• Mobile Anwendung RSL 400 Bild: Leuze

    Der Sensor RSL 400 ist für verschiedene Applikationen geeignet – sowohl mobile als auch stationäre. Bild: Leuze

  • Transportband Bild Leuze

    Die neue Sensor-Baureihe besteht aus 16 Gerätevarianten in vier gestaffelten Reichweiten (S, M, L, XL) und vier Funktionsvarianten (RSL 410, 420, 430, 440). Bild: Leuze

  • Schweissroboter Bild: Leuze

    Absicherung großer Flächen, auch um Ecken, als ein Bereich oder mit zwei autarken Schutzfunktionen. Bild: Leuze

  • Arbeitsplatz Bild: Leuze

    Auch Einlegearbeitsplätze werden zuverlässig abgesichert. Bild: Leuze

  • RSL 400: Sicherheits-Laserscanner mit zwei autarken Schutzfunktionen. Bild: Leuze

    Erkenungsfeld des Sensors. Bild: Leuze

Auch heute noch ist der Anbieterkreis flächendeckender Distanzsensoren basierend auf Laserscanner-Technik überschaubar. Kein Wunder, denn die Entwicklung der komplexen Geräte erfordert viel Know-how, langjährige Erfahrung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Das zeigt der Sicherheits-Laserscanner RSL 400 von Leuze Electronic.

Bereits gegen Ende der 1990er-Jahre präsentierte Leuze Electronic den ersten Roto Scan. Der als Rotoscan RS3 auf den Markt gebrachte Laserscanner zeigte damals schon jene Gehäuseform, die bis heute im Wesentlichen erhalten blieb: die typische Kaffeemaschinen-Anmutung, obgleich aktuelle Geräte jetzt viel kleiner und kompakter sind. Der Leuze Rotoscan RS3 wurde als flächendeckender Distanzsensor für die Objekt- und Personenerkennung angepriesen. Diese Definition hat für die modernen Laserscanner von heute noch Gültigkeit. Schon damals war er für schienengebundene Fahrzeuge und fahrerlose Transportsysteme geeignet. Es hieß, er sei die vorauseilende Stoßstange. Das gilt auch heute noch. Aber das war es auch schon mit den Äquivalenzen.

 

Der Erste seiner Art

Aller Anfang ist beschwerlich: der RS3 war damals nicht sicher im Sinne der gültigen Normen zur Arbeitssicherheit. Dabei war es gerade hier sehr wünschenswert, mit einem solch praktischen und kompakten Gerät einen horizontalen oder vertikalen Bereich zuverlässig absichern zu können. Mit diesem Plan hat Leuze Electronic daraufhin eine Weiterentwicklung gestartet, die neue Maßstäbe im Personenschutz, in der Objekterkennung und für Navigationsaufgaben setzen sollte. In dieser Phase, es war vor etwa 15 Jahren, sammelte das Unternehmen im Bereich der Sicherheits-Laserscanner Erfahrungen, die bis heute nachhaltig sind.

Der große Wurf am Markt war in darauffolgenden Jahren der Sicherheits-Laserscanner Rotoscan RS4 und sein roter Bruder, der ROD4, der im Non-Safety-Bereich für Messaufgaben bestimmt war. Mit dem Slogan „Flexible Multitalente für die Personensicherung“ wurde die RS4-Produktfamilie vermarktet. Im Unterschied zum Vorgänger hatte Leuze die Schwachstellen beseitigt und ein kompaktes, kostengünstiges und vielfältig einsetzbares Gerät am Markt platziert.

Sicherheits-Laserscanner
RSL 400: Sicherheits-Laserscanner mit zwei autarken Schutzfunktionen. Bild: Leuze

Es war nach neuesten internationalen Sicherheitsnormen zertifiziert und enthielt bis dato nicht gekannte Funktionspakete, zum Beispiel Motion Monitoring, drei verschiedene Reichweiten (bis 6,25 Meter) und integrierte Schnittstellen für Profisafe und AS-i Safety, also Integrated Connectivity – ein Terminus, der heute eng mit dem Industrie-4.0-Jargon verbunden ist.

Die neue RSL-400-Baureihe besteht aus 16 Gerätevarianten in vier gestaffelten Reichweiten (S, M, L, XL) und vier Funktionsvarianten (RSL 410, 420, 430, 440). Leuze Electronic spricht in diesem Zusammenhang von thinkmodular – eine Philosophie, die der Hersteller auch in anderen Produktbaureihen, zum Beispiel bei Barcodelesern und Smart Kameras, umsetzt. Bei den Laserscannern bedeutet das: Ob stationär oder mobil, ob lange oder kurze Reichweiten, Basisfunktionen oder eine High-End-Ausstattung – der Anwender erhält quasi ein maßgeschneidertes Gerät, das sich bei einem Geräte-Upgrade aufgrund vollständiger Kompatibilität innerhalb der Baureihe einfach auswechseln lässt.

Die Stoßrichtung der Optimierungsmaßnahmen lässt sich vor allem an folgenden Zielsetzungen festmachen: Scanbereiche (Reichweite, Winkelbereich) gestaffelt erhöhen, anwendungsoptimierte Funktionen bereitstellen, Inbetriebnahme und Handhabung signifikant vereinfachen. Die Entwicklungsziele, die sich das Unternehmen gestellt hat, resultieren aus den langjährigen Applikationserfahrungen und den Stimmen am Markt. So wollen die Anwender im Sensorbereich neben maximaler Zuverlässigkeit auch hohe Leistung bei einfachster Bedienung. Fertig ist das Lastenheft. Doch was steht nun im Pflichtenheft?

Während der Vorgänger Rotoscan RS4 die Hürde von sechs Meter Reichweite stemmt, schafft der Sicherheits-Laserscanner RSL 400 die acht Meter mühelos. Mit einer maximalen Reichweite von 8.25 m gilt er derzeit als einer der reichweitenstärksten Laserscanner im Markt. In Kombination mit dem Scanwinkel von 270 Grad (RS4: 190 Grad) resultiert daraus ein enormer Sicherheitsbereich von 160 Quadratmetern. Damit geben sich – jedenfalls im Moment – selbst anspruchsvollste Anwender zufrieden. Denn dies entspricht im Vergleich zum RS4-Laserscanner einer Leistungsverdoppelung bei deutlich kompakterer Bauform, wie in der Praxis so oft gefordert.