Derzeit liegen die US-amerikanischen Zölle für Maschinenbauprodukte aus der EU bei zwei bis 4,5 Prozent. Hierdurch kommen – nach Berechnungen des VDMA – für den Maschinenbau jährlich Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro zusammen. Und das ist nur eine Belastung, mit der Maschinenbauer leben müssen, solange es zwischen den USA und der EU kein umfassendes Handelsabkommen gibt. Zum anderen stößt die Branche auf technische Handelsbarrieren, die Zeit – und ebenfalls Geld – kosten. Denn die Kosten, die für Zertifizierungen in den USA anfallen, muss der Maschinenbauer selber tragen. Der VDMA erklärt hierzu, dass ein umfassendes Abkommen, wie etwa TTIP, solche – wie der Verband sie nennt – unnötigen Handelsbarrieren abbauen würde, die aufgrund der unterschiedlichen technischen Regelwerke in der EU und den USA bestehen. Der Verband nennt hierfür ein konkretes Beispiel: Um einen in der EU bereits zugelassenen Kompressor in den USA einsetzen zu dürfen, musste ein Unternehmen alleine 3000 US-Dollar für eine Zertifizierung für den amerikanischen Markt bezahlen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen werden durch die Kosten und den zu betreibenden Aufwand vor große Herausforderungen gestellt.

Das denkt die Redakteurin

Auf Zölle setzen Handelspartner heutzutage eher weniger. Ein Stolperstein, den sich aber auch Freunde häufig noch in den Weg legen, sind die sogenannten nichttarifären Handelshemmnisse – zum Beispiel technische Barrieren. Hinderlich in einer globalisierten Welt. Den Handel vereinfachen könnten vereinheitlichte Vorschriften – natürlich gesetzt den Fall, keine Nation müsste Abstriche bei ihren Sicherheitsstandards machen. Darauf sollte  dringend geachtet werden. Sowohl in Sachen Maschinenbau als auch beispielsweise im Lebensmittelbereich.

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