Mit der Einführung des Poly-Chain-Carbon-Volt-Riemens möchte Gates (Halle 24, Stand B18) einen neuen Meilenstein innerhalb der Geschichte der Antriebstechnik setzen. Die Weiterentwicklung des Synchronriemens bietet eine zuverlässige, von den Industrienormen geforderte Ableitung von elektrostatischen Ladungen. Sobald sich Riemenantriebssysteme in potenziell riskanten Umgebungen befinden, ist dieser Faktor als kritisch einzustufen. Hier sind antistatische Riemen ein absolutes Muss.

Halle 25

Mayr Antriebstechnik präsentiert sein neues intelligentes Bremsmoment-Steuermodul für Roba-Stop-Federdruckbremsen erstmalig in Hannover in Halle 25 an Stand D28. Genau wie bei der Fahrt mit dem Pkw ist auch bei Geräten und Maschinen-Anwendungen mit dynamischen Bremsungen oftmals eine dosierte, gleichmäßige Verzögerung wünschenswert. Federdruckbremsen kennen jedoch konstruktionsbedingt nur die zwei Betriebszustände „Bremsmoment vorhanden“ und „Bremsmoment aufgehoben“. Mit dem neuen Bremsmoment-Steuermodul bietet der Antriebstechniker nun eine wirtschaftlich attraktive Lösung, um bei Roba-Stop-Federdruckbremsen ein variables Bremsmoment zu erzeugen und so Maschinen gleichmäßig und sanft zu verzögern.

KTR hat die Familie der Rotex-Kupplungen um eine Variante für den wartungsfreien Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen erweitert: Die durchschlagsichere Rotex Non Sparking. Die Nockengeometrie der Kupplung besteht aus leitfähigem und hochfestem Kunststoff und wird auf die Nabengrundkörper, die weiterhin aus Stahl oder aus anderen Metallwerkstoffen wie Aluminium gefertigt werden, gespritzt. Der neu entwickelte Kunststoff verhindert jegliche statische Aufladung und ist überdies so widerstandsfähig ausgelegt, dass selbst im Falle eines Totalverschleißes des Elastomer das Drehmoment weiterhin übertragen wird, ohne jede Gefahr der Funkenbildung. Wartungsarbeiten können damit problemlos in ein unkritisches Zeitfenster verschoben werden. Das Unternehmen präsentiert die Produktneuheit erstmalig auf der Hannover Messe in Halle 25 an Stand B24.

Antriebe in der Windkraft

Die Königsdisziplin

Zwanzig Jahre oder 175.000 Stunden wartungsfreier Betrieb bei widrigen Umgebungsbedingungen und hoch dynamischen unregelmäßigen Belastungen: Das sind die Anforderungen, die Hersteller von Windkraftanlagen an die Komponenten des Antriebsstrangs stellen. Deshalb gehört die Windtechnik bei den Herstellern hochwertiger Antriebskomponenten und -systeme zu den Königsdisziplinen: Was sich onshore oder offshore bei der Umwandlung von Wind in elektrische Energie bewährt, das ist auch in vielen anderen Branchen gefragt, die hoch belastbare Antriebe benötigen.

Ein Beispiel dafür ist die KTR Kupplungstechnik (Halle 25, Stand B24). Dr. Norbert Partmann, Leiter Geschäftsfelder, hierzu: „Unsere Stahllamellenkupplungen bewähren sich weltweit in der Windtechnik. Gestartet sind wir vor rund 20 Jahren mit Antriebskomponenten für 250-kWp-Windturbinen, inzwischen reicht das Spektrum bis sieben Megawatt.“ Mehr als 40.000 Windkraftanlagen hat das Unternehmen in dieser Zeit mit Kupplungen ausgestattet. Auf der MDA zeigt das Unternehmen die neueste Generation dieser sehr robusten Kupplungen, die immer häufiger als Baueinheit mit verschiedenen Bremssystemen ausgeliefert werden.

Bei Parker Hannifin (Halle 23, Stand A50) sieht man den deutlichen Trend zu Systemlösungen. André Herrmann, Business Development Manager: „Die Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen sind sehr an günstigen Anlagenkosten, hohen Wirkungsgraden und minimalem Wartungsaufwand interessiert. Diese Ziele können durch die Lieferung von Systemlösungen erreicht werden. Dazu gehört – und das ist ein neuer Trend – auch die Energiespeicherung. Neben kompletten Hydraulikaggregaten, Pitch-Verstellsystemen, Bremssystemen, Filtern und Verbindungselementen, die wir zu getesteten Baugruppen kombinieren, bieten wir auch Turn-Key-Solutions für Batteriespeicher. Auf der Messe stellen wir dieses System-Knowhow heraus.“

Der ZF-Geschäftsbereich Wind Power (Halle 25, Stand E12) nutzt die MDA, um seine neuesten Entwicklungen bei Windkraftgetrieben vorzustellen. Dazu gehört eine neue Generation von Getrieben für die Drei-Megawatt-Klasse mit integriertem kegelförmigem Planetenradsatz, die einen Drehmomentbereich von 2000 bis 3100 Kilonewtonmeter abdeckt.

Man kann sich sicher sein, dass die Investitionen der Antriebstechnik-Hersteller in hoch beanspruchbare Komponenten für Windkraftanlagen sich auch in anderen Bereichen auszahlen. „Die Ansprüche an Versuche, Zertifizierungen und die QM-Dokumentation sind in der Windtechnik extrem hoch. Allein die Spezifikation einer Kupplung kann bis zu 180 Seiten umfassen“, so Dr. Norbert Partmann.