| von Das Interview führte Nikolaus Fecht, freier Autor für ke NEXT
1:5-Modell der Wellenkraftanlage von Nemos
Vier Monate lang testete Nemos eine originalgetreue 1:5-Wellenkraftanlage am dänischen Limfjord. (Bild: Nemos)

Warum planen Sie den Einsatz in Kombination mit einer Offshore-Anlage?

Durch den zeitlich verschobenen Ertragsverlauf der Wellenenergie zur Windenergie lässt sich in Kombination beider Energieformen ein gleichmäßiger Gesamtertragsverlauf erzielen. Dies führt je nach Standort zu einer deutlich besseren Auslastung der elektrischen Infrastruktur, wodurch die anteiligen Kosten für den Energietransport sinken.

Welche Bauteile verwenden Sie und wie schützen Sie diese im nassen Bereich arbeitenden Komponenten?

Der Schwimmkörper besteht aus bewährtem Schiffsbaustahl. Wir haben zusammen mit einem Seilhersteller die Seile aus hochfesten Kunststoff-Fasern entwickelt, die sich bereits bei Tests bewährt haben. Mit einem unserer Kooperationspartner, der Schaeffler AG, werden außerdem innovative Lagersysteme erstellt, welche den hohen Belastungen des Meerwassers standhalten.

Erste Versuche im Maßstab 1:10 beziehungsweise 1:5 in Dänemark und Frankreich waren erfolgreich. Welche Erfahrungen haben Sie aus den Feldtests gezogen und wann geht die erste 1:1-Anlage in Betrieb?

Die Installation der ersten Anlage in voller Größe ist für das kommende Jahr in der dänischen Nordsee geplant. In diesem Jahr testen wir noch eine weitere 1:5-Anlage im offenen Gewässer, um in der Natur weitere Erfahrungen zu sammeln und um den automatischen Betrieb in diesem kleinen, einfach zu handhabenden Maßstab zu üben.

Getestet wird genau das Anlagenkonzept, das im kommenden Jahr in Groß umgesetzt wird. Wir arbeiten aktuell mit einem Schwimmkörper von rund einer Tonne Auftrieb, beim vollen Maßstab sind es über 80 Tonnen. Für diesen sogenannten Full-Scale-Bereich laufen bereits die ersten Komponententests im Labor.

Wo sind die Ausbaugrenzen?

Pro Turm lässt sich ein System mit drei bis fünf Körpern aufbauen. Mehr Körper sind nicht möglich, weil dann die Distanzen zu groß wären und die Seildehnung einen zu großen Einfluss bekäme. hei

Der Eintrag "freemium_overlay_form_keg" existiert leider nicht.