Optional ist bei den Maschinenschraubstöcken der VarioLine-Reihe – ebenso wie bei den Modellen

Optional ist bei den Maschinenschraubstöcken der VarioLine-Reihe – ebenso wie bei den Modellen der abgebildeten Baureihe NC – eine Spannkraftanzeige für eine stufenlose, exakte Spannkrafteinleitung und Kontrolle verfügbar. Dadurch lässt sich die gewünschte Spannkraft genau reproduzieren (Foto: ROEMHELD).

Zahlreiche Innovationen präsentiert der Spanntechnikspezialist ROEMHELD während der AMB vom 16. bis 20. September in Stuttgart. Als Messeneuheit ist ein neues Zentrierspannelement zu sehen, das dank eines sehr großen Backenhubs für Werkstücke mit Durchmessern von 16 bis 108 mm vielfältig einsetzbar ist. Weitere Highlights sind Bohrungsspanner für das direkte Spannen von Bauteilen ohne Adapterplatten und der aktuell weltweit kleinste Kompaktspanner. Mit der drahtlosen Übertragung von Spannsignalen in Echtzeit führt ROEMHELD Besuchern live am Stand außerdem einen Beitrag zur Industrie 4.0 vor. Erstmals hat die Unternehmensgruppe ihre Exponate auf die vier Schwerpunktthemen „5-Achs-Bearbeitung“, „Automation“, „Horizontal-“ und „Vertikalbearbeitung“ fokussiert. Entsprechende Themeninseln erleichtern dem Besucher die Orientierung. ROEMHELD stellt aus in Halle 1 an Stand H 56.

Zwei Messeneuheiten für die Horizontalbearbeitung

Auf der Themeninsel zur Horizontalbearbeitung feiert das neue Zentrierspannelement Premiere, das sich wegen seines großen Backenhubs für ein breites Spektrum von Werkstücken verwenden lässt – vom kleinen Lagerring bis zum großen Automatikgetriebegehäuse. Erhältlich ist es in Ausführungen mit zwei oder drei Backen, die sich durch Umsetzen den unterschiedlichen Bauteilen anpassen lassen. Das neue Spannelement verfügt über einen Sperrluftanschluss zur Abwehr von Spänen und überzeugt durch eine hohe Wiederholgenauigkeit. Ausgestellt wird es auf einem Doppelwinkel, der mit STARK Nullpunkt Spannsystemen SPEEDY classic 2, mit integrierten Mediendurchführungen, bestückt ist.

Als weitere Messeneuheit für die Werkstückdirektspannung kann der Besucher darüber hinaus das STARK Nullpunkt Spannsystem SPEEDY classic 2 balance sehen. Bauteile spannt es wahlweise durch Federkraft oder Hydraulik mit 20 kN. Das Besondere: Vorhandene Werkstückgewinde können genutzt werden, eine spezielle Passung ist nicht erforderlich. Dank einer integrierten Ausgleichsfunktion über ± 0,75 mm lässt sich das Werkstück ohne zusätzliche Vorbereitung und weiteren Aufwand direkt spannen.

Für die Horizontalbearbeitung stellt ROEMHELD außerdem HILMA Turmspannsysteme der Baureihe TS als flexible Standardvorrichtung für bis zu 16 Werkstücke vor. Die Spannstellen können mit unterschiedlich großen Werkstücken belegt werden. Die zentrale, lastfreie Mittelbacke garantiert eine hohe Präzision der Nullpunktlage. Ein patentiertes Führungs- und Dichtungsprinzip sorgt für umfassenden Späneschutz und lange Lebensdauer.

Zusätzlich zu sehen ist ein Mini-Druckübersetzer, entwickelt primär für die Ansteuerung von Abstützelementen. Dieser transformiert einen niedrigen Eingangsdruck in einen hohen Ausgangsdruck, so dass mit kleineren Abstützelementen gleichwertige Haltekräfte erzielt werden können.

Angetrieben werden die hydraulischen Komponenten von einem besonders leisen und energiesparenden ROEMHELD Hydraulikaggregat.

Kompakte Spannmittel für die 5-Achs-Bearbeitung

Für den Einsatz in beengten Maschinenräumen und für Werkstücke mit kleinem Spannrand konzipiert ist der zurzeit weltweit kleinste Kompaktspanner der Baugröße „Null“. Er besticht durch eine Gesamtlänge von nur 63 mm und einen Gehäusedurchmesser von 22 mm. Das hydraulisch betriebene Element bietet einen Spannhub von 4 mm und eine Spannkraft von 1,3 kN bei einem maximalen Betriebsdruck von 200 bar. Die Spannpunkte zum Be- und Entladen sind frei, so dass zum Einschwenken bereits eine schmale Tasche oder Vertiefung am Werkstück ausreicht.

Sicherheit in der 5-Achs-Bearbeitung

Für mehr Sicherheit in der 5-Achs-Bearbeitung sorgt ein Modul aus Sender und Empfänger zur drahtlosen Überwachung von Drücken an Vorrichtungen (Foto: ROEMHELD).

Eine besonders platzsparende Möglichkeit des Spannens wird am Beispiel eines Zylinderkopfes vorgeführt. Dieser wird mit Hilfe von zwei Varianten von kompakten Bohrungsspannern gespannt. Beide Ausführungen verfügen über eine pneumatische Auflagekontrolle und eignen sich zum Spannen und Positionieren von Werkstücken mit einer oder mehreren Bohrungen. Hierzu wird das Bauteil direkt auf den Bohrungsspanner gelegt, die restlichen Flächen bleiben frei für eine ungehinderte 5-Seiten-Bearbeitung. Sperrluft verhindert bei beiden Varianten das Eindringen von Flüssigkeit und Spänen.
Zum einfachen Ausrichten und Positionieren von Werkstücken mit Bohrungen zwischen 6,6 und 13,8 mm Durchmesser in der Auflagefläche gibt es die Modellvarianten mit integrierter Zentrierfunktion. Die Kraft wird bei diesen Ausführungen über einen Spannring aufgebaut. Zusätzliche Zentrierelemente sind überflüssig. Selbst bei Ausfall der Hydraulik sicher sind die Bohrungsspanner der zweiten Baureihe, da bei ihnen die grippähnlichen Spannbuchsen mittels Federkraft gespreizt werden. Sie halten das Werkstück auch bei Druckabfall zuverlässig. Gespannt wird das Bauteil hydraulisch, wobei sehr hohe Niederzugkräfte von bis zu 9,8 kN erreicht werden. Ausgelegt sind diese Varianten für Werkstücke mit Bohrungen zwischen 7,8 und 17,7 mm.

Eine gute Zugänglichkeit von allen Seiten und kollisionsfreie Werkzeugwege bei der 5-Achs-Bearbeitung garantieren durch ihre kompakte Bauform ebenfalls die HILMA Spannsysteme MC. Dadurch können problemlos kurze Standardwerkzeuge verwendet werden. Eine große Auswahl an MC Spannsystemen und das umfangreiche Zubehör bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Sie sind zentrisch oder gegen Festbacke spannend, werden mechanisch oder hydraulisch betätigt und sind mit Backenbreiten von 40 mm bis 125 mm erhältlich. Je nach Modell bieten sie maximale Spannkräfte von 8 kN bis 35 kN.

Ein breit angelegtes Backenprogramm mit austauschbaren Stufen-, Pendel- und Prismenbacken sowie Wechseleinsätzen mit Hartmetall-Beschichtungen oder Gripp-Verzahnungen rundet das Angebot ab.

Mehr Sicherheit und Kontrolle beim Spannen

Druckabfälle bei hydraulischen Spannvorrichtungen lassen sich mit Hilfe einer drahtlosen Drucküberwachung erkennen. Dadurch können Werkzeugbrüche und hieraus resultierende Maschinenschäden leichter vermieden werden. Mit den einfach zu installierenden Modulen aus batteriebetriebenem elektronischen Drucksensor mit Funkübertragung und einer Empfängereinheit können je nach Modell Drücke bis 16, 250 und 500 bar an Vorrichtungen auf bis zu 300 m entfernten Maschinen übertragen und überwacht werden.

Die Lithium-Batterie des Drucksensors hat eine Lebensdauer von bis zu einem Jahr und wird ständig auf ihren Ladezustand hin überwacht. Der Empfänger verfügt über analoge Ausgänge und Relais-Ausgänge sowie über eine RS485 Datenschnittstelle mit Modbus-Protokoll. Als Option steht ein Profibus-Gateway zur Verfügung, der das Modbus-Protokoll in ein Profibus-Protokoll übersetzt. Ein Empfänger kann die Signale von bis zu 16 Drucksensoren verarbeiten. Da die Technologie dem Echtzeit-Informationsaustausch und der Vernetzung von Maschinen dient, ist sie zur Datenkommunikation der Produktion im Zuge von Industrie 4.0 geeignet.

Für alle STARK Nullpunkt Spannsysteme der Baureihe SPEEDY Classic ist jetzt optional eine neu entwickelte optische Spannkontrolle erhältlich. Sie sorgt an 5-Achs-Bearbeitungszentren und Drehmaschinen für mehr Sicherheit beim Spannen. Ein Eingriff in die Maschine ist nicht erforderlich. Zur Kontrolle wird das Nullpunkt Spannsystem mit einem Prüfdruck beaufschlagt: Ist die Palette richtig gespannt, erscheint in einem Anzeigefenster der Spannkontrolle ein grünes Feld.

STARK Nullpunkt Spannsystem „SPEEDY classic 2 balance“

Als weitere Messeneuheit für die Werkstückdirektspannung präsentiert ROEMHELD außerdem das STARK Nullpunkt Spannsystem „SPEEDY classic 2 balance“ mit Spannkontrolle. Bauteile spannt es wahlweise durch Federkraft oder Hydraulik mit 20 kN (Foto: ROEMHELD).

Überwachung und Steuerung automatisierter Rüstvorgänge

Beim Themenschwerpunkt Automation sind flexible und vielfältige Alternativen zu herkömmlichen Palettensystemen zu sehen. Modular aufgebaute Automationslösungen ermöglichen die effiziente Automation schon ab Losgröße 1. Gezeigt werden hydraulische, mechanische und elektrische Spannsysteme. Mannlos lassen sich Werkstücke, Spannbacken und Vorrichtungen wechseln und verschiedene Spannbereiche einstellen. Einzelne Bauteile und ganze Teilefamilien mit unterschiedlichen Abmessungen können so automatisiert gespannt werden. Dadurch verringert sich die Anzahl werkstückspezifischer Vorrichtungen, darüber hinaus entfallen langwierige und teure Vorrichtungswechsel. Das automatisierte Rüsten verlängert die Maschinenlaufzeit und reduziert die Fehler durch manuelle Eingriffe.

Anwendern, die bei der Automation auf Hydraulik verzichten möchten, bietet ROEMHELD die E-TEC Produktreihe kompakter elektrischer Spannelemente mit Keilspannern, Schwenkspannern, Nullpunkt Spannsystemen, Maschinenschraubstöcken, Blockzylindern und Abstützelementen. Sie verfügen ebenfalls über die Möglichkeiten zur Positionskontrolle, zur Abfrage von Spannkraft und zur Werkstückerkennung. Die Schwenkspannelemente lassen sich zudem über SPS-Steuerungen in Netzwerke einbinden und so im Rahmen einer Fertigung nach Industrie 4.0 einsetzen.

Eine hohe Prozesssicherheit und umfassende Kontrollmöglichkeiten bei Automationsvorgängen zeichnet außerdem das breite Sortiment bewährter hydraulischer und mechanischer Spannkomponenten mit Spann- und Positionskontrolle aus. Am Stand gezeigt werden beispielsweise Schwenkspanner, Hebelspanner und Spannpratzen.

Flexibles Rüsten für die Vertikalbearbeitung

Maschinenschraubstöcken der VarioLine-Reihe

Optional ist bei den Maschinenschraubstöcken der VarioLine-Reihe – ebenso wie bei den Modellen der abgebildeten Baureihe NC – eine Spannkraftanzeige für eine stufenlose, exakte Spannkrafteinleitung und Kontrolle verfügbar. Dadurch lässt sich die gewünschte Spannkraft genau reproduzieren (Foto: ROEMHELD).

Für vielfältige Anwendungsfälle in der Vertikalbearbeitung ist eine Auswahl an HILMA Maschinenschraubstöcken der Baureihe VarioLine zu sehen. Optional ist bei den Spannsystemen – ebenso wie bei den Maschinenschraubstöcken der Baureihe NC – eine Spannkraftanzeige für eine stufenlose und exakte Spannkrafteinleitung und Kontrolle verfügbar. Dadurch lässt sich die gewünschte Spannkraft genau reproduzieren. Beim Einsatz von Grippbacken in der Schrupp- und Schlichtbearbeitung erzeugt sie ebenfalls eine hohe Prozesssicherheit. VarioLine Spannsysteme lassen sich problemlos an die Bearbeitungsmaschine und die Werkstücke anpassen.

www.roemheld.de