Die Magnetresonanztomographie (MRT) gehört zur ersten Wahl unter den bildgebenden

Die Magnetresonanztomographie (MRT) gehört zur ersten Wahl unter den bildgebenden Untersuchungsverfahren.

Was tun, wenn die Magnetresonanztomographie (MRT) zur ersten Wahl unter den bildgebenden Untersuchungsverfahren wird und eine weltweit steigende Zahl an Herzpatienten von der Untersuchung ausgeschlossen ist? Man wird innovativ und entwickelt Medizintechnik, die auch Patienten mit Herzschrittmachern Zugang zur MRT-Diagnostik ermöglicht.

Die Herausforderung

Die Herausforderung ist offensichtlich: Weltweit gewinnt die Magnetresonanztherapie als Diagnostikverfahren an Bedeutung. In der frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen wie beispielsweise von Tumoren, Schlaganfällen, oder Arthritis liegen die Vorteile auf der Hand. Je exakter und schneller Krankheiten diagnostiziert und ihre Ursachen erkannt werden, desto einfacher die Behandlung und desto größer stellen sich die Heilungschancen dar. Zahlreiche Patienten profitieren so von dieser Technologie.

Biortronik MRT

Weltweit gewinnt die Magnetresonanztherapie als Diagnostikverfahren an Bedeutung.

MRT-Aufnahmen ermöglichen eine deutlich bessere Differenzierung zwischen unterschiedlichen Weichteilgeweben als andere bildgebende Verfahren wie beispielsweise die Computertomographie (CT) oder konventionelle Röntgenaufnahmen.

Zudem sind Patienten durch MRTs – im Gegensatz zu Röntgengeräten oder CTs – keinerlei ionisierender Strahlung und somit keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. In gleichem Maße wie der Einsatz des MRTs steigt jedoch auch die Anzahl der Menschen, die auf Grund einer Herzerkrankung auf moderne Medizintechnik wie Schrittmacher, implantierbare Defibrillatoren oder Elektroden angewiesen sind.

Lange Zeit waren MRT-Geräte und die Implantate nicht verträglich und Herzpatienten mit einem Bedarf an einer MRT-Diagnostik konnten diese fortschrittliche Untersuchungsmethode nicht in Anspruch nehmen, da ihre Sicherheit durch starke Magnetfelder und Radiowellen nicht gewährleistet werden konnte.

Die Entwicklung der ProMRI-Technologie

Mit dem Anspruch, allen Implantatpatienten die Vorteile der Magnetresonanztomografie zugänglich zu machen, hat das Unternehmen Biotronik, Hersteller von kardiovaskulärer Medizintechnik aus Berlin, die ProMRI-Technologie entwickelt.

Sie macht Implantate durch folgende Faktoren MRT-tauglich: Magnetische Bestandteile werden konsequent verringert, besondere Schutzvorrichtungen für die Schaltungen werden eingesetzt und ein sicherer ProMRI-Betriebsmodus integriert. Dieser Betriebsmodus wird vom Arzt vor der Untersuchung aktiviert und anschließend wieder in den ursprünglichen Modus zurückgesetzt.

CRM - Defibrillatoren - Lumax 740 VR-T DX

Dank der ProMRT-Technologie von Biotronik können nun auch Menschen mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren im MRT untersucht werden.

Schon heute umfasst das MRT-taugliche Portfolio des Unternehmens Schrittmacher, implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs), Geräte zur Kardialen Resynchronisationstherapie (CRTs oder auch Dreikammer-ICDs genannt) sowie Elektroden.

Es bietet MRT-taugliche-Systeme für alle Bereiche des Arrhythmie-Managements: ICD (DR-t, VR-T DX, VR-T), CRT (CRT-D, CRT-P), Herzschrittmacher (DR-T, DR, SR-T, SR), Herzmonitor (BioMonitor).

Aktuell sind MRT-Scanner mit einer Stärke von 1,5 Tesla der klinische Standard, doch liefern Ultrahochfeld-Geräte mit 3,0 Tesla eine deutlich bessere Bildqualität und verkürzen zudem die Aufnahmezeit. Dies kommt wiederum beispielsweise Angst- und Risikopatienten zu Gute.

Als weltweit erstes Unternehmen erhielt Biotronim die CE-Zulassung für Untersuchungen auch mit Ultrahochfeld-MRTs (3,0 Tesla für Einkammer-ICDs und Einkammer-DX-ICDs mit Vorhofdiagnostik). Zudem ist das Unternehmen die einzige Firma, die Herzinsuffizienzpatienten mit einem CRT-Implantat den Zugang zu MRTs ermöglicht. Viele tausend Messungen nach internationalen Standards, Computersimulationen, in-vivo-Testungen und klinische Studien bestätigen dabei die Sicherheit für den Patienten unter bestimmten Scan-Bedingungen.

ProMRI-SystemCheck

Um einen schnellen Überblick über die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten an Scan-Bedingungen, Implantanten und Elektroden zu erhalten, hat das Unternehmen den ProMRI-SystemCheck entwickelt. Hier lässt sich über eine Online-Benutzeroberfläche einfach prüfen, ob beispielsweise ein bestimmtes Herzschrittmachermodell oder ein ICD-System für MRT-Scans zugelassen ist. Zudem wird angezeigt, welche spezifischen Bedingungen bei einem MRT-Scan einzuhalten sind. Und das unter Berücksichtung von länderspezifischen Gegebenheiten.

www.biotronik.de