Software-Bausteine von IBM für die Industrie 4.0 1

IBM ermöglicht Unternehmen mit einem neuen Lösungsangebot den Einstieg in die Industrie 4.0: von Integrationswerkzeugen über Cloud Computing, Big Data & Analytics bis hin zu Software Engineering, Collaboration Tools und Sicherheitslösungen.

Insbesondere die Fertigungsindustrie steht durch die zunehmende Digitalisierung vor enormen Herausforderungen. Dabei gilt es, Systeme und Maschinen herstellerunabhängig zu vernetzen, über IT-Technologien effektive Standardisierungen zu erreichen und den gesamten Produktlebenszyklus individuell an Kundenwünsche im Sinne von Losgröße 1 anzupassen. Für die ersten Schritte in die Industrie 4.0 bietet IBM verschiedene Bausteine.

Industrie-Laufband von IBM

In der Industrie 4.0 sollen alle Prozesse von den Maschinen selbst gesteuert werden.

Die Integration verschiedener IT-Systeme auf unterschiedlichen Hierarchieebenen, von der Maschinenebene über die Steuerung und Kontrolle der Produktion in Echtzeit durch ein Produktionsleitsystem (MES) bis hin zur Unternehmensplanungsebene (ERP-System), führt zu einer durchgängigen Optimierung von Produktionsanlagen sowie einer flexiblen Produktionsplanung im Unternehmen.

Ein Spezialanbieter für warmgewalzten Bandstahl konnte beispielsweise durch die Vernetzung seines ERP-Systems mit dem Produktionsleitsystem mittels eines IBM-Integration-Bus sein Produktionsvolumen um 30 Prozent erhöhen. Darüber hinaus wurde im Rahmen dieser Prozessautomatisierung die wirtschaftliche Fertigung auch kleiner Losgrößen erreicht.

Horizontale Integration

Grundvoraussetzung für Industrie 4.0 ist die Integration über die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Dazu gehören die Optimierung von Logistik, Produktionsplanung, Lagerbeständen oder Maschinenauslastung. Gerade beim Supply Chain Management geht es um die Datenintegration, optimale Reaktionen auf kurzfristige interne oder externe Ereignisse sowie Analysen der Umgebung inklusive der Berücksichtigung von Schnittstellen und Datenformaten.

Hierfür bietet IBM mit Sterling-B2B-Integration eine Lösung für die sichere Integration komplexer B2B-Prozesse in verschiedenen Partnercommunities. Sie ermöglicht den Einsatz unterschiedlichster Kommunikationsverfahren für das Management von Daten und Anwendungen.

Infografik zur Clous von IBM

49 unter den Top 50 Zukunftunternehmen weltweit nutzen die IBM-Cloud.

Dabei gewinnt das Thema Softwareentwicklung für die gesamte Fertigungsindustrie massiv an Bedeutung. Denn der wertmäßige Anteil von Software in den Produkten, in der Produktion und in den Wertschöpfungsketten im Umfeld der Produkte steigt von Jahr zu Jahr. Umso entscheidender wird eine Orchestrierung dieser Entwicklungsarbeit, die oft rund um den Globus in unterschiedlichen Teams stattfindet.

Mit der Software Rational wird flexible Softwareentwicklung im Team ermöglicht. Hiermit können Anforderungen erfasst, Entwürfe dokumentiert, die Software erstellt, gewartet und weiterentwickelt werden. Werkzeuge unterstützen bei der Analyse, Definition und Verwaltung der damit verbundenen Anforderungen, die Softwarequalität wird durch Tests und Ergebnisanalysen sichergestellt.

IT-Security in Produktionsanlagen

Sicherheit bei IBM

Bei der großen Menge an Daten in der intelligenten Fabrik ist die Sicherheit ein wichtiges Thema.

Sicherheitsvorfälle in der Fertigung können zum kompletten Stillstand der Produktion führen. Im äußersten Fall führt ein virtueller Angriff zu einem realen Schaden – an Maschinen oder Menschen. Mit dem IBM-Security-Lösungsportfolio können Unternehmen ihre Assets und Prozesse absichern. Menschliches Fehlverhalten oder gezielte, externe Attacken werden erkannt und gemeldet. Produktionsausfälle lassen sich somit minimieren.

So sorgt etwa QRadar-Security-Intelligence für zentralisiertes IT-Security-Monitoring. Asset und Vulnerability-Management sowie Threat und Virtual-Patch-Management gewährleisten hohe Sicherheitslevels in Produktionsanlagen und einen störungsfreien Betrieb.

Unternehmen, die erkannt haben, wie Industrie 4.0 die Wertschöpfungsketten verändert, haben gute Chancen, sich durch einen frühzeitigen Einstieg in die Thematik große Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Dabei hilft ein ganzheitlicher Ansatz, der die Transformation einzelner Unternehmensprozesse hin zur digitalen Fabrik erlaubt und die notwendige Flexibilität verschafft.

Autorin: Dagmar Domke, IBM