Kolbenbearbeitung, Bild: Mahle

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwirtschaftet 2015 woohl um die 14,8 Milliarden Euro. Bild: Mahle

In den ersten neun Monaten 2015 stagnierte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr. Die Inlandsbestellungen sanken um drei Prozent, die Auslandsnachfrage verzeichnete ein Plus von einem Prozent.

„Im dritten Quartal bekam unsere Branche Rückenwind aus dem Inland und aus dem Euroraum“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Zur allgemeinen Überraschung habe sich Westeuropa als Zugpferd für die deutsche Werkzeugmaschinennachfrage entpuppt.

Enttäuschend hingegen die Amerikas, deren Bestellungen in der ganzen Breite rückläufig waren. Asien insgesamt punktete mit einem kleinen Zuwachs. Guten Geschäften mit Südkorea und Japan steht jedoch ein kräfti-ges Minus bei den Bestellungen aus dem größten Markt China entgegen.

Prognose Werkzeugmaschinenindustrie, Grafik: VDW
Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stagnierte gegenüber dem Vorjahr in den ersten neun Monaten. Grafik: VDW

Das Inlandsgeschäft, das ein Drittel des gesamten Auftragseingangs aus-macht, blieb getrieben durch die Kauflaune der Konsumenten und damit stei-genden Investitionen der Industrie ebenfalls eine Stütze.

In den ersten drei Quartalen 2015 pendelten sich die Bestellungen auf hohem Niveau ein. Der Umsatz legte demgegenüber im gleichen Zeitraum sogar noch um zwei Prozent zu. Der VDW geht davon aus, dass es auch im Gesamtergebnis 2015 darauf hinauslaufen wird. Das entspricht nicht ganz den Erwartungen zu Beginn des Jahres. „Damals gingen wir für von drei Prozent Zuwachs aus. In einer vergleichsweise zyklischen Branche wie der Werkzeugmaschinenindustrie sind Prognoseschwankungen von einem Prozentpunkt jedoch nicht so selten“, sagt der VDW-Geschäftsführer. Das wirtschaftliche Umfeld berge außerdem jede Menge Unsicherheiten. „Dennoch: Mit einem Ergebnis von dann 14,8 Milliarden Euro liegen wir auf Best-Niveau“, sagt Schäfer.

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