• „Das Thema bei der Verbindungstechnik ist die fachgerechte Montage, wo man Schulungsmaßnahmen durchführen muss. Auch von der konstruktiven Seite her spielen viele Faktoren eine Rolle, aber letztendlich ist es so: Wenn die Leute geschult sind, setzen sie ihr Wissen eins zu eins in der Produktion um, und dann haben wir weniger Probleme mit Leckagen in der Endanwendung. Jeder Konstrukteur, der sich in der Produktion selbst um das Verbauen kümmert, um das Montieren von Leitungen oder Festlegen von Pumpen, ist wirklich firm in diesem Bereich. Dem passieren in der Regel solche Verlegefehler nicht mehr.““
Ralph Rehberger, Key Account Manager bei Hansa-Flex. Bild: Redaktion

    „Das Thema bei der Verbindungstechnik ist die fachgerechte Montage, wo man Schulungsmaßnahmen durchführen muss. Auch von der konstruktiven Seite her spielen viele Faktoren eine Rolle, aber letztendlich ist es so: Wenn die Leute geschult sind, setzen sie ihr Wissen eins zu eins in der Produktion um, und dann haben wir weniger Probleme mit Leckagen in der Endanwendung. Jeder Konstrukteur, der sich in der Produktion selbst um das Verbauen kümmert, um das Montieren von Leitungen oder Festlegen von Pumpen, ist wirklich firm in diesem Bereich. Dem passieren in der Regel solche Verlegefehler nicht mehr.““ Ralph Rehberger, Key Account Manager bei Hansa-Flex. Bild: Redaktion

  • „Wichtig wäre es, dieses C-Teil früh genug in die Konstruktion aufzunehmen, weil das letzte Teil, das in die Maschine reinkommt, die Schlauchleitung ist. Und dann passt es am Ende nicht. Aber wenn man früh genug die Verbindungstechnikspezialisten mit an den Tisch holt, kann man vielen Dingen vorbeugen, die gerade bei Schlauchleitungen und Platzverhältnissen wichtig sind. Der Kons-trukteur legt zwar gewisse Verbindungstechnikteile aus, aber der Monteur vor Ort kann dann zum Beispiel nicht montieren, weil er mit dem Schlüssel nicht hin kommt, weil er die Rohrleitung gar nicht an dieser Stelle durchlegen kann oder der Elektriker sich noch ein Kabel hinlegen will. Dann ist es in vielen Unternehmen so, dass nicht der Kons-trukteur diese Teile auslegt, sondern der Kollege in der Endmontage.“
Andreas Laubsch, Key Account Manager und Seminarleiter bei Rauh Hydraulik.  Bild: Redaktion

    „Wichtig wäre es, dieses C-Teil früh genug in die Konstruktion aufzunehmen, weil das letzte Teil, das in die Maschine reinkommt, die Schlauchleitung ist. Und dann passt es am Ende nicht. Aber wenn man früh genug die Verbindungstechnikspezialisten mit an den Tisch holt, kann man vielen Dingen vorbeugen, die gerade bei Schlauchleitungen und Platzverhältnissen wichtig sind. Der Kons-trukteur legt zwar gewisse Verbindungstechnikteile aus, aber der Monteur vor Ort kann dann zum Beispiel nicht montieren, weil er mit dem Schlüssel nicht hin kommt, weil er die Rohrleitung gar nicht an dieser Stelle durchlegen kann oder der Elektriker sich noch ein Kabel hinlegen will. Dann ist es in vielen Unternehmen so, dass nicht der Kons-trukteur diese Teile auslegt, sondern der Kollege in der Endmontage.“ Andreas Laubsch, Key Account Manager und Seminarleiter bei Rauh Hydraulik. Bild: Redaktion

  • „Das Verbindungsteil wird oft nicht beachtet, ist aber trotzdem eines der wichtigsten Bauteile in einer Maschine. Denn es ist ein Sicherheitsbauteil. Besonders bei der Hochdruck-Hydraulik, wo Kräfte bis zu 800 bar wirken. Aus unserer Erfahrung heraus werden große Verschrau-
bungen häufig untermontiert und kleine Größen häufig übermontiert. Bei der Montage muss der Monteur schauen, was er für ein Verbindungssystem hat und welche Kräfte er aufbringen muss. Bei einem Schneidring muss ich deutlich mehr Kraft aufwenden, um diesen vernünftig zu Ende zu montieren oder zu verspannen als zum Beispiel bei einer DKO-Verschraubung.“
Georg Rempel, Leiter Products & Services bei Voss Fluid. Bild: Redaktion

    „Das Verbindungsteil wird oft nicht beachtet, ist aber trotzdem eines der wichtigsten Bauteile in einer Maschine. Denn es ist ein Sicherheitsbauteil. Besonders bei der Hochdruck-Hydraulik, wo Kräfte bis zu 800 bar wirken. Aus unserer Erfahrung heraus werden große Verschrau- bungen häufig untermontiert und kleine Größen häufig übermontiert. Bei der Montage muss der Monteur schauen, was er für ein Verbindungssystem hat und welche Kräfte er aufbringen muss. Bei einem Schneidring muss ich deutlich mehr Kraft aufwenden, um diesen vernünftig zu Ende zu montieren oder zu verspannen als zum Beispiel bei einer DKO-Verschraubung.“ Georg Rempel, Leiter Products & Services bei Voss Fluid. Bild: Redaktion

  • „Die Verbindungstechnik ist die Achillesferse einer Maschine, weil deren Ausfälle mehr oder minder große negative Konsequenzen bis zum Stillstand nach sich ziehen; und weil die meisten Ausfälle auf unsachgemäßes Handling zurückzuführen ist. Die größten Fehler bei der Montage ist bei großen Verschraubungen die Untermontage und bei kleinen Rohrgrößen die Übermontage. Man kann auch an vielen Stellen nicht vernünftig arbeiten. Daneben ist noch das Thema Rohrvorbereitung wichtig. Beim Entgraten passieren zum Beispiel gravierende Fehler. Das maschinelle Graten führt dazu, dass man zu viel tut.“
Peter Witt, Training Manager bei Parker Tube Fittings Division. Bild: Redaktion

    „Die Verbindungstechnik ist die Achillesferse einer Maschine, weil deren Ausfälle mehr oder minder große negative Konsequenzen bis zum Stillstand nach sich ziehen; und weil die meisten Ausfälle auf unsachgemäßes Handling zurückzuführen ist. Die größten Fehler bei der Montage ist bei großen Verschraubungen die Untermontage und bei kleinen Rohrgrößen die Übermontage. Man kann auch an vielen Stellen nicht vernünftig arbeiten. Daneben ist noch das Thema Rohrvorbereitung wichtig. Beim Entgraten passieren zum Beispiel gravierende Fehler. Das maschinelle Graten führt dazu, dass man zu viel tut.“ Peter Witt, Training Manager bei Parker Tube Fittings Division. Bild: Redaktion

Montagefehler sind die Ursache Nummer 1, wenn die Rohr- oder Schlauchleitung leckt. Wenn das Öl irgendwo austritt, dann ist es immer an der Verbindungsstelle, an der Verschraubung. Da waren sich die Experten von Hansa-Flex, Parker, Rauh Hydraulik und Voss Fluid einig. Entweder wird über- oder untermontiert. Oft fehlen Hilfsmittel zur richtigen Montage, ausreichend Platz, um Muttern anzuziehen oder das Wissen, wie heutige Verbindungstechnik sicher installiert wird. Denn auch in der Verbindungstechnik verändert sich der Markt. So sollte das richtige Montieren von Verbindungen nicht nur einmal geschult werden, sondern regelmäßig auf dem Schulungsplan von Unternehmen stehen

Hydraulik kommt in Ausbildung zu kurz

Wobei die Experten anmerkten, dass die Hydraulik allgemein in der Ausbildung von Monteuren als auch Konstrukteuren meist zu kurz komme. Denn nicht nur der Monteur trägt zu einer leckagefreien Verbindung bei, sondern auch der Konstrukteur. Dieser muss schon bei der Konstruktion einer Maschine genügend Raum für Schlauchleitungen sowie Rohre und dessen Montage einplanen. Am besten arbeitet er schon im Konstruktionsprozess eng mit der Produktion zusammen, um Engpässe zu verhindern.

Denn man darf nicht vergessen: Die Verbindung von Rohren und Schläuchen ist ein wichtiges Sicherheitsteil, herrschen doch beispielsweise in der Hochdruck-Hydraulik Drücke bis zu 800 bar. Da kann eine sichere Verbindung Mitarbeiter vor schweren Unfällen schützen. Welche Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge die Experten noch in der fluid-Expertenrunde ansprachen, und wie eine sichere Verbindung gewährleistet werden kann, haben wir hier kurz und knapp zusammengefasst. Die komplette Exppertenrunde zum Thema "Verbindungstechnik - Wie Konstrukteure Fehlmontagen vermeiden" finden Sie hier. hei

Tipps & Tricks

Was bei der Verbindung wichtig ist

  • Monteure und Konstrukteure müssen sich mit den Themen Verbindungstechnik sowie Montage von Schläuchen und Rohren regelmäßig auseinandersetzen. Zum Beispiel ist in der Regel der Anwender nicht oder nur bedingt über die technischen Eigenschaften der Leitungstechnik aufgeklärt. Dies hat zur Folge, dass Hydraulik-Schlauchleitungen so eingebaut werden, dass sie technisch sowie sicherheitstechnisch an ihre Grenzen geführt werden. Regelmäßige Schulungen in diesem Bereich können Abhilfe schaffen.
  • Für Schläuche und Rohre beziehungsweise für deren Montage muss der Konstrukteur schon von Anfang an genügend Platz in der Maschine einplanen.
  • Aus der Praxis ist der Internationalen Hydraulik-Akademie bekannt, dass oft aufgrund von Platzmangel zum Beispiel aus einer Rohr- oder Schlauchdimension DN40 gerne eine DN31 oder sogar DN25 gemacht wird, um diese in die Maschine einbauen zu können. Sprung- und Sonderarmaturen werden dann teilweise nicht anforderungsgerecht angewendet.
  • Durch diesen Umstand erhöht sich die empfohlene maximale Strömungsgeschwindigkeit massiv. Dadurch erwärmen sich die Bauteile und – nicht zu vergessen – das Medium sowie die Elastomere der Hydraulik-Schlauchleitungen altern und verschleißen rasch. Unplanmäßige Ausfälle von schwer zugänglichen Rohr- und Schlauchleitungskomponenten sind dann die Folge.