Dr. Martin Braun
Bild: Fraunhofer IAO

Eine zeitsensible Gestaltung der menschlichen Arbeit orientiert sich an den folgenden Regeln (Hinweis: Je nach Eulen- oder Lerchentyp können sich die angegebenen Uhrzeiten um ein bis zwei Stunden nach vorne oder hinten verschieben.):

  • Bei regelmäßigem und ausreichendem Schlaf steigt das Energieniveau des Organismus gegen 6-7 Uhr an. Dies ist ein günstiger Zeitpunkt, um den Nachtschlaf zu beenden und aufzustehen. Im Durchschnitt benötigt der Mensch 7,5 Stunden Schlaf. Man sollte aber auf das eigene, eventuell abweichende Schlafbedürfnis achten.
  • Zu Beginn des Arbeitstages sollte man sich einen Überblick über die zu erledigenden Dinge verschaffen. Dies betrifft das Beschaffen von Informationen, die Terminplanung und die auszuführenden Tätigkeiten nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit.
  • Die Konzentrationsfähigkeit ist vormittags gegen 11 Uhr am größten. Es empfiehlt sich, anspruchsvolle Aufgaben auf diesen Zeitpunkt zu legen.
  • In einem Zeitraum von 90 Minuten sollen rund 75 Minuten konzentrierten Arbeitens, aber auch etwa 15 Minuten des entspannten Innehaltens Platz finden.
  • Ab zwölf Uhr lässt die Leistungsfähigkeit nach, das Mittagstief beginnt. Diese Zeit lässt sich bevorzugt für Telefonate und kurze Besprechungen nutzen.
  • Die Mittagspause sollte man regelmäßig einhalten. Nach dem Mittagessen, das nicht zu üppig ausfallen soll, empfiehlt sich eine zwanzigminütige Ruhepause.
  • Der frühe Nachmittag eignet sich ideal für Besprechungen und Konferenzen. Ab 15 Uhr beginnt das zweite Aktivitätshoch des Tages. Das Langzeitgedächtnis funktioniert besonders gut und die manuelle Geschicklichkeit ist hoch. Diese Aktivitätsphase lässt sich auch für eine sportliche Betätigung nutzen.
  • Der Abend eignet sich für einen Tagesrückblick. Eine Entspannungsphase ab 20 Uhr bereitet auf den Nachtschlaf (gegen 23 Uhr) vor.
  • Das Wochenende soll der Entspannung dienen. Freizeitstress stört die Erholung.
  • Übrigens: Auch Nachtmenschen können zum Frühaufsteher mutieren, wenn sie es denn wollen. Dies erfordert Disziplin beim Umgewöhnen und die Bereitschaft, auf die mit den späten Abendstunden empfundenen Vorteile zu verzichten.