Wissenschaftler der Harvard Universität und der Staatlichen Universtität in Seoul haben einen

Wissenschaftler der Harvard Universität und der Staatlichen Universtität in Seoul haben einen kleinen Roboter entwickelt, der die natürlichen Wasserläufer imitiert. Quelle_Screenshot, youtube.de.

Wissenschaftler der Harvard Universität und der Staatlichen Universität in Seoul haben einen kleinen Roboter entwickelt, der die natürlichen Wasserläufer imitiert. Der Miniroboter kann nicht nur auf dem Wasser laufen, sondern auch springen. Sie könnten in Zukunft Sensoren über das Wasser transportieren oder die Qualität des Wassers prüfen.

Die Natur gilt für viele Entwickler und Ingenieure als Inspirationsquelle, so auch für Wissenschaftler der Harvard Universität und der Staatlichen Universität in Seoul. Sie filmten die Bewegungen von Wasserläufern mit einer Hochgeschwindigkeitskamera, um nur 68 Milligramm schwere Roboterinsekten zu entwickeln.

In der Fachzeitschrift Science veröffentlichten die Wissenschaftler ihre neue Entwicklung. Der Mini-Roboter ist nur doppelt so groß wie sein natürliches Vorbild und verfügt über vier lange Beine, die mit einem super-hydrophoben Material beschichtet sind. Die Enden der Beine sind nach oben gebogen, wie bei einem Floh. Ein speziell ausgeloteter Katapultmechanismus sorgt dafür, dass sich der Roboter auf der Wasseroberfläche fortbewegt.

Der Roboter wurde im Pop-up-Verfahren gefertigt. Das heißt, dass der Roboter mit einem Laser aus einer Grundplatte herausgeschnitten wurde. Die Form selbst hängt mit Scharnieren weiterhin an der Platte fest. So können mehrere kleine Roboter in sehr kurzer Zeit hergestellt werden.

Genau so gut wie das Original

Die Wissenschaftler erzielten mit ihrem kleinen Roboter eine fast exakte Kopie des Wasserläufers. Der Roboter übt auf die Wasseroberfläche eine Kraft von 140 Millinewtonmeter aus. Bei nur vier Millinewtonmeter mehr würde er die Wasseroberfläche durchbrechen. Die Wissenschaftler optimierten den Roboter an die Gegebenheiten der Wasseroberfläche, sodass er auf dem Wasser besser abspringen kann als von einem festen Untergrund. Mit einer Absprunggeschwindigkeit von 1,6 Meter pro Sekunde springt das Roboterinsekt bis zu 14 Zentimeter hoch.

Einsatzfelder

Das Roboterinsekt soll in verschiedenen Feldern zum Einsatz kommen. So könnte es mit größeren Ausmaßen als Transportmittel fungieren. In der Miniversion bieten sich die Roboter beispielsweise an Mess-Sensoren zu transportieren oder selbst als Sensor zu fungieren, die etwa die Wasserqualität überprüfen.

Diese Entwicklung soll Ingenieuren außerdem  dabei helfen Roboterinsekten zu entwickelt, die in Schwärmen fliegen und eventuell für Umweltüberwachungen, Such- und Rettungsaktionen aber auch als heimliche Überwachung von Feinden eingesetzt werden können.

Autorin: Felicitas Heimann, Redaktion