Neben Podiumsdiskussionen und Vorträgen zeigen verschiedene Unternehmen ihre neuen Software-Lösungen für die vernetzte Fabrik von morgen. IBM (Halle 7, Stand D18) sieht in der Integration den Schlüssel für die lernende Fabrik. Das Unternehmen zeigt, wie smarte, digital vernetzte Wertschöpfungsketten für Industrie-4.0-Projekte aussehen können. Von der Erfassung einzelner Sensordaten über deren Konsolidierung und Auswertung bis hin zu Vorhersagen für eine rechtzeitige Wartung. Außerdem erteilt das kognitive System Watson Ratschläge, falls unvorhergesehene Probleme auftauchen.

Wie Industrie 4.0 in der Praxis funktioniert, zeigt IBM in einem Pilotprojekt mit Traktorenhersteller John Deere. Gemeinsam wurde für das Mannheimer Werk eine Smart-Manufacturing-Plattform entwickelt, basierend auf einer Service-orientierten Industrie-4.0-Architektur. Sie bietet sowohl dem Werker vor Ort als auch für die Produktionsplanung und -optimierung wichtige Hilfestellungen, Entscheidungsgrundlagen und Automatisierungsmöglichkeiten. Mit Hilfe der Plattform, die unterschiedlichste Datenprotokolle verarbeiten kann, ist eine umfassende Steuerung und vertikale Integration der Produktionsprozesse möglich.

Prozesskette Landmaschine,
Zusammen mit Claas zeigt der Software-Experte, wie mittelständische Unternehmen Industrie 4.0 in die Realität umsetzen können. (Bild: Dassault Systèmes)

Auch Softwarehersteller Dassault Systèmes (Halle 6, Stand K30) hat mit einem Landmaschinenhersteller ein gemeinsames Projekt verwirklicht. Zusammen mit Claas zeigt der Software-Experte, wie mittelständische Unternehmen Industrie 4.0 in die Realität umsetzen können. So wurden bei Claas verschiedene Standorte und Disziplinen miteinander vernetzt. Als zentralen Dreh- und Angelpunkt für alle Entwicklungs- und Produktionsprozesse nutzt das Unternehmen die 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes. Über diese Plattform greifen die Mitarbeiter von Claas auf sämtliche Produktdaten und ergänzende Informationen zu. Sie nutzen dabei von jedem beliebigen Ort aus ein einheitliches Datenmanagementsystem. So arbeitet jeder auf Basis der aktuellen Produktdaten. Duplikate von Dateien gehören der Vergangenheit an und Datensätze müssen nur noch einmal gepflegt werden.

Softwarelösungen

Copa-Data (Halle 7, Stand C40) zeigt am Stand von Microsoft skalierbare Softwarelösungen mit Zeneon zur vertikalen Datenintegration für die Smart Factory. Mit der Integration von Zenon in die Cloud-Plattform Microsoft Azure kann ein Unternehmen auf sämtliche Daten der Produktionsstätten in nur einem System in Echtzeit zugreifen. Einzelne Werke oder Produktionslinien können besser miteinander verglichen und qualitative Analysen mit Daten untermauert werden. So können auch bestehende Anlagen smarter werden.

Connected Industrial Worker,
Der Connected Industrial Worker wird von mobilen Technologien, Sensoren oder Tracking-Anwendungen unterstützt. (Bild: Accenture)

Smarter wird auch der Mitarbeiter in der Industrie 4.0. Das Beratungsunternehmen Accenture zeigt in Halle 7 an Stand E28 den „Connected Industrial Worker“. Das ist ein Mitarbeiter in Produktion und Außendienst, der von einer Kombination von mobilen Technologien, Sensoren, Tracking-Anwendungen für vernetzte Geräte und Analytics unterstützt wird, etwa von Apps, Wearables und einer IoT-Plattform. So könnten etwa Mitarbeiter in Chemiewerken, Raffinerien oder Fabriken mit Gefahrstoffen bei der Wartung fehlerhafter Maschinen unterstützt werden. Gleichzeitig behält die Technik mögliche Risiken wie Temperatur und Luftqualität im Auge und schlägt Alarm, wenn zum Beispiel durch giftige Dämpfe Gefahr droht.

In Sachen Simulation präsentiert Ansys in Halle 7 an Stand C31 die neue Software-Version Ansys 17. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehört die Topologieoptimierung, die ihre Vorteile unter anderem beim Einsatz von additiven Fertigungsverfahren ausspielt. Außerdem wurde die Analyse der Ermüdung von Elektronikkomponenten aufgrund thermomechanischer Spannungen weiterentwickelt.

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