Jedem Fass Öl, das in den OECD-Ländern nicht mehr gebraucht wird, stehen zwei Fässer an

Jedem Fass Öl, das in den OECD-Ländern nicht mehr gebraucht wird, stehen zwei Fässer an Mehrbedarf in den Nicht-OECD-Ländern gegenüber, so der World Energy Outlook 2014. Bild: Michael Rosskothen - Fotolia.com

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet weltweit voran, jedoch ist der Vortschritt ein zäher. Ein Hindernis: Subventionen, die in die Erzeugung von Strom aus fossilen Brennstoffen fließen.

Deutschland setzt auf regenerative Energien und hat es bereits geschafft, ein Viertel seines Stroms aus eben diesen zu generieren. Brutto wurden jedoch 2013 in Deutschland insgesamt 633,3 TWh Strom  produziert. In absoluten Zahlen spielen damit sowohl die Kohle- als auch die Atomstromproduktion in Deutschland noch eine große Rolle. Die Bundesrepublik stellt mit 191 Mt Kohle 2,4 Prozent der Weltkohleproduktion. Bei der Atomkraft liegen die Deutschen mit ihrer installierten Kapazität von 12 GW weltweit auf Platz 9. Mit 99 TWh jährlich produzierter Kapazität stellen wir vier Prozent der Weltproduktion.

Stromverbrauch 2013Stromverbrauch 2013

Spitzenreiter in Sachen Verbrauch war 2013 China mit 5322,3 TWh. Immerhin erzeugte das Land 19,6 % seiner Energie aus erneuerbaren Quellen. In den USA, die 3886 TWh verbrauchten, waren es nur 12,9 %. Ein überraschendes Vorreiterland in Sachen regenerative Energien ist Paraguay. Das südamerikanische Land ist mit 48 TWh der größte Nettoexporteur von Elektrizität. Das bemerkenswerte: fast 100 % davon werden aus Wasserenergie generiert.

Bild: Thorsten Schier - Fotolia.com

Auch wenn Atomkraft stark kontrovers diskutiert wird, hat sie den Vorteil, zur Vermeidung von CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung beizutragen. Heute produziert Frankreich noch 76,1 % seines Stroms aus Kernkraft. Laut IEA werden jedoch bis 2040 rund 200 Reaktoren weltweit vom Netz genommen werden. Bild: Thorsten Schier – Fotolia.com

In Sachen Subventionen stehen wiederum fossile Brennstoffe klar im Mittelpunkt: „Die Subventionen für fossile Brennstoffe betrugen 2013 insgesamt 550 Milliarden USD – mehr als das Vierfache der Subventionen für erneuerbare Energien“, heißt es im World Energy Outlook (WEO) der IEA. Damit ergänzen sich konventionelle und regenerative Energieerzeugung nicht einfach, sondern stehen vielmehr in einem Wettbewerbsverhältnis zueinander. In Saudi-Arabien etwa wären laut WEO die wichtigsten Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien bereits konkurrenzfähig gegenüber Ölkraftwerken. jl

Kohle in Poleposition

Kohle in PolepositionDeutschland hat es schon weit gebracht beim Umstieg von konventioneller auf regenerative Energieerzeugung: Die erneuerbaren Energien schafften es 2013 mit einem Anteil von 24,1 Prozent (152 TWh) immerhin auf Platz 2 im deutschen Energiemix. Braun- und Steinkohle bleiben jedoch weiter  mit einem Anteil von 44,9 Prozent (283 TWh) Spitzenreiter für die deutsche Energieproduktion. Auf der weltweiten Rangliste bringt uns dieser Kohleverbrauch auf Platz 5 hinter China, USA, Indien und Japan. Die Kernenergie belegte 2013 in Deutschland Platz 3: mit 97 TWh (15,4 Prozent).