Grüne Stadt der Zukunft, Bild: © lassedesignen - Fotolia.com

Wie sieht das Jahr 2016 aus? Welche Innovationen erwarten uns? Bild: © lassedesignen - Fotolia.com

Was passiert auf dem Weg ins Jahr 2026? Schon heute zeichnen sich teilweise Zukunftsbilder ab. So etwa beim autonomen Fahren. Johann Jungwirth, neuer CTO von VW, glaubt, dass sich in zehn Jahren das Konzept „Call mobility“ durchgesetzt haben wird. Menschen werden in den Städten kein eigenes Auto mehr besitzen, sondern rufen per Smartphone ein Fahrzeug, das autonom zum gewünschten Ort fährt. Mobilität sei dann dort, wo sie gebraucht wird, ist sich Jungwirth sicher. Dafür sprächen auch die vielen Vorteile wie weniger Unfälle oder dass sogar Kranke, Blinde und behinderte Menschen wieder mobil sein könnten.

Ein Wandel gäbe es dann auch in der Technik. Das Auto wird nicht mehr ein reines Fortbewegungsmittel sein, sondern zum „Raum“ werden: etwa zur Lounge, zum Cafe, Fitness-Raum oder Schlafplatz. Nicht mehr die Mechatronik, sondern die Software werde das Herz des Autos, sagt Jungwirth. Schon in drei bis fünf Jahren sieht der Experte autonom fahrende Autos auf unseren Straßen.

Reisen mit 1200 Kilometer pro Stunde

Doch nicht nur autonome Autos werden das Straßenbild revolutionieren. Auch das Reisen mit 1200 Kilometer pro Stunde wird bald zur Realität. Dank des Hyperloop, einem Mix aus Concorde und Zug. Er ist bis zu vier Mal schneller als ein Zug und könnte die 624 Kilometer zwischen San Francisco und Los Angeles in nur 35 Minuten zurücklegen. „Der Hyperloop ist die fünfte Art des Transports“, erklärt Dirk Ahlborn, CEO Hyperloop Transportation Technologies. Wie das System funktioniert, erklärt er im folgenden Video:

Dirk Ahlborn, CEO Hyperloop Transportation Technologies (Quelle: ke NEXT/hei)

Da der Zug durch eine Röhre fährt, sind die Züge von der Außenwelt abgeschlossen. Damit der Fahrgast sich im Zug wohl fühlt, bilden Augmented Windows eine virtuelle Landschaft ab. Eine Besonderheit am Hyperloop ist seine Entstehungsgeschichte. Er wurde nicht von einer einzigen Firma entwickelt, sondern entstand im Crowdsourcing. In diesem Konzept arbeiten 520 Experten aus unterschiedlichen Firmen und 41 Nationen weltweit am Hyperloop. Eine erste Strecke von knapp acht Kilometern wird es im Quay Valley, Kalifornien ab 2018 geben. Laut Ahlborn werden dank dem Hyperloop der Verkehr optimiert, Emissionen reduziert und das Pendeln in die Städte entspannter. In Europa soll ebenfalls eine erste Hyperloop-Strecke entstehen – dann zwischen Bratislava und Budapest.

Der Hyperloop im Open Air Test (Quelle: Hyperloop One)