Nach all den vielen verhaltenen bis pessimistischen Konjunkturaussichten gibt es in der Branche etwas Positives zu berichten: Trotz der angespannten Lage zeichnet sich im Vorfeld der SPS 2019 ab, dass die Aussichten und die Buchungszahlen für die Messe erneut sehr positiv sind. Rund 1650 Anbieter von Automatisierungstechnik aus aller Welt erwartet der Messeveranstalter vom 26. bis zum 28. November 2019 als Aussteller in Nürnberg. Damit warten auf Konstrukteure und Ingenieure aus dem Maschinen- und Anlagenbau wieder jede Menge Exponate und Lösungen.

sps Logo, bild: Mesago
So sieht es aus: das neue Logo der SPS in 2019. Bild: Mesago

Nicht wundern sollten sich Besucher der Messe, die in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum feiert, über den Namen. Denn der Messeveranstalter hat Anfang des Jahres die Fachmesse der elektrischen Automation umbenannt: Aus der hardware-basierten Bezeichnung SPS IPC Drives wurde schlicht SPS. Damit hat die schon zuvor häufig lediglich mit SPS benannte Messe auch offiziell diese Bezeichnung erhalten. Dabei steht das Kürzel nicht mehr wie in der Vergangenheit für einen wesentlichen Baustein der Automatisierungstechnik, die speicherprogrammierbare Steuerung, sondern für Smart Production Solutions. So spiegelt der Name die zunehmend ganzheitlichen Industrie-4.0-Ansätze in der Automatisierungstechnik wider. Dieser Wandel zeigt sich auch daran, dass inzwischen vermehrt IT-Aussteller auf der SPS vertreten sind. Diese präsentieren ihre Themen, wie Big Data, Cloud-Technologie, 5G und Künstliche Intelligenz, fokussiert im Verbund mit den Automatisierungsherstellern.

SPS 2019: Diese Touren führen Sie zu Digitalisierungs-Beispielen...

Produktionszellen, Roboterarme, Bild: Mesago
Auch die Robotik wird auf der SPS 2019 wieder eine Rolle spielen. next Robotics by ke NEXT berichtete bereits im letzten Jahr. Bild: Mesago

Weil die Digitalisierung einen enormen Einfluss auf die Automatisierungsbranche hat, werden auch in diesem Herbst zahlreiche Aussteller ihre Lösungsansätze, aber auch diverse Produkte und Applikationsbeispiele zur digitalen Transformation zeigen.

Wer angesichts der vielen Hersteller und Themen verzweifelt, kann sich im Rahmen von kostenpflichtigen, geführten Touren (Guided Tours) direkt zu wichtigen Herstellern eines Themas bringen lassen und sich so einen kompakten Überblick verschaffen. In diesem Jahr stehen folgende Touren auf dem Programm: Tour 1 – Machine Learning und KI, Tour 2 – Produkt- und Maschinensimulation, Tour 3 – Industrial Security in der Fertigung, Tour 4 – Cloud Ecosysteme. Der Fokus der Touren liegt dabei jeweils auf Anwenderfällen.

Robotik auf der SPS IPC Drives 2018 - Quelle: next Robotics

Besucher, die umfassende Einblicke in spezifische Themen nehmen oder gezielte Informationen zu ausgewiesenen Themenschwerpunkten einholen möchten, sind auf den Gemeinschaftsständen richtig. Auf dem Stand „Automation meets IT“ in Halle 6 werden die Aussteller digitale Lösungen zu den Themen Asset Management, cloud-basierte Services, datenzentrierte Services, predictive Maintenance sowie OPC UA präsentieren. In Halle 4A wartet der Gemeinschaftsstand „AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik“ auf Besucher.

SPS 2019: Öffnungszeiten, App, Hallenplan, Shuttle-Service...

SPS 2019 - der Hallenplan. Bild: Mesago
  • Die SPS ist für Fachbesucher am Dienstag und Mittwoch jeweils von 9 bis 18.00 Uhr geöffnet, am Donnerstag von 9 bis 17.00 Uhr.

  • Wer sich schnell zurechtfinden möchte: Die App „SPS Smart Production Solutions“ des Messeveranstalters Mesago Messe Frankfurt steht im Appstore sowie für Android im Google Store als Gratisanwendung zur Verfügung. Die App verfügt über einen interaktiven Geländeplan und ein Ausstellerverzeichnis. Außerdem informiert sie über das Rahmenprogramm.

  • Ein kostenfreier Shuttle-Service bringt Besucher von den Parkplätzen direkt zu den Eingängen.

  • Weitere Infos finden Interessierte unter https://sps.mesago.com/events/de.html

Podiumsdiskussionen und Vorträge auf der SPS 2019

Produktvorführungen, Bild: Mesago
Produktvorführungen: Impressionen des Messegeschehens auf der letztjährigen Fachmesse für elektrische Automatisierung, die damals noch SPS IPC Drives hieß. Bild: Mesago

Unternehmens- und Produktpräsentationen, aber auch Podiumsdiskussionen und Vorträge finden Interessierte in den beiden Messeforen in Halle 3 und Halle 10.1. sowie im ZVEI-Forum in Halle 6 und im VDMA-Forum in Halle 5. Im letztgenannten Forum werden am 26. 11. von 12.00 bis 13.00 Uhr auch die nominierten Produkte für den Automation Award 2019 präsentiert. Und von 15.00 bis 16.00 Uhr geht es um das Thema: „5G im Maschinenbau: wie vorgehen?“. Beim ZVEI steht beispielsweise am 28. 11. von 9.30 bis 10.00 Uhr das Thema „CERT@VDE – Cybersecurity für Unternehmen anwendbar machen!“ auf dem Plan. Eine genaue Übersicht über die Vorträge finden Interessierte übrigens auf der Messehomepage.

Für Besucher, die sich noch tiefgehender zu aktuellen Themen informieren wollen, bietet sich der parallel stattfindende Kongress „Automation 4.0 Summit“ an. Am ersten Messetag behandelt der Kongress die Themen „5G, TSN und OPC UA TSN Standardisierungen“ und „Securely connected – vom Sensor bis zur Cloud“. Am zweiten Messetag geht es um „IOT-Plattformen – Best Practises“ sowie „Flexible Automatisierung für wenig Geld – was leistet die Robotik?“.

Bei all der Vielfalt bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Der Hackathon, bei dem nützliche und kreative Softwarelösungen für die Automatisierungsbranche programmiert wurden, wird erst wieder im Herbst 2020 stattfinden. Zumindest dürfen sich die Fans damit schon mal auf das nächste Jahr freuen. Denn auch dann wird die SPS für Konstrukteure und Ingenieure wieder zum Pflichtprogramm gehören.

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