Der Hüpf-Roboter auf Asteroidenmission, Bild: NASA/JPL-Caltech/Stanford

Der Hüpf-Roboter hat einen würfelförmigen Körper mit fußartig verlängerten Ecken. Dank seiner Würfelform ist es egal, auf welcher Seite und in welchem Terrain er landet. Bild: NASA/JPL-Caltech/Stanford

Er wurde von der NASA zusammen mit der Stanford University und dem MIT entwickelt. Der Roboter hat einen würfelförmigen Körper mit fußartig verlängerten Ecken. Anders als beispielsweise die Kometensonde Philae ist der Hedgehog Bot nicht darauf angewiesen, in der richtigen Position und auf günstigem Terrain zu landen. Die hüpfende Fortbewegung velangt dem Roboter weniger Koordination ab.

Der Roboter ist mit Stacheln ausgestattet, die ihn vor dem Terrain schützen sollen und während der Sprünge als Füße dienen. Außerdem können in ihnen Instrumente wie etwa ein Temperatursensor untergebracht werden, um die Oberflächentemperatur zu untersuchen.

Dreimal mehr Schwung

Im Inneren des Roboters sind drei Schwungräder verbaut, die Drehimpulse auf den Körper übertragen können, so dass dieser zum Beispiel auf die Seite kippt, sich dreht oder gar in die Luft springt. So soll sich der Roboter gezielt über die Oberfläche kleiner Körper mit sehr geringer Schwerkraft bewegen.

Bisher gibt es zwei Prototypen, die sich in der Art ihrer Bremsen unterscheiden. Ein abrupter Stopp der Schwungräder lässt den Hedgehog Bot hüpfen. Während der Prototyp der NASA Scheibenbremsen verwendet, kommen im Stanford-Protoypen Traktionsriemen zum Einsatz.

The Hedgehog Bot, Bild: NASA/JPL-Caltech/Stanford
Der Hedgehog Bot zeigt während eines Parabelflugs was er kann. Bild: NASA/JPL-Caltech/Stanford

Erste Tests

Der Roboter wurde bereits auf Parabelflügen mit geringer Schwerkraft getestet. Lange Distanzen kann der Roboter mithilfe von weiten Sprüngen und ein oder zwei "Stachelfüßen" zurücklegen. Für kurze Strecken routiert er um die eigene Achse und springt von einer Würfelseite auf die andere. Während des Tests im Parabelflug zeigte sich, dass der Hedgehog Bot mit einem "Tornado"-Manöver, bei dem er sich aggresiv dreht, etwaige Staubbeläge oder Verschüttungen auf seiner Erkundungstour einfach abschütteln kann.

Derzeit arbeiten die Entwickler an der Steuerungstechnik, da sich der Roboter in Zukunft autonom bewegen soll.