Trumpf Super-Laser schiesst grünen Lichtstrahl in die Wolken.

Der Trumpf Super-Laser kann Blitze aus Gewitterwolken gezielt und kontrolliert ableiten und in Zukunft Schäden durch Blitzeinschlag in Millionenhöhe verhindern. (Bild: Trumpf/Martin Stollberg)

Der Trumpf Superlaser feuert einen gut sichtbaren grünen Laserstrahl in den Schweizer Abendhimmel.
Der grüne Laserstrahl des Trumpf Super-Lasers ist im Einsatz gut sichtbar und erinnert an manch anderen Hollywood Super-Laser. Nur lassen sich hiermit Blitze ablenken und keine Planeten zerstören. (Bild: Trumpf/Martin Stollberg)

Durch Blitzeinschläge in Flughäfen, Atomkraftwerken, Wolkenkratzern und Wäldern entstehen jährlich Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Allein in den USA entsteht durch Gewitter und Blitzschlag ein wirtschaftlicher Schaden von fünf Milliarden Dollar jährlich, meist durch Störungen des Flugverkehrs und Schäden an Flugzeugen oder Hochspannungsleitungen. Aus diesem Grund hat die EU das Projekt „Laser Lightning Rod“ ins Leben gerufen.

Der Trumpf-Laser ist das Herzstück dieses Projektes. Er erzeugt eine Art „Kanal“ in Gewitterwolken, das sogenannte Laser-Filament. Sobald sich ein Blitz aus der Gewitterwolke entladen möchte, lässt dieses Laser-Filament dem Blitz keine andere Chance, als durch den vorgegebenen Kanal kontrolliert auf dem Boden einzuschlagen. Die Entwicklung des Lasersystems hat rund zwei Millionen Euro gekostet.

Die Experten für Lasertechnik bei Trumpf haben im Juli 2021 gemeinsam mit der Universität Genf einen Super-Laser in Betrieb genommen, der zeigen soll, dass diese – beinahe schon hollywoodreife – Idee funktioniert.

„Der Laser-Blitzableiter ist einer der stärksten Laser seiner Klasse, die es derzeit gibt. Wir schießen mit tausend Laserpulsen pro Sekunden in die Wolken und wollen damit Blitze unschädlich und die Welt dadurch ein Stück weit sicherer machen“, schwärmt Clemens Herkommer, der für den Super-Laser verantwortliche Ingenieur bei Trumpf.

Totalenansicht Der Trumpf Superlaser feuert einen gut sichtbaren grünen Laserstrahl in den Schweizer Abendhimmel.
Der von Trumpf und der Uni Genf 2021 in Betrieb genommene Super-Laser feuert seine grünen Laserstrahlen vom 2500m hohen Berg Säntis in den Schweizer Abendhimmel. (Bild: Trumpf/Marin Stollberg)

Und es funktioniert! Der Laser kann tatsächlich Blitze ableiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt im Fachblatt „Nature Photonics“ veröffentlichte wissenschaftliche Studie. Die vorläufigen Ergebnisse sollen durch weitere Versuchsreihen bestätigt werden.

Das Projekt zeigt aus Sicht der Laserexperten von Trumpf, welches enorme Potenzial in dieser in Deutschland entwickelten Lasertechnologie stecken. Indem die Menschheit derart Einfluss auf die Naturgewalt Blitz nehmen kann, können vielleicht in Zukunft schon bald Milliardenschäden an kritischer Infrastruktur wie Flughäfen oder Atomkraftwerken verhindert werden.

Wer weiß, möglicherweise ist eine Technologie wie diese eines Tages ein Schlüsselbaustein für die Nutzung von Blitzenergie als Ressource.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?