IBM-Messestand, Bild: Deutsche Messe

Wenn Sie wissen möchten, was sich mittlerweile alles digitalisieren lässt, ist die Hannover Messe 2018 die geeignete Anlaufstelle. Bild: Deutsche Messe

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Die IAMD kennenlernen

Bisher gab es jährlich die Leitmesse Industrial Automation und die alle zwei Jahre stattfindende MDA - Motion, Drive & Automation. 2018 geht die IAMD daraus hervor, die Leitmesse für das gesamte Spektrum der industriellen Automation, IT, Antriebs- und Fluidtechnik. Vom 23. bis 27. April 2018 präsentieren sich die Aussteller dieser Branchen in den Hallen 8, 9, 11, 12, 14 bis 17, 22 und 23.

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MindSphere, Azure, AWS oder Axoom – Namen wie diese stehen für die digitale Transformation der Industrie und belegen, dass Vernetzung und Kollaboration die entscheidenden Voraussetzungen sind für neue Geschäftsmodelle im Zusammenspiel von IT und Industrie. Die Hannover Messe 2018 legt genau darauf ihren Fokus mit dem Leitthema "Integrated Industry – Connect & Collaborate" . In den Hallen der IAMD – Integrated Automation, Motion & Drives – sowie der Digital Factory zeigen Unternehmen, wie sie sich aktuell verändern und welche neuen Lösungen und Geschäftsmodelle durch die Verbindung von IT und integrierter Automation entstehen.

"IT und Industrie haben sich aus zwei Richtungen aufeinander zu bewegt", sagt Arno Reich, Global Director IAMD und Digital Factory im Team der Hannover Messe. "In Zeiten der digitalen Transformation ziehen sie nun aber an einem Strang und können nicht mehr separat voneinander betrachtet werden: Die Automatisierer verfügen mittlerweile über große Softwarekompetenz und werten ihre Produkte und Services anhand digitaler Technologien auf. Gleichzeitig wenden sich IT- und Internetkonzerne der Industrie zu und finden dort mit Adaptionen ihrer bisherigen Angebote – Stichwort Plattformökonomie – ein hochattraktives Anwendungsfeld."

Um die Potenziale der digitalen Transformation in der Industrie zu erschließen, müssen Unternehmen umdenken und sich verändern. Das führt dazu, dass Automatisierer auch zu Softwareunternehmen oder Maschinenbauer zu Anbietern digitaler Produkte und Services werden. Dem VDMA liegen umfangreiche Daten vor, wie der Maschinenbau die Digitalisierung vorantreibt. In den Studien des Verbands lässt sich ablesen, wie Apps, Big Data Analytics oder digitale Plattformen in enormem Tempo an Bedeutung gewinnen. Rund 20 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau planen außerdem die Ausgliederung ihres Digitalgeschäfts in eigenen Tochterunternehmen.

  • Huawei zeigt ein Lego-Modell der Smart Factory. Es werden nicht nur Prozesse in der Fabrik verbessert, sondern auch Logistikprozesse bis zum Kunden. Foto: Felicitas Heimann

    Huawei zeigt ein Lego-Modell der Smart Factory. Es werden nicht nur Prozesse in der Fabrik verbessert, sondern auch Logistikprozesse bis zum Kunden. Foto: Felicitas Heimann

  • Schnelles Internet spielt für die Industrie 4.0 eine große Rolle. Huawei zeigt an Stand A 26 wie effizient und schnell Industrie-Roboter mit 5G werden. Zwei Kukaroboter begleiten aktuelle Chart-Hits an den Drums. Foto: Felicitas Heimann

    Schnelles Internet spielt für die Industrie 4.0 eine große Rolle. Huawei zeigt an Stand A26 wie effizient und schnell Industrie-Roboter mit 5G werden. Zwei Kukaroboter begleiten aktuelle Chart-Hits an den Drums. Foto: Felicitas Heimann

  • Auch bei der Deutschen Telekom spielen Roboter eine zentrale Rolle. Der kleine Roboter Pepper begrüßt Standbesucher und zeigt an einem Touchpanel die Neuheiten des Unternehmens. Foto: Felicitas Heimann

    Auch bei der Deutschen Telekom spielen Roboter eine zentrale Rolle. Der kleine Roboter Pepper begrüßt Standbesucher und zeigt an einem Touchpanel die Neuheiten des Unternehmens. Foto: Felicitas Heimann

  • Ansonsten geht es bei der Telekom bekannt pink zu. Der deutsche Kommunikationsriese wird gut besucht. Foto: Felicitas Heimann

    Ansonsten geht es bei der Telekom bekannt pink zu. Der deutsche Kommunikationsriese wird gut besucht. Foto: Felicitas Heimann

  • SAP macht mit einer filigranen Roboterhand auf seinen Partner Mitsubishi Electric in Halle 17, Stand D40 aufmerksam. Beide arbeiten im Bereich Digital Services zusammen. Foto: Felicitas Heimann

    SAP macht mit einer filigranen Roboterhand auf seinen Partner Mitsubishi Electric in Halle 17, Stand D40 aufmerksam. Beide arbeiten im Bereich Digital Services zusammen. Foto: Felicitas Heimann

  • Die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gibt es bei Bosch, Stand C26 zu sehen. Der Roboter Apas assistiert Mitarbeitern bei monotonen Abläufen oder ergonomisch ungünstigen Bewegungsabläufen. Foto: Felicitas Heimann

    Die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gibt es bei Bosch, Stand C26 zu sehen. Der Roboter Apas assistiert Mitarbeitern bei monotonen Abläufen oder ergonomisch ungünstigen Bewegungsabläufen. Foto: Felicitas Heimann

  • Unter anderem zeigt Intel mit einer alten Druckmaschine ein Relikt aus der Vergangenheit. Auch hier arbeitet der Mensch schon eng mit der Maschine zusammen. Zu sehen in Halle 7, Stand D12. Foto: Felicitas Heimann

    Unter anderem zeigt Intel mit einer alten Druckmaschine ein Relikt aus der Vergangenheit. Auch hier arbeitet der Mensch schon eng mit der Maschine zusammen. Zu sehen in Halle 7, Stand D12. Foto: Felicitas Heimann

  • IBM zeigt an seinem Stand ein Connected Car. Messebesucher können sich ins Auto setzen. Was sie nicht wissen: das Auto wird gehackt. Foto: Felicitas Heimann

    IBM zeigt an seinem Stand ein Connected Car. Messebesucher können sich ins Auto setzen. Was sie nicht wissen: das Auto wird gehackt. Foto: Felicitas Heimann

  • Damit will IBM zeigen, wie leicht von außen Pedale, Geschwindigkeit und Lenkrad manipuliert werden können. Gleichzeitig bieten sie die Lösung qdatar an. Hier wird das Fahrzeug in Echtzeit überwacht. Bei Fremdeinwirkung setzt das System ein Alarm ab und bringt das Fahrzeug sicher zum Stehen. Foto: Felicitas Heimann

    Damit will IBM zeigen, wie leicht von außen Pedale, Geschwindigkeit und Lenkrad manipuliert werden können. Gleichzeitig bieten sie die Lösung Qdatar an. Hier wird das Fahrzeug in Echtzeit überwacht. Bei Fremdeinwirkung setzt das System ein Alarm ab und bringt das Fahrzeug sicher zum Stehen. Foto: Felicitas Heimann

"Wir erleben aktuell einen radikalen Umbruch", sagt Rainer Glatz, Geschäftsführer der Fachverbände Elektrische Automation sowie Software und Digitalisierung im VDMA. "Einige Jahre hatten Digitalisierungs-Technologien wie PLM, MES oder CRM immer wieder mit dem Vorurteil zu kämpfen, vor allem Kosten zu verursachen. Das ist jetzt anders. Digitalisierung wird mehr und mehr als Enabler für neue Geschäftsmodelle und zusätzlichen Umsatz gesehen."

Neben IT-Größen wie Microsoft, SAP, IBM oder Amazon Web Services, die mit ihren Plattformen und Werkzeugen die digitale Transformation in der Industrie unterstützen, haben sich auch Industrieunternehmen auf den Weg gemacht, um mit Tochtergesellschaften digitale Lösungen und Plattformen anzubieten. Dabei wird zunehmend deutlich, dass die neuen Ideen auf der Vernetzung und Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure basieren.

Der Schweizer Elektrokonzern ABB und der IT-Dienstleister IBM etwa entwickeln gemeinsam Industrieprodukte, die künstliche Intelligenz nutzen. Turck hat die Software des IoT-Spezialisten Beck IPC erworben und will damit seine Clouddienste vorantreiben. Das Ziel: eine Sensor-to-Cloud-Plattform für alle Industriebereiche. Bosch und SAP machen ebenfalls gemeinsame Sache: Mit einer strategischen Partnerschaft für das Internet der Dinge und Industrie 4.0 wollen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit bei Cloud-Technologien und Softwarelösungen ausbauen. Ein neues Geschäftsmodell bringen Festo und Huawei auf den Weg. Dabei geht es um Robotik als Dienstleistung, deren Grundlage die Datenübertragung in Echtzeit vom Roboter in die Cloud ist.

Auch der Robotik-Spezialist Kuka gehört zweifellos zu den digitalen Vorreitern. Auf Basis der IoT-Plattform Connyun von KUKA werden die VINCI Energies ganzheitliche Industrie-4.0-Lösungen von der Konzeption bis zur Systemintegration realisieren. Dabei soll der wachsende Bedarf von Produktionsunternehmen nach datengetriebener Prozessoptimierung passgenau bedient werden. Eine enge Kooperation besteht schließlich zwischen der IFM-Gruppe und SAP. Diese umfasst sowohl den sicheren Datenaustausch zwischen Sensoren und der Cloud-Plattform von SAP sowie weitere Entwicklungsprojekte rund um die cloudbasierte Verwaltung großer Sensor- und Aktor-Netzwerke.

Ein anderes Stichwort neben Vernetzung und Kollaboration ist Offenheit. MindSphere ist das cloudbasierte, offene IoT-Betriebssystem von Siemens. Und auch Axoom versteht sich als offene, digitale Geschäftsplattform, die entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen von Industrie 4.0 die Zukunft der Produktion gestalten will. Im Mittelpunkt steht dabei die übergreifende Vernetzung von Maschinen, Software und Prozessen mit dem Menschen als entscheidendem Faktor. jl