Linde Hydraulics startet mit Planungen für Millionen-Investitionen in die Eigenständigkeit  1

Linde Hydraulics GmbH & Co. KG, Entwickler und Anbieter von modularen Antriebssystemen aus Hydraulik, Elektrotechnik und Elektronik hat den Ausgliederungsprozess aus der KION-Group abgeschlossen und startet nun mit mehreren parallel eingeleiteten Projekten in die neue Eigenständigkeit. Der Technologieführer im Bereich Hochdruckhydraulik wird seine internationale Wachstumsstrategie durch den kompletten Neubau seines Hauptwerkes in Aschaffenburg mit deutlich erweiterten Kapazitäten weiter stärken. Zudem werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie das Vertriebsnetz in der Wachstumsregion China aktiv ausgebaut. Für die Investitionen ist in den nächsten 3-5 Jahren ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag eingeplant.

Die Finanzierung dieses bedeutenden Wachstumsschrittes war im Rahmen einer 70 prozentigen Beteiligung von Weichai Power Co., Ltd. („Weichai Power“) an der Linde Hydraulics am 31. August 2012 vereinbart worden. Die börsengelistete Weichai Power ist mit rund 42.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rd. 7,5 Mrd. EUR (2011) einer der führenden Zulieferer von Antriebssystemen im Nutzfahrzeug-, Automobil- und Baumaschinenbereich. Die verbleibenden 30 Prozent der Linde Hydraulics-Anteile werden weiterhin von der Linde Material Handling GmbH, einem Unternehmen der KION Group, gehalten, die auch künftig Antriebssysteme von Linde Hydraulics in ihren Produkten verwenden wird. Linde Hydraulics wurde im Zuge der Transaktion aus der KION Group ausgegliedert und ist seit dem 1.1.2013 ein eigenständiges Unternehmen.

Kontinuität in der Führung
Das bewährte Geschäftsführungsteam, Dr. Jörg Ulrich (Sprecher der Geschäftsführung und verantwortlich für Finanzen, SCM & Order Management und Strategie), Thorsten Van der Tuuk (Vertrieb, Marketing, Forschung & Entwicklung) und Dr. Steffen Appel (Produktion & Qualität) bleibt unverändert bestehen und wird die erfolgreiche Unternehmensstrategie fortführen: „Die Eigenständigkeit war ein logischer Schritt, nachdem Linde Hydraulics in den letzten Jahren verstärkt Kunden außerhalb der KION-Group gewonnen hat. Wir werden die umfangreichen Investitionen konsequent dafür einsetzen, das profitable Wachstum und die Marktposition von Linde Hydraulics weiter zu steigern und dadurch auch künftig weitere Arbeitsplätze aufzubauen“, sagte Dr. Jörg Ulrich, Sprecher der Geschäftsführung von Linde Hydraulics.
Thorsten Van der Tuuk, Mitglied der Geschäftsführung von Linde Hydraulics sagte „Mit den deutlich erhöhten Investitionen in Forschung und Entwicklung, Applikationsengineering und Vertrieb sowie dem verbesserten Zugang zum chinesischen Markt sind wir künftig noch näher an unseren Kunden und werden unsere Technologieführerschaft in ihrem Sinne weiter ausbauen“. Die Entwicklungskompetenz bleibe unverändert in Deutschland.

Neubau in Aschaffenburg Nilkheim
Das neue Hauptwerk von Linde Hydraulics soll direkt neben dem bisherigen Werk in Aschaffenburg-Nilkheim erstellt werden. Hierzu wurden die ersten Konzeptstudien erstellt und mit den neuen Eigentümern diskutiert. In dem Werk soll die Kapazität von aktuell rund 130.000 Antrieben auf über 250.000 Antriebe pro Jahr gesteigert werden. „Für ein Unternehmen mit einer langen und erfolgreichen Tradition wie Linde Hydraulics ist es eine außergewöhnliche Chance, sich mit einem solchen Neubau komplett neu aufzustellen“ sagte Dr. Steffen Appel, Mitglied der Geschäftsführung von Linde Hydraulics. Der gesamte Arbeitsablauf mit Fertigung, Montage, Prüfständen und Farbgebung wird sich künftig unter einem Dach befinden. Dadurch werden die Prozesse weiter optimiert. Das neue zentrale Werk bietet Linde Hydraulics deutliche Vorteile in der Gestaltung der Produktions- und Logistikprozesse und somit auch weitere Chancen im Markt.

Internationalisierung
Durch die Marktposition des neuen Linde Hydraulics-Investors Weichai Power, einem der führenden Industrieunternehmen Chinas, wird sich Linde Hydraulics zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten im chinesischen Wachstumsmarkt erarbeiten können.

Der verbesserte Zugang zum größten der asiatischen Märkte wird auch die Zusammenarbeit mit vorhandenen und potenziellen Kunden der neuen Linde Hydraulics effektiver gestalten, die vielfach bereits mit eigenen Werken in Asien vertreten sind. Die Vertriebsallianz mit Eaton im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Amerika bleibt unverändert bestehen.
Die bisherigen Auslandsgesellschaften in Italien, Spanien, Frankreich und China wurden bei der Ausgliederung aus der KION Group in Tochtergesellschaften von Linde Hydraulics gewandelt. Die Auslandsgesellschaften in USA und Großbritannien firmierten bereits zuvor als Linde Hydraulics Tochtergesellschaften.