Torsten Creutzburg, Instandhalter Produktionstechnik bei Weidmüller am Standort in Thüringen

Torsten Creutzburg, Instandhalter Produktionstechnik bei Weidmüller am Standort in Thüringen

Interview Torsten Creutzburg, Instandhalter Produktionstechnik bei Weidmüller am Standort in Thüringen

Wie lange waren Sie in Elternzeit?
Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen. Meine Lebenspartnerin ist selbstständige Friseurmeisterin, daher war es ihr nicht möglich, für ein Jahr auszusetzen. Ich habe die Situation aber als Chance betrachtet, die Erfahrung „Elternzeit“ machen zu können.

Wären Sie gerne noch länger in Elternzeit gegangen?
Nein, eine Verlängerung kam für mich nicht in Frage, da wir für unsere Tochter bereits einen zugesicherten Krippenplatz hatten. Außerdem denke ich, dass man bei einer noch längeren Pause zu sehr aus dem Berufsleben heraus kommt. Letztlich war es auch eine Geldfrage.

Torsten Creutzburg

Torsten Creutzburg, Instandhalter Produktionstechnik bei Weidmüller am Standort in Thüringen

Wie haben Ihre Kollegen und Vorgesetzten reagiert?
Meine Kollegen und mein direkter Vorgesetzter haben meine Entscheidung sehr positiv aufgenommen und mich dabei unterstützt.

Haben Sie die Elternzeit vorbereitet, also sich vorab ein Konzept überlegt, wie die Kollegen die Arbeit auch ohne Sie bewältigen können?
Im Vorfeld habe ich für meinen Verantwortungsbereich im Ersatzteilmanagement einen Kollegen angelernt, der mich dann während meiner Abwesenheit vertreten hat.

Rückblickend betrachtet: Wie hat die berufliche Auszeit insgesamt geklappt?
Das Jahr Elternzeit hat sehr gut funktioniert – privat wie beruflich. Man lernt, viele Dinge auf einmal abzustimmen, alltägliche Abläufe zu verändern oder anzupassen und zu improvisieren. Diese Erfahrungen bringen einen auch im Berufsleben weiter.

Was raten Sie anderen Männern, die überlegen, ob sie in Elternzeit gehen wollen?
Ich kann nur jedem Vater wärmstens empfehlen, Elternzeit zunehmen. Denn es war für mich eine wirklich tolle Erfahrung und eine sehr schöne Zeit.

Würden Sie sagen, dass Sie nützliche Erfahrungen während der Elternzeit machen konnten (z.B. verbessertes Organisationsgeschick)?
Auf jeden Fall. Heute stehe ich wieder voll im Berufsleben und bin in meiner (alten) Abteilung mit noch mehr Aufgaben betraut. Für den reibungslosen Ablauf und die Unterstützung bei meiner Elternzeit möchte mich bei der Firma Weidmüller herzlich bedanken.

Die Fragen wurden gestellt

Von Angela Unger
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Angela Unger
Redaktion, ke NEXT

Arbeitet für ke NEXT in den Ressorts Innovation & Management und Konstrukteur & Arbeitsplatz und den Bereichen Medizintechnik, Maschinenelemente, Werkstoffe, Verbindungstechnik. Volljuristin mit Ausbildung u.a. in Hannover und Tel Aviv. Altmitglied einer Vereinigung von Technikstudenten. Stellt Gewohntes gerne in Frage und sucht Lösungen, wo andere aufgeben.

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Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Elternzeit und Beruf ohne Karriereknick unter einen Hut bekommen“ und das Interview mit: “Cord Hansmeier, Gruppenleiter Qualitätsplanung bei Weidmüller am Standort Detmold