbeitern genannt wird, ist der Prüfvorgang in 19 Sekunden erledigt – „alles I.O.“ Früher hatten nur Auserwählte Zutritt in einen fein säuberlich getrennten Messtechnikbereich. Diese Zeiten sind vorbei. Die Messtechnik öffnet ihre Türen zur Produktion und – wie im Fall Loga – zum eigenverantwortlichen Messen des Werkers.

Messprojektoren, Bild: Keyence
Um bei einer hohen Kapazitätsauslastung den Auftrag zügig auszuführen und die Produktion nicht ins Stocken zu bringen, müssen Messprozesse schnell und effizient sein. Bild: Keyence

Der Käufer von Messtechnik stellt die Vereinfachung der Vorgänge immer häufiger in den Vordergrund, das weiß auch André J. Baum, mitverantwortlich für die Koordinatenmesstechnik bei Keyence Deutschland. Dieser Trend wird auch durch den Mangel an Fachkräften gefördert, vor allem jedoch geht es um Schnelligkeit und Prozessoptimierung.

Der digitale Messprojektor ist die Weiterentwicklung des klassischen Profilprojektors. Die einst optischen Verfahren sind zu digitalen Methoden weiterentwickelt geworden. Daraus rührt der Geschwindigkeitsvorteil. „Messung und Auswertung gehen sehr schnell vonstatten“, erklärt Baum. Die unbestechliche Optik wird mit digitaler Auswertung kombiniert. Zwischen der großen Optik mit 100 mm Durchmesser können Bauteile mithilfe der verfahrbaren x-Achse mit einer Breite bis zu 200 mm geprüft werden. Fokus und Beleuchtung stellen sich automatisch ein. Die speziell entwickelte Doppeltelezentrik sorgt für eine hohe Tiefenschärfe. Dadurch können Teile bis zu 80 mm Höhe beziehungsweise Durchmesser geprüft werden – eine ideale Voraussetzung für Dreh-, Stanz- und Biegeteile oder technischen Spritzguss. Auch Federn oder komplexe Formen stellen kein Hindernis dar.