ZF-Hybridsysteme stehen für eine deutliche Reduzierung des Verbrauchs, eine Steigerung der Arbeitsleistung und eine signifikante Reduzierung der Abgasemissionen. Durch diese Innovation sinken die Betriebskosten für die Fahrzeughalter erheblich. (Bild: ZF Friedrichshafen)
ZF-Hybridsysteme stehen für eine deutliche Reduzierung des Verbrauchs, eine Steigerung der Arbeitsleistung und eine signifikante Reduzierung der Abgasemissionen. Durch diese Innovation sinken die Betriebskosten für die Fahrzeughalter erheblich. (Bild: ZF Friedrichshafen)

ZF Friedrichshafen (Halle A4, Stand 324) folgt den Trends bei Baumaschinen mit seinen neuesten Produkt-Highlights: dem Ergopower Efficiency Package, dem stufenlosen Baumaschinengetriebe cPower sowie der Hybridtechnologie und Elektrifizierung. Als Systemlieferant konzentriert sich der Anbieter auf den Antrieb und verbindet Softwarefunktionen mit Getriebe und Achse. Die Entwickler fokussieren sich dabei auf die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, die Geräuschminderung, die einfachere Bedienung sowie auf den verbesserten Fahrkomfort.

Auch das Thema Sicherheit spielt eine Rolle. So unterstützt bei Offroad-Anwendungen ein bis zu 120 Kilowatt starker Elektromotor den konventionellen Antrieb und verhindert hohe Leistungsspitzen. Das senkt den Treibstoffverbrauch, während zugleich der Antrieb weniger belastet wird. Die Entwickler integrierten ein Hybridmodul in das bewährte Getriebe Ergopower. Das Hybridsystem eignet sich für alle Getriebeformen und kann sowohl bei direktem als auch bei getrenntem Anbau des Getriebes eingesetzt werden.

Eine passende Ergänzung dazu ist das stufenlose Getriebe cPower, denn durch die leistungsverzweigte Stufenlos-Technologie lassen sich in der Baumaschine Verbrauchsvorteile erzielen: bis zu 25 Prozent Kraftstoffeinsparung und bis zu 20 Prozent mehr Effizienz, bei gängiger Fahrweise.

Möglich ist die Elektrifizierung von Anbaugeräten mit einem elektrischen Einzelradantrieb, welcher zusätzlich mit einem flüssigkeitsgekühlten Dreiphasen-Asynchronmotor und einer nachfolgenden Getriebestufe ausgerüstet wird. Dabei ist der Motor in das Radkopfdesign integriert. Das System kann optional mit einer Radbremse ausgestattet werden. Die Nennspannung beträgt 400 Volt. Motorleistung und Antriebsmoment decken die meisten Anforderungen im Offroad-Bereich ab.

Flott(e) unterwegs

Mit der anpassbaren, intuitiven Nutzeroberfläche gibt die Danfoss-Telematiklösung dem Flottenbetreiber den Überblick, wie, wann und wo seine Maschinen im Einsatz sind. (Bild: Danfoss)
Mit der anpassbaren, intuitiven Nutzeroberfläche gibt die Danfoss-Telematiklösung dem Flottenbetreiber den Überblick, wie, wann und wo seine Maschinen im Einsatz sind. (Bild: Danfoss)

Danfoss Power Solutions (Halle A5, Stand 115) erweitert die Plug-and-perform-Plattform für Telematiklösungen um vier neue Produktangebote: Fernservice, Effizienz- und Flottenmanagement, Diebstahlschutz, Bedienerschutz und Vernetzbarkeit. Dank der maschinenintegrierten Technologie, der Schnittstellen zum Handynetz und zu WLAN-Datenübertragung und der angepassten Nutzeroberfläche gestattet die Telematiklösung dem Flottenbetreiber stets den Überblick darüber, wie, wann und wo seine Maschinen im Einsatz sind. Die Plattform stellt Leistungsparameter in einem Komplettsystem dar, nutzt Daten, um die Effizienz und Lebensdauer zu erhöhen sowie um Ausfallzeiten für Baumaschinen zu minimieren. Darüber hinaus bietet sie nahtlose Integration. Die Plattform können Anwender sowohl für neue Maschinen als auch bei der Überholung existierender Flotten einsetzen.

Beispielsweise arbeitet die Telematiklösung WS503BP mit einem 4000-Milliampere-Batteriepaket. Verlässt die Maschine ein definiertes Gebiet, werden zum Flottenschutz Schocksensoren und Warnungen aktiviert. Im Falle eines Diebstahls der Maschine stellt das Batteriepaket sicher, dass sie weiterhin ein Peilsignal aussendet, auch bei ausgeschalteter Zündung.

Marco Tacke, Produktmarketingmanager bei Danfoss

„Telematische Daten sind nur nützlich, wenn sie einfach verstanden und gemanagt werden können. Das heißt, dass Informationen nahtlos zur Maschine und von der Maschine fließen und den Kunden somit die Möglichkeit zum ,Anstecken und Loslegen – Plug-and-perform‘ geben – anstatt zum ,Programmieren und Kompilieren‘ zwingen.“

Kurz und wendig

Bei Einsätzen in unübersichtlichen Baustellen punktet der EWR150E mit einem kurzen Heck sowie mit Wendigkeit und enormer Standsicherheit.
Bei Einsätzen in unübersichtlichen Baustellen punktet der EWR150E mit einem kurzen Heck sowie mit Wendigkeit und enormer Standsicherheit. (Bild: Volvo)

Bagger arbeiten mitten im fließenden Verkehr und in enger Stadtbebauung. Genau darauf hat Volvo Construction Equipment (Freigelände FM510, Halle C4, Stand 327) das neueste Modell EWR150E der Baumaschinenflotte ausgelegt: Der Kurzheckbagger verfügt über einen Schwenkradius von 1720 Millimeter, den kürzesten in seiner Klasse. Dies soll den Anwendern speziell Einsätze auf engstem innerstädtischem Raum und auf unübersichtlichen Baustellen erleichtern. Durch die großen Scheibenelemente behält der Fahrer in der Kabine die Übersicht. Eine Besonderheit ist die Funktion „Volvo Smart View“, die dem Fahrer in Echtzeit die Sicht auf seinen Bagger aus der Vogelperspektive erlaubt.

Der Bagger verfügt erfüllt die neueste Abgasnorm der Stufe IV sowie sämtliche Bestimmungen zu den Abgasemissionen. Ein Fokus der Entwicklung lag auf der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs: hohes Drehmoment bei niedriger Motordrehzahl, eine intelligente passive Regeneration, die keine Unterbrechungen der Arbeit erfordert, sowie der ECO-Modus.

Die neue Option „Auslegerdämpfung“ soll ein sicheres, komfortableres Vorankommen auf holprigen Straßen oder in schwierigem Gelände sichern. Dieses System aktiviert und deaktiviert sich automatisch. Zudem arbeiteten die Entwickler am Hydrauliksystem, das sie im Hinblick auf das Ansprechverhalten sowie auf die Bedienbarkeit des Baggers verbesserten. Es sorgt für noch feinfühligere und besser kombinierte Bewegungen der Maschine, vor allem in Verbindung mit dem Tiltrotator.

Zur Wartung lässt sich die elektrische Betankungspumpe vom Boden aus bedienen. Auch die Filter und Schmierpunkte sind vom Boden aus zugänglich und in Gruppen zusammengefasst. Zubehör und Anbaugeräten wie Reifen, Schnellwechsler sowie Stiellängen und deren Bauformen können Bediener nachrüsten.

Stufenlos und kraftvoll

Die neue Liebherr-Planierraupe PR 776 ist für Mining- und Gewinnungseinsätze ausgelegt. (Bild: Liebherr)
Die neue Liebherr-Planierraupe PR 776 ist für Mining- und Gewinnungseinsätze ausgelegt. (Bild: Liebherr)

Für härteste Mining- und Gewinnungseinsätze hat Liebherr (Bauma-Freigelände Stand 809 – 813, Halle A4, Stand 213) die neue Planierraupe PR 776 in der 70-Tonnen-Klasse konzipiert. Angetrieben wird die weltweit erste stufenlos hydrostatisch angetriebene Planierraupe von einem Zwölfzylinder-Dieselmotor mit einer Maximalleistung von 565 Kilowatt. Der Antrieb hält die Drehzahl des Dieselmotors konstant, welcher somit permanent im optimalen Bereich läuft. Das führt zu einem signifikant niedrigeren Kraftstoffverbrauch, als es dem Industriestandard bei gleicher Schubleistung entspricht. Zudem ist im Antriebskonzept die bedarfsgesteuerte Speisedruckversorgung integriert, die im Fahrbetrieb automatisch zurückgefahren wird. Der Fahrer kann auch über die ECO-Funktion zwischen hohem Leistungsvermögen und maximaler Wirtschaftlichkeit wählen. Ein weiterer Vorteil hydrostatisch angetriebener Raupen beim Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen ist die Manövrierfähigkeit mit kraftschlüssigen Ketten.

Die Dieselmotoren bewähren sich seit Jahrzehnten im weltweiten Baumaschineneinsatz – und das ohne Abstriche bei der Lebensdauer. Der Grund ist, dass Komponenten mit hohem Verschleiß, wie beispielsweise Schaltgetriebe, Lenkkupplung oder Betriebsbremse, beim Fahrantrieb nicht verbaut sind. Stattdessen arbeiten dort Hydraulikpumpen und –motoren, die praktisch verschleißfrei sind.

Alexander Katrycz, Marketingleiter bei Liebherr-Werk Telfs

„Das moderne Design der neuen Liebherr PR 776 bietet dem Fahrer gute Sicht in alle Richtungen, was zu einer besonders effizienten Arbeitsweise führt und die Sicherheit im täglichen Einsatz erhöht.“

Das Einsatzgewicht der Planierraupe beträgt bis zu 74 Tonnen, und es können Schilde mit einer Kapazität von 18 beziehungsweise 22 Kubikmetern angebaut werden. Durch die Positionierung der Abgasanlage und der Hubpressen hinter den A-Säulen sowie dank der durchgehenden Arbeitsplattform ist die Sicht nach vorn und auf den seitlichen Arbeitsbereich frei. Als weiteren Sicherheitsfaktor hat der Hersteller neu entwickelte, beleuchtete Sicherheitsaufstiege angebracht. Mit LiDAT, dem serienmäßigen Fuhrpark-Managementsystem, lassen sich erforderliche Servicearbeiten, Warnmeldungen, die Maschinenposition sowie aktuelle Verbrauchsdaten und Füllstände abrufen und verwalten.

Forschung für die Trends von morgen

Awendungsorientierte Forschung und technologischer Vorsprung sind für Unternehmen überlebenswichtig und bilden deshalb auch das Topthema der Forschungsvereinigung Bau- und Baustoffmaschinen e. V. (FVB). Mit mehr als 50 Mitgliedsunternehmen und Partnerhochschulen in ganz Deutschland verfügt die FVB über ein weitverzweigtes Netzwerk der forschenden Wirtschaft und Wissenschaft. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben besteht darin, aktuellen vorwettbewerblichen Forschungsbedarf zu identifizieren beziehungsweise zu priorisieren und Gelder zu beschaffen. Den Schwerpunkt bilden Projekte der industriellen Gemeinschaftsforschung sowie eigene Studien. Darüber hinaus beteiligt sich die FVB an großen Verbundvorhaben, wie beispielsweise dem Projekt TEAM, Entwicklung von Technologien für energiesparende Antriebe mobiler Arbeitsmaschinen.

  • TU Dresden: Baumaschinentechnik 2015 – Maschinen, Prozesse, Vernetzung
  • TU Dresden: Gefährdung durch Feinstaubemissionen von Baumaschinen
  • Hochschule Kempten: Ermittlung des Baumaschinenbestandes in Deutschland
  • Ruhr-Universität Bochum: Modellbildung und Simulation zur Lärmminimierung mobiler Baumaschinen

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