Turmpf wurde 1923 gegründet und hat seinen Stammsitz in Ditzingen.

Turmpf wurde 1923 gegründet und hat seinen Stammsitz in Ditzingen.

Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf

Trumpf wurde 1923 als mechanische Werkstätte gegründet und hat sich zu einem der weltweit führenden Unternehmen für Werkzeugmaschinen, Laser sowie Elektronik für industrielle Anwendungen entwickelt. Im Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete das Unternehmen mit knapp 11.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,59 Milliarden Euro.

Am Stammsitz in Ditzingen bündeln sich alle zentralen Prozesse des Unternehmens. Über 2.000 Mitarbeiter sind in hier in Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Service und verwaltungsnahen Bereichen tätig.

Der Werkzeugmaschinenhersteller produziert am Stammsitz kombinierte Stanz-Lasermaschinen, Lasermaschinen für die 3D-Bearbeitung und CO2-Laser. DAsFinanzierungs- und Leasinggesellschaft hat in Ditzingen ebenso ihren Sitz wie Trumpfs Schulungszentrum. Dort schult der Spezialist jährlich 8000 Kunden in 26.000 Trainingstagen. Überdies findet dort die Schulung des internationalen Servicepersonals statt.

Laserschweißen von Getriebeteilen, Firma Trumpf

Trumpf ist ein führendes Unternehmen für für Werkzeugmaschinen, Laser sowie Elektronik für industrielle Anwendungen.

Das Forschungsprojekt Meproma

Das Forschungsprojekt Meproma entwickelte seit April 2012 in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungs- und Industrieverbund mechatronische Entwicklungsmethoden und -werkzeuge. Ziel des Projektes war die nachhaltige Steigerung der Effizienz im Produktentwicklungsprozess des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Lösungen werden jetzt in einem Leitfaden des VDMA zusammen gefasst.

Einen ausführlichen Bericht zum Forschungsprojekt und den Ergebnissen finden Sie in der ke NEXT 1-2/2015.

Interview mit Matthias Wetzel,Projektleiter Software-Entwicklung

Matthias Wetzel, Trumpf

Matthias Wetzel ist Projektleiter der Abteilung Software- Entwicklung bei Trumpf.

Was war Ihre spezielle Rolle beziehungsweise Aufgabe im Projekt Meproma?

Meine Rolle war die Leitung des Trumpf-Kernteams innerhalb des Gesamtprojekts Meproma. Als Teil dieser Aufgabe habe ich die Aktivitäten bei Trump mit den Aktivitäten der anderen Meproma-Teilnehmer koordiniert. Außerdem habe ich die Arbeitspakete verantwortet, die unser Unternehmen im Rahmen des Projekts bearbeitet hat.

Welche Erfahrungen konnten Sie hier sammeln?

Auch wenn wir an vielen Forschungsprojekten beteiligt sind, war Meproma das erste vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt, an dem ich direkt mitgearbeitet habe. Die wichtigste Erfahrung für mich dabei war die Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Industriepartnern, sowohl im Rahmen der regelmäßigen Projekttreffen als auch bei bilateralen Treffen zu speziellen Arbeitsthemen. Die dabei gewonnenen Eindrücke bieten auch nach dem Ende des eigentlichen Forschungsprojekts weiterhin neben Anregungen für die tägliche Arbeit vor allem sinnvolle Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen.

Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem erarbeiteten Konzept und Leitfaden mit?

Die optimale Zusammenarbeit der an einem mechatronischen Entwicklungsprojekt beteiligten Disziplinen – Mechanik, Elektronik und Software – stellt aktuell und in Zukunft unabhängig von der Unternehmensgröße eine zentrale Herausforderung  dar. Zur Bewältigung dieser Herausforderung haben einzelne Partner des Meporma-Konsortiums ganz unterschiedliche, jeweils an die eigene Situation angepasste Lösungsansätze entwickelt. Über diese können auch die anderen beteiligten Unternehmen und die Nutzern des Leitfadens neue Einblicke erhalten.

Welche Konsequenzen hat die Teilnahme am Projekt, wie etwa veränderte Prozesse?

Der Austausch von Best Practices in den Prozessbereichen Qualitätssicherung, Produktmanagement und Lieferantenintegration erbrachte wertvolle Impulse für die Arbeit in diesen Bereichen bei unserem Unternehmen. Bei der Bearbeitung von individuellen Kundenprojekten im Laserumfeld wurde im Rahmen des Projektes ein vollständig neuer Ansatz für die mechatronische Qualifizierung von Projektverantwortlichen erarbeitet und mittlerweile auch umgesetzt. Er wird von allen Beteiligten äußerst positiv bewertet. Als Leiter des Meproma-Kernteams bei Trumpf freut mich dieser Erfolg natürlich besonders.

Die Fragen stellte Felicitas Heimann, Redaktion

Weitere Informationen und Interviews mit den Partnern des Projekts finden Sie hier: