Meilensteine und Standorte von Bosch in Australien und Neuseeland. Bild: Bosch

Meilensteine und Standorte von Bosch in Australien und Neuseeland. Bild: Bosch

Bosch ist aktiv an den Gesprächen der deutsch-australischen Beratergruppe beteiligt, die am 10. Juli 2015 in Berlin ihre erste Arbeitssitzung abgehalten hat. Der Chef der Bosch-Landesgesellschaft in Australien, Gavin Smith, ist Teil der 15-köpfigen Delegation. „Die deutsch-australische Beratergruppe bietet für Bosch eine bedeutende Möglichkeit, das gemeinsame Verständnis über maßgebliche Trends und Potenziale zu vertiefen“, sagte Smith anlässlich des Treffens. „Unser Ziel ist es, durch innovative Lösungen und Technologien neue Geschäftsfelder in Australien zu erschließen“, fügte er hinzu. Vorsitz des Gremiums haben der australische Finanzminister Mathias Cormann und die deutsche Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Maria Böhmer. Die Arbeitsgruppe wurde im November 2014 von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem australischen Premierminister Tony Abbot ins Leben gerufen.

Bosch sieht langfristig gute Chancen in Australien

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen verzeichnet wieder positive Impulse in Australien. „Im ersten Halbjahr 2015 hat sich unser Geschäft im Land erfreulich entwickelt. Wir sind von den langfristig positiven Aussichten des australischen Marktes überzeugt“, so Smith. Bosch Australien hatte 2014 mit nahezu 1300 Mitarbeitern ein Geschäftsvolumen von rund 300 Millionen Euro auf dem lokalen Markt erreicht.

Wichtiger Standort für Entwicklung in der Region Asien-Pazifik

Neben einem Produktionsstandort für Automobil-Elektronik in Australien betreibt Bosch unter anderem auch Entwicklung vor Ort. Rund 200 Ingenieure arbeiten derzeit überwiegend an Lösungen für internationale Automobilhersteller. Vor Kurzem wurde zudem ein Kompetenzzentrum für Sicherheitstechnik rund um Fahrzeuganhänger in Betrieb genommen. Von Australien aus entwickelt Bosch hierzu Lösungen für den Weltmarkt. Die Expertise der Bosch-Ingenieure ist aber auch in den Bereichen Energie und Schienenfahrzeuge zunehmend gefragt. „Australien ist ein wichtiger Teil unseres Entwicklungsverbunds insbesondere in Asien-Pazifik“, sagte Peter Tyroller, Geschäftsführer der Bosch Gruppe mit Verantwortung für Asien-Pazifik.

Ausbau des Australien-Hauptsitz unterstreicht Engagement

Die ersten Aktivitäten der Bosch-Gruppe in Australien gehen bis ins Jahr 1907 zurück. Seit 1954 besteht eine eigene Landesgesellschaft. Heute sind alle Unternehmensbereiche an insgesamt drei Standorten (Clayton, Melbourne und Sidney) vertreten. In den vergangenen zehn Jahren hat die Bosch-Gruppe mehr als 150 Millionen Euro in der Region investiert. Aktuell investiert das Unternehmen 27 Millionen Euro in den Ausbau des Hauptsitzes in Clayton. Die neuen Gebäude sollen im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden. „Diese Investition unterstreicht unser Engagement in der Region“, betonte Smith.