Kayahan ist nicht nur ein produzierendes Unternehmen. Mit ihrer eigenen Design- und Entwicklungsabteilung arbeiten sie mit Programmen wie Fluent, Finite Elements, Flow Analysis, Fatique Analysis. Dadurch können auf Kunden zugeschnittene Lösungen angeboten werden.

Sowohl Massenfertigung als auch niedrige Stückzahlen werden hergestellt. Derzeit sind über 500 verschiedene Zylinder mit einer jährlichen Kapazität von 5000 Stück im Programm. Die kleinsten Zylinder beginnen bei 50 Millimeter Durchmesser, die größten Zylinder umfassen einen Durchmesser von 1800 Millimeter. Außerdem ist man in der Türkei das einzige Unternehmen, das Hybridzylinder produziert.

Nickel+Chrom-Legierungsanlage, Bild: Kayahan Hydraulics
Ab 2015 wird die neue Nickel+Chrom-Legierungsanlage vor Ort die Wertschöpfung im Unternehmen selbst vergrößern. Bild: Kayahan Hydraulics

Für Unternehmen dieser Branche und Produktgruppen ist neben der Herstellung von Zylindern auch das Know-how für Schweißverfahren enorm wichtig. Die modern gesteuerten Schweißanlagen sind seit 2008 in Betrieb. Anfangs nach DIN EN ISO 3834-2 und DIN 18800-7 Klasse E, wurde Kayahan dieses Jahr mit den europäischen Schweiß-Standards nach EN 1090-2, DIN EN ISO 3834-2 und TS EN ISO 3834-2 zertifiziert. Das Personal wird nach TS EN 287-1:2011-11 und TS EN1418:2003 qualifiziert und erhält regelmäßige Anschluss-Schulungen.

Das aktuelle Großprojekt mit internationalen Projektgesellschaften ist der Bau eines Staudamms. Für das Projekt ist Kayahan Lieferant für die Zylinder und die gesamte hydraulisch automatisierte Einheit des Damm-Tores. Kürzlich erhielt man einen ähnlichen Auftrag von einem amerikanischen Kunden, der ebenfalls einen Staudamm errichten wird.
Kayahan Hydraulics ist in diesem Jahr auf den Messen Ankiros, Istanbul, Euroblech, Hannover und MDA, sowie Chicago mit einem eigenen Stand vertreten. Sevda Kayhan Yilmaz betont: „Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihren Besuch. Selbstverständlich können Sie uns auch persönlich in Konya – der Stadt der tanzenden Derwische – besuchen.”

Sevda Kayhan Yilmaz, Turkish Machinery, Bild: Turkish Machinery
Sevda Kayhan Yilmaz, Turkish Machinery. Bild: Turkish Machinery

Fluid-Interview mit Sevda Kayhan Yilmaz, Turkish Machinery

Wie realistisch ist ein Wirtschaftswachstum von vier Prozent für die Türkei in 2014?

Die türkische Wirtschaft ist im 1. Quartal des Jahres 2014 über den Erwartungen um 4,3 Prozent gewachsen. Für das vierte Quartal 2014 erwarten wir trotz der politischen Risiken ein Wachstum. Diese Annahme wird begünstigt dadurch, dass die Wirtschaften der USA und der EU-Länder sich wieder beleben, die verbesserte Zinspolitik trägt seinen Beitrag hierzu bei.

Die innenpolitischen Spannungen in der Türkei haben 2013 viele Investoren verschreckt. Hat sich die Lage 2014 gebessert?

Die innenpolitischen Turbulenzen haben sich nach den Wahlen wieder gelegt. So ist die Zukunftsperspektive positiv. Als der wirtschaftliche Aufschwung sich verlangsamte, widmete sich die Wirtschaft Themen wie Kostenoptimierung, Profitabilität und verbesserte Rahmenbedingungen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass im 3. und 4. Quartal des Jahres ausländische Investitionen weiter steigen werden.

Was unternimmt die türkische Regierung, um mehr Investoren ins Land zu holen?

Das positive Investitionsklima wird begünstigt durch lockere gesetzliche Rahmenbedingungen. So zum Beispiel sind ausländischen Investoren mit inländischen gleichgestellt. Im internationalen Vergleich existieren in der Türkei wachsende Branchen, die für Investoren attraktivere Gewinnmöglichkeiten anbieten. Dies lädt förmlich zu ausländischen Investitionen ein.

Die Fragen stellte Ingrid Fackler, Redaktion

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