Drei Fragen an Sevda Kayhan Yilmaz, Vorstandsmitglied Turkish Machinery

Sevda Kayhan Yilmaz hält als Vorstandsmitglied von Turkish Machinery den Kontakt zu deutschen Verbänden. Bild: Turkish Machinery

Wie stehen die türkischen Wirtschaftsverbände zur politischen Lage in der Türkei?

Als Union der türkischen Maschinenbauer verurteilen wir den Angriff auf demokratische Strukturen in Form eines Putschversuchs auf das Schärfste. Angriffe dieser Form beeinflussen das Wirtschaftsklima eines Landes, das sich trotz internationaler Krise im Aufschwung befindet. Die aktuelle Wachstumsrate der türkischen Wirtschaft liegt im internationalen Vergleich unter den Top-5-Ländern. Weltweit belegt die türkische Wirtschaft derzeit Platz 17 sowie Platz 6 im europäischen Vergleich.

Wie wichtig ist Deutschland für die türkische Wirtschaft?

Die türkische Wirtschaft entwickelt sich gut im globalen Kontext und Deutschland nimmt als wichtigster Handelspartner hierbei eine maßgebliche Rolle für den Erfolg der Türkei ein. Die langjährigen wirtschaftlichen Beziehungen unserer Länder sind vielfältig und werden neben den Großkonzernen zumeist durch den Mittelstand getragen, hierbei insbesondere durch den Maschinenbau. In den vergangenen Jahren hat die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich des Maschinenbaus eine beispielhafte Dynamik erreicht. Neben klassischen Bereichen wie Handel und Investitionen konnte die Zusammenarbeit etwa im Rahmen gemeinsamer Projekte in den Bereichen der Forschung & Entwicklung und Ideenentwicklung für Drittland-Aktivitäten ausgebaut werden.

Wie werden sich die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter entwickeln?

Unsere bisher geleistete, sehr erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit verdient eine differenzierte Berichterstattung. Denn politische Entwicklungen und Turbulenzen sind zeitweilig. Wir erachten eine Kontinuität der gemeinsamen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zur Stärkung des guten Verhältnisses beider Länder als wichtig. Und wir werden unsere Aktivitäten in Deutschland und die Zusammenarbeit mit deutschen Firmen und Institutionen ungebrochen fortsetzen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Die Fragen stellte Ingrid Fackler, Redaktion