Das MarsOne-Project (Quelle: Mars One)

David Gump, Bild: ke NEXT/hei
David Gump, Vice Chairman Deep Space Industries, über die Rohstoffgewinnung im All. Bild: ke NEXT/hei

Doch nicht nur das Reisen auf der Erde war auf dem Zukunftskongress Thema. Auch der Weltraum spielt im Jahr 2026 eine tragende Rolle. David Gump, Vice Chairman und Mitbegründer von Deep Space Industries, zeigte, wie die knappen Erdressourcen ersetzt werden können. Auf Asteroiden sollen Seltene Erden gesucht und gefördert werden. Ziel sei es, Rohstoffe für Arbeiten im All vor Ort zu gewinnen, erklärte Gump. So müssten Raumschiffe nicht mehr alles, was sie im All benötigen, von der Erde mitnehmen. Die gewonnen Materialien im All würden dann zu Treibstoff und Baumaterial verarbeitet werden. Die Technologien, die das ermöglichen, sollen schon 2020 einsatzbereit sein.

Robert Schröder, Bild: ke NEXT/hei
Robert Schröder steht in der dritten Runde des MarsOne Projects. Bild: ke NEXT/hei

Ganz anders will Robert Schröder ins All. Er steht in der dritten Runde des MarsOne Projects und möchte als einer der Ersten den Mars besiedeln. Die erste Kolonie soll ab 2027 entstehen. Der 28-jährige Student erklärte, wie man sich das Leben auf dem roten Planeten vorstellen müsse. Da keine Atmosphäre herrsche, müssten Höhlen mit einer künstlichen Atmosphäre gefüllt werden.

Energie würde die Kolonie aus Solarpanels gewinnen, die mit einer Nährlösung und Algen gefüllt wären. Diese Algen würden dann für den Sauerstoff in der Atmosphäre sorgen und auch als Nahrungsmittel dienen. Im Moment sind noch verschiedene vierer-Teams im Test für die Marsmission. 2035 sollen schon etwa 20 Menschen auf dem Mars leben; alle zwei Jahre werden dann neue Mitglieder folgen.

Urban Farming

Um auf dem Mars nicht nur von Algen zu leben, hat David Rosenberg, CEO und Co-Founder von Aerofarms, eine neue Art der Landwirtschaft entwickelt: Landwirtschaft ohne Mutterboden, alle drei Wochen Ernte, minimaler Einsatz von Wasser und Düngemitteln. Dank seiner neuen Anbautechnik, steigert sich der Ertrag um 75 Prozent. Nach nur 16 Tagen können die Pflanzen geerntet werden. Dabei brauchen sie zum Wachstum nicht einmal Sonne, sondern nur ein spezielles Spektrallicht.

Aerofarms Landtechnik, Bild: Aerofarms
Zum Wachsen brauchen die Pflanzen keinen Mutterboden, wenig Wasser und Dünger. Nach 16 Tagen kann auch schon geerntet werden. Bild: Aerofarms

Für die weitere Optimierung sammelt das Unternehmen in den schon gebauten Gewächshäusern bis zu 28.000 Datenpunkte für einen optimalen Anbau. Dabei soll auch der Geschmack der Pflanzen beziehungsweise ihr Nährgehalt noch weiter optimiert werden. Damit gibt Aerofarms nicht nur eine Lösung für die Ernährung auf dem Mars, sondern könnte auch die Ernährungsprobleme der Metropolen der Welt lösen.