Der VDI hat eine neue Studie angefertigt: Automation 2025. In der Automatisierung sieht der Verein

Der VDI hat eine neue Studie angefertigt: Automation 2025. In der Automatisierung sieht der Verein das notwendige Bindeglied, das aus den Möglichkeiten der Software realen Nutzen generiert. Die ganze Studie können Sie hier lesen.

Es eröffnet sich eine Welt voller neuer Geschäftsmodelle. Internettechnologien mit ihrem beträchtlichen Potenzial halten bereits jetzt Einzug in Produktionseinrichtungen, ohne dass Nutzen, Chancen und Risiken vollständig vorhersagbar, geschweige denn abschließend bewertbar sind. Im Rahmen des VDI-Kongresses Automation in Baden-Baden, hat die VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) ihr neues Papier „Automation 2025“ vorgestellt, das mit Thesen- und Handlungsfeldern Orientierung für die digitale Zukunft gibt.

Der Automation kommt als Bindeglied zwischen den Elementen der realen Welt und ihren virtuellen Abbildern in Simulation, Überwachung und Steuerung eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Realisierung und Gestaltung der Zukunft zu. „Automation ist das notwendige Bindeglied, das aus den Möglichkeiten der Software realen Nutzen generiert – sei es in der Ressourcenschonung, der altersgerechten Gestaltung von Arbeitsumgebungen, der Unterstützung der Medizin in der Versorgung von Menschen oder der Erleichterung im Alltag“, sagt Dr.-Ing. Kurt D. Bettenhausen, Vorsitzender der GMA. „Automation ist notwendig, um dem demografischen Wandel, der Globalisierung, der wachsenden Komplexität und der geforderten Flexibilität mit konkreten Lösungen für die produzierende Industrie zu begegnen.“

VDI-Studie Automation 2025

Der VDI hat eine neue Studie angefertigt: Automation 2025. In der Automatisierung sieht der Verein das notwendige Bindeglied, das aus den Möglichkeiten der Software realen Nutzen generiert. Die ganze Studie können Sie hier lesen.

IT- und Rechtssicherheit sind die größten Hürden

Zwei wesentliche Herausforderungen sind jedoch zu meistern, die nicht durch die technischen Disziplinen allein gelöst werden können: Eine durchgängige IT-Sicherheit zu gestalten sowie global gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die den zukünftig weit stärker vernetzten Unternehmen Rechtssicherheit garantieren. „Wenn Wertschöpfungsketten, Produkte und Dienstleistungen miteinander hochgradig vernetzt werden, müssen nicht nur für kritische Infrastrukturen Lösungen für die IT-Sicherheit geschaffen werden“, erklärt Bettenhausen. „Für global agierende Unternehmen, aber auch für kleinste Zulieferer, können nationale Gesetze keine Lösung darstellen und selbst europäische Gesetze greifen nicht weit genug. Auch die internationale Normenlage ist kaum überschaubar, zum Teil widersprüchlich und enthält Lücken. Die gesamte Landschaft muss analysiert und international Schutzmaßnahmen abgeleitet werden.“

Neue Wertschöpfungsnetzwerke machen weder vor Branchen- noch vor Landesgrenzen halt. Daher ist es unbedingt notwendig, für die vernetzte Produktion und ihre individualisierten Produkte international stabile juristische und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Bettenhausen: „Bestehende Rechtssysteme bilden dies nicht ausreichend ab. Nationale Gesetzgebungen greifen bei Internettechnologien zu kurz, um einer globalisierten Wirtschaft gerecht zu werden. Hier ist die Politik gefordert, rechtliche Rahmenbedingungen zu entwickeln und international abzustimmen.“ Nur wenn diese beiden Hürden gemeistert werden, kann Automation auch wirklich der Schlüssel zu individualisierten Produkten und flexiblen Wertschöpfungsnetzwerken in Deutschland sein und Wohlstand und Nachhaltigkeit fördern.